Jede Menge Neuerungen und Verbesserungen: Cinnamon 1.2 ist veröffentlicht

24 Januar 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Cinnamon 150x150Clement Lefebvre hat Cinnamon 1.2 angekündigt und es gibt jede Menge Neuerungen zu berichten. Gleich am Anfang spricht der Erfinder davon, dass alle APIs und der Desktop selbst nun komplett stabil sind.

Nun sei man gerade dabei, eine Dokumentation für Künstler und Entwickler zu entwerfen. Eine Webseite für Downloads, Bewertungen und Kommentare für Themes soll es auch bald geben. Ebenso will man die Seite mit Applets und Erweiterungen würzen.

Desktop-Effekte

Cinnamon 1.2 Effekte

Effekt-Einstellungen (Quelle: linuxmint.com)

Cinnamon ist laut eigener Aussage der erste Schritt, dem Anwender wieder die komplette Kontrolle über Desktop-Effekte zu geben. Nutzer können ganz nach Geschmack Effekte ein-, ausschalten oder komplett deaktivieren. Ganz im klassischen Sinne von Compiz und Metacity. Diese Cinnamon-Version kommt mit zwei neuen Plugins: Fade und Scale. Somit gibt es nun derzeit 30 Übergänge und 2 Effekte. Für jede Animation kann der Anwender auch eine Übergangsdauer festsetzen.

 Desktop Layouts

Cinnamon 1.2 klassisches Layout

klassisches Layout: eins oben, eins unten ... (Quelle: linuxmint.com)

Eine weitere beliebte Funktion, die Anwender einst hatten war, das Layout des Desktop nach belieben anzupassen. Einige Leute würde das Panel gerne oben haben, andere unten und manche würden sogar zwei der Leisten bevorzugen. In Cinnamon 1.2 gibt es zwar diese Funktionalität noch nicht ganz wieder, allerdings hat man die meist genutzten Desktop-Layouts eingepflegt.

  • traditionelles Layout – Eine Leiste am unteren Rand
  • Flipped Layout – eine Leiste am oberen Rand
  • Klassisches Layout – eine Leiste je oben und unten

Einfachere Konfigurations-Möglichkeiten

Cinnamon 1.2 Konfiguration Themes

Konfigurations-Werkzeug (Quelle: linuxmint.com)

Laut eigener Aussage hat Cinnamon 1.2 ein neues Konfigurations-Werkzeug mit Namen „Cinnamon Settings“ und weitere optionale Anpassungsmöglichkeiten.

Damit kannst Du das Theme wechseln, Desktop-Effekte, Applets und Erweiterungen hinzufügen und eben einige der Desktop-Einstellungen konfigurieren. Unter anderem lassen sich ein eigenes Datums-Format für das Kalender-Applet einstellen. Ebenso sind Panel Launcher editierbar und es ist möglich, deren Symbol zu ändern.

Im gegensatz zur GNOME Shell seien Applets ein spezieller Typ von Erweiterung. Sie wurden speziell für Erweiterungen erschaffen und haben laut Lefebvre folgende Vorteile:

  • Sie würden von einer Applet API profitieren und seien einfach zu schreiben. Als Entwickler müsse man sich lediglich auf den Inhalte des Applets konzentrieren, den Rest übernimmt das System.
  • Sie würden Konsistenz aufweisen und ein gemeinsames Verhalten an den Tag legen.
  • Sie brauchen keine spezielle Cinnamon-Version, um lauffähig zu sein
  • Sie brauchen keinen speziellen Platz. In Cinnamon 1.2 sind sie allerdings noch nahe des Systray. In kommenden Versionen soll sie der Benutzer dorthin schaffen können, wo er das gerne hätte.

Verbessertes Menü und Änderungen unter der Haube

Wenn ein Anwender etwas sucht, werden die Menü-Kategorien inaktiv. Somit verwirft man die Suche nicht, wenn man ausversehen mit der Maus auf eine Kategorie kommt.

Ebenso verwendet Cinnamon nun seinen eigenen Fenster-Manager. Die Software ist allerdings nicht länger mit GNOME Shell Themes kompatibel. Allerdings lassen sich Themes so definieren, dass sie mit beiden Systemen funktionieren.

Neu geöffnete Fenster wird sofort der Fokus zugeteilt. Ebenso haben die Entwickler diverse Fehler ausgebessert.

Neben dem Quellcode findest Du derzeit Cinnamon-Pakete für Linux Mint 12, Fedora 16, Ubuntu 11.10, Arch Linux, openSUSE 12.1 und Gentoo im Download-Bereich der Projektseite.

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