Virus-Papst Eugene Kaspersky orakelt über den Mobil-Markt: In fünf Jahren 80 Prozent Android

24 August 2011 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Android OS LogoEugene Kaspersky wagt sich an eine Langzeit-Prognose. Sollten die Mobiltelefon-Hersteller ihre Strategie nicht ändern wird laut seiner Ansich der Markt in zirka fünf Jahren so aussehen: 80 Prozent Googles Android, zehn Prozent Apples iOS und die restlichen zehn auf alle anderen verteilt.

Er sei sich deswegen so sicher, weil sich der Lauf der Geschichte einfach wiederholt. Vor gut 20 Jahren begann der Aufstieg Microsofts gegen IBM OS/2 und Novell Netware. Man hat ganz einfach viel Aufwand in Werbung gesteckt und Entwickler überzeugen können, dass es das Betriebssystem der Zukunft sein. Ebenso gab es Bücher, Präesntationen, Seminare und so weiter.

Die Marketing-Strategie zielte nicht nur auf Anwender der neuen Software-Umgebung, sondern zog auch unabhängige Entwickler an. IBM und Novell dagegen haben sich auf den Lorbeeren ausgeruht und mit Skepsis auf die Neulinge der Branche heruntergeblickt. Die Geschichte von Novell dürfte ja ausreichend bekannt sein.

Das Ende vom Lied war, dass Software-Entwicklung auf den Systemen der Großen immer schwieriger wurde als unter Windows. Somit hat Microsoft die Markt-Dominanz ergattert.

So ähnlich sei es heute auch. Man habe Windows, Windows, Windows und Windows, ein bisschen Mac und noch ein bisschen weniger Linux. Allerdings werde von allen Seiten Android gehypet. Es sei überall und würde sich wie ein Lauffeuer verbreiten. Gerade erst habe Kaspersky eine Werbung mit einem bekannten russischen Schauspieler gesehen, der eine Mobilfunkwerbung für Android machte und im Speziellen bessere Geschwindigkeit anpries.

Man solle einfach mal “Android for developers” und “Symbian for developers” in eine Suchmaschine eingeben und beide vergleichen. “Windows Phone 7 for developers” in der Suchmaschine habe Kaspersky zum Schmunzeln bewegt. Das erste nicht bezahlte Resultat war “Windows Phone 7: Why it’s a disaster for Microsoft”.

Über Apples Diskriminierungs-Regeln wolle er sich gar nicht äußern. Sie werden ihre Fan-Clubs haben und so lange Sie schicke Designs und schnelle Hardware ausliefern, würde man auch gewissen Marktanteil behaupten können. Sobald die anderen auch schneller und schicker werden, würde deren Marktanteil verlieren.

Es komme also zum Großteil auch auf die Hardware-Hersteller an. Egal wer ein neues Super-Gerät auf den Markt bringe, die anderen würden schnell nachziehen, genau wie es mit dem iPhone war. Allerdings brauche man auch eine starke Community dahinter, weil man sonst gegen Windmühlen kämpfe. Wer die meisten unabhängigen Software-Entwickler hinter sich bringen könne, wird das Rennen machen – und das sei derzeit einfach Android.

Diese Aussagen würde er sich wetten trauen, wenn Apple, Microsoft, Nokia und BlackBerry ihre Einstellung und Strategie nicht ändern würden. Langfristig müsse man das Vertrauen der Entwickler gewinnen.

So einen weiten Weg hat Android gar nicht mehr. Fast 50 Prozent Marktanteil hat sich das Google-Betriebssystem schon ergattert.



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