Linux Mint stellt Benachrichtigungen für Updates vor, ohne Leute zu nerven

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Der Monatsbericht von Linux Mint gibt Einblicke in die Zukunft des Betriebssystems. Eine wichtige Sache sind Updates oder Upgrades und das Team macht sich schon länger darüber Gedanken. Das Problem ist, dass viele Anwender und Anwenderinnen ihre Systeme anscheinend nicht regelmäßig aktualisieren. Es gibt auf jeden Fall beunruhigende Statistiken in diesem Bereich.

Das Mint-Team will hier nachbessern, ohne die User aber zu nerven. Es ist ein schmaler Grat, auf dem man sich hier bewegt. Man will darauf aufmerksam machen, dass Updates vorhanden sind. Allerdings sollen sich die Anwender und Anwenderinnen nicht bevormundet fühlen und erzwungene Updates kommen sowieso nicht infrage. Ein Prinzip der Mint-Entwickler ist, dass es sich um Deinen Computer und nicht den der OS-Hersteller handelt.

Im Endeffekt gibt es nun eine Erinnerung, dass Updates vorhanden sind. Eigentlich ein logischer Schritt. Anwender und Anwenderinnen werden sanft erinnert, dass sie das System aktualisieren möchten.

Linux Mint weist darauf hin, dass Updates zur Verfügung stehen (Quelle: linuxmint.com)

Linux Mint weist darauf hin, dass Updates zur Verfügung stehen (Quelle: linuxmint.com)

Klar, es gibt in der Systemleiste schon so eine Benachrichtigung. Allerdings kann man die leichter übersehen oder ignorieren. Der Hinweis hier ist wesentlich präsenter und ich glaube, dass es eine gute Sache ist. Ich habe die Update-Faulheit bei einigen Leuten selbst schon gesehen und teilweise ist die Ausrede tatsächlich: Habe ich nicht gewusst.

Update-Benachrichtigung wird nicht nerven

Natürlich kannst Du konfigurieren, wie oft die Benachrichtigung erscheinen soll. Per Standard ist sie mit Blick auf Gelegenheitsnutzer konfiguriert.

Update-Benachrichtigungen konfigurieren (Quelle: linuxmint.com)

Update-Benachrichtigungen konfigurieren (Quelle: linuxmint.com)

Ich denke, dass die Standard-Einstellungen in Ordnung sind. Das erscheint mir nicht nervig und sollte Leute ermutigen, das System aktuell zu halten.

Du bekommst einen Hinweis, wenn Du 7 Tage hintereinander angemeldet warst und es so lange schon ein Update gibt. Auch wenn eine Aktualisierung älter als 15 Tage ist, gibt es eine Erinnerung. Bei den Tagen kannst Du einen Zeitraum zwischen 2 und 90 Tage wählen.

Es gibt per Standard auch nur eine Benachrichtigung, wenn es Sicherheits- und Kernel-Updates gibt. Auch das kannst Du ändern.

Die letzte Einstellung ist eine Gnadenfrist. Solltest Du in den letzten 30 Tagen ein Update eingespielt haben (Aktualisierungsverwaltung oder apt), dann gibt es keinen Hinweis. Auch diese Zahl darfst Du anpassen.

Es gibt Anwendungsfälle, in denen Du die Benachrichtigung komplett deaktivieren willst. Zum Beispiel könnte eine Test-VM so ein Anwendungsfall sein. Das Mint-Team empfiehlt in diesem Fall, die Funktion mit dem neuen gsettings-Schlüssel zu deaktivieren: com.linuxmint.updates tracker-disable-notifications.

UsrMerge

Im aktuellen Monatsbericht geht das Team auch auf die Probleme ein, die im Zusammenhang mit UsrMerge aufgetaucht sind. In bestimmten Fällen waren Pakete, die in Merged-Systemen erstellt wurde mit Nicht-Merged-Systemen inkompatibel. Mit einem kompletten Scan wollte man weitere Probleme identifizieren. Es wurde ein Tool entwickelt, diesen Prozess zu automatisieren. 

Ein Systembericht wird außerdem auf Mint 20 und 20.1 zurückportiert. Er empfiehlt einen Merge, wenn das noch nicht durchgeführt wurde. Für die meisten Anwender und Anwenderinnen dürfte das nicht relevant sein.

Das Mint-Projekt konnte sich im Februar 2021 insgesamt über 14.397 US-Dollar an Spenden freuen. Das steht auch im Monatsbericht.

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