LibreOffice 7.2: mehr Kompatibilität + Unterstützung für Apple-Hardware

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Es gibt wieder eine neue Version von LibreOffice. Genauer gesagt hat das Team LibreOffice 7.2 Community veröffentlicht. Bei dieser Version wurde vor allen Dingen an der Kompatibilität zu Microsofts proprietären Dateisystemen gearbeitet.

In die gleiche Richtung geht, dass LibreOffice 7.2 Community Performance-Verbesserungen bei der Verarbeitung großer Dateien bietet. Das macht sich vor allen Dingen bei diversen DOCX- und XLSX-Dateien bemerkbar. Benutzt Du das in LibreOffice 7.1 eingeführte Skia Back-end, gibt es auch Verbesserungen beim Zeichnen. Die Kompatibilität bei der Nutzung von PPTX-Dateien wurde ebenfalls verbessert.

Viele neue Funktionen

Die neuen Funktionen von LibreOffice 7.2 Community wurden von 171 Leuten entwickelt. 70 % des Codes kommt von Entwicklerinnen und Entwicklern, die im Beirat der TDF sitzen (Collabora, Red Hat und allotropia) oder von anderen Organisatzionen (inklusive The Document Foundation). 30 % stammen von Einzelpersonen.

Hinzu kommen 232 Freiwillige, die das Projekt in 151 Sprachen übersetzt haben. LibreOfcice 7.2 Community selbst gibt es in 119 verschiedenen Sprachen. Das ist eine ziemliche Hausnummer für ein freies Projekt, muss man ehrlich sagen.

Die Neuerungen von LibreOffice 7.2 Community findest Du im Wiki des Projekts hervorragend beschrieben (auf Deutsch). Eine Zusammenfassung findest Du wie üblich bei YouTube (oder auch PeerTube):

Du siehst im Video, dass es Popup-Listen gibt, um nach Menü-Befehlen suchen zu können. Das Video ist knapp 3 Minuten lang und bietet einen guten Überblick zu den wichtigsten neuen Funktionen.

Mich interessieren am meisten die Neuerungen und Verbesserungen für Writer. Zum Beispiel lassen sich Hintergrundbefüllungen nun so einstellen, dass sie die Seite entweder innerhalb der Ränder oder die gesamte Seite abdecken. Auch ein Bundsteg ist nun verfügbar.

Benutzt Du Serienbriefe, warnt Dich die Software ab sofort über nicht existierende Datenquellen. Es werden also nicht einfach leere Felder erzeugt.

Für Impress und Draw gibt es mitunter neue Templates. Unter anderem das hier – es nennt sich Freshes:

Neue Templates für Impress und Draw (Quelle: wiki.documentfoundation.org)
Neue Templates für Impress und Draw (Quelle: wiki.documentfoundation.org)

Dafür wurden einige Vorlagen entfernt. Das Team hat also die Auswahl der Templates modernisiert, kann man sagen.

LibreOffice 7.2 für Apple-Hardware

Hast Du eines der neuen Apple-Geräte, die eigene auf ARM basierte Prozessoren einsetzen, kannst Du LibreOffice 7.2 ab sofort nativ darauf nutzen. Allerdings handelt es sich um eine frühe Version, warnt das Entwickler-Team. Die zur Verfügung gestellten Binärdateien solltest Du möglichst nur für Tests und nicht in wichtigen Umgebungen einsetzen. Interessierst Du Dich dafür, kannst Du die Software für Mac hier herunterladen.

Download LibreOffice 7.2 Community

Du kannst die aktuelle Version der freien Office-Suite kostenlos im Download-Bereich der Projektseite herunterladen. Wie immer gibt es Versionen für Linux, macOS und Windows. Die Minimalanforderungen sind Windows 7 SP1 und macOS 10.12.

Persönlich benutze ich das Fresh-PPA und bekomme damit die aktuelle Version von LibreOffice via Paketmanager. Allerdings kommt die Software meist etwas verzögert, aber so lange kann ich warten. Dafür sind Updates bequemer. Unter Linux Mint und Ubuntu ist das ziemlich einfach.

sudo add-apt-repository ppa:libreoffice/ppa
sudo apt-get update
sudo apt install libreoffice

Bis auf ein Mal in vielen Jahren bin ich mit dieser Methode ziemlich gut gefahren. Allerdings kann ich nicht mit letzter Sicherheit sagen, ob LibreOffice oder mein damals ziemlich modifiziertes OS schuld war.

Community nicht Enterprise

Möchtest Du LibreOffice im Unternehmen einsetzen, rät The Document Foundation zu LibreOffice Enterprise, das es bei Partnern gibt – für Desktop, Mobilgeräte und Cloud. Unter anderem profitieren Unternehmen von LTS-Optionen.

Der Unterschied zwischen Community und Enterprise wurde eingeführt, da immer mehr Leute professionelle Unterstützung von TDF erwartet haben. Davon hat sich die Organisation nun distanziert und verweist auf die geschäftlichen Anbieter.

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