Plasma Wayland Live Image – das erste seiner Art ist kurz vor Weihnachten geboren

19 Dezember 2015 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Auch die Entwickler aus dem KDE- / Plasma-Lager haben ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Jonathan Riddell hat ein Plasma-Abbild mit Wayland veröffentlicht, das man als Linux-Live-Distribution verwenden kann. Heißt auf Deutsch: Mit KDE und Plasma unter Wayland spielen, ohne installieren zu müssen – das Plasma Wayland Live Image macht es möglich.

Die Entwickler sprechen von einem Meilenstein in Richtung Ziel. Das ist natürlich das ungefähr 30 Jahre alte X Window System zu ersetzen.

Die zentrale Komponente in diesem Live-Abbild ist der Fenster- oder Window Manager KWin. Er kommuniziert mit Wayland und erlaubt es den Anwendungen, bunte Bilder auf den Bildschirm zu zeichnen.

Anwender sollten allerdings mit erwarteten Problemen rechnen. Das Plasma-Live-Abbild mit Wayland ist nach Angaben der Entwickler nicht tauglich für den Alltag.

Man arbeitet bereits seit dem Jahre 2011 an einem Umstieg von X auf Wayland. Der Aufwand ist allerdings enorm und es wird noch einige Zeit dauern. Die Vorteile von Wayland liegen bei mehr Sicherheit der Workspaces, kein sogenanntes Tearing mehr und auch andere Probleme wird man aus der Welt schaffen. X ist ohne Zweifel in die Jahre gekommen. Sofern der Umstieg vollzogen ist, profitieren Anwender mit Sicherheit davon.

Auf jeden Fall gratuliert man Martin Gräßlin und dem Rest des Plasma-Teams, die eine Vorschau mit dem Live-System ermöglichen. So kann jeder auf einfache Weise einen Blick in die Zukunft riskieren. Da man das System nicht installieren muss, kann man es auf seiner Hardware ausprobieren und die Festplatte mit anderen Betriebssystemen wird nicht angefasst.

Plasma Wayland Live Image in Aktion (Quelle: kde.org)

Plasma Wayland Live Image in Aktion (Quelle: kde.org)

Download Plasma Wayland Live Image

Wer das Plasma Wayland Live Image ausprobieren möchte, der soll das Abbild mittels des Kommandozeilen-Tools dd auf einen USB-Stick kopieren. Bei dd ist Vorsicht geboten, denn das Tool überschreibt den Zieldatenträger ohne weiteres Nachfragen und Warnungen. Du solltest Dir absolut sicher sein, dass der richtige Datenträger beschrieben wird.

Im Prinzip kann man die gleichen Schritte unternehmen wie man das beim Bespielen einer SD-Karte für ein Raspberry Pi tun würde. Wer nicht weiß, wie man herausfindet, was der richtige Datenträger ist, kann sich einfach das entsprechende Kapitel in diesem Beitrag durchlesen (wie man Ubuntu MATE 15.10 auf einem Raspberry Pi 2 installiert).

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Ein Kommentar zu “Plasma Wayland Live Image – das erste seiner Art ist kurz vor Weihnachten geboren”

  1. plumps sagt:

    Gerade mal das Image auf meinem Thinkpad T430s ausprobiert und muss sagen...hu...es sieht gut aus, ist performant, wirklich kein Tearing, smoothe Wechsel, aber gleichzeitig auch komplett broken. Fenster-Controls oben rechts reagieren nicht, Alles (das Bild oben lässt es erahnen) wird viel zu groß dargestellt, inwiefern sich wayland hier konfigurieren lässt entzieht sich meiner Kenntnis und plasma verabschiedet sich gefühlt auch aller 3-5 Interaktionen.

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