Jolla Tablet mit Sailfish OS erreicht Crowdfunding-Ziel in nur einem Tag – nun haben wir ein Linux-Tablet

20 November 2014 6 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Wow, fast eine Million US-Dollar in einem Tag zu sammeln – das hat die Crowdfunding-Kampagne für das Jolla Tablet geschafft. Geplant waren 380.000 US-Dollar und nun liegt man bei knapp unter 900.000. Also Ziel erreicht und das in einem Tag. Die Kampagne läuft noch bis zum 9. Dezember.

Jolla Tablet mit Sailfish OS 2.0

Es ist wohl das erste Tablet, das komplett mit Open-Source-Software ausgestattet ist und von der Crowd finanziert wurde. Was sich die Entwickler vorgenommen haben, klingt vielversprechend.

Bei Jolla respektiere man die Privatsphäre der Anwender und darum sei Sailfish OS auch komplett anders und unabhängig. Man würde niemals Daten verkaufen oder mit Dritten teilen. Es gibt keine Hintertürchen und andere Parteien können die Aktivitäten nicht verfolgen. Zusammen mit der Open-Source-Community würde man die Datensicherheit verbessern, wo es nur geht.

Sailfish OS kann Android-Apps ausführen

Nun kommt es aber noch besser. Sailfish OS hat die Möglichkeit, Android-Apps ausführen zu können. Somit kann jeder weiterhin seine Lieblings-Android-Apps verwenden. Das ist natürlich ein attraktiver Punkt. Sieht man sich das mobile Windows oder Firefox OS oder sogar Blackberry an, kränkelt es ein bisschen an Apps. Natürlich gibt es im Google Play Store unglaublich viel Mist, aber einige Apps möchte man nicht missen. Und hier ist der Teufelskreis: Keine Apps -> keine Anwender -> kein Entwickler-Interesse -> keine Apps.

Weiterhin gibt es keine Knöpfe, damit man wieder zum Home-Screen kommt und so weiter. Das gesamte Tablet wird mithilfe von Gesten gesteuert. Im Video wird das gut demonstriert.

Jolla Tablet hat ordentlich Dampf

Das Jolla Tablet wird 32 GByte Speicher mit sich bringen und man kann den Speicher mittels einer microSD-Karte erweitern. Mit 330ppi wird das Display so gut sein wie das des iPad Mini 3. Weiterhin sehen die Entwürfe für das Tablet auch echt richtig gut aus. Es sieht so aus, als würde das erste echte Linux-Tablet auf den Markt kommen.

Jolla Tablet (Quelle: indiegogo.com)

Jolla Tablet (Quelle: indiegogo.com)

Jolla Tablet (Quelle: indiegogo.com)

Jolla Tablet (Quelle: indiegogo.com)

Weiterhin sind zwei GByte RAM enthalten und das Gerät wiegt 384 Gramm. Als Prozessor setzt man auf einem Quad-Core-Intel (64-Bit) mit 1,8 GHz.

Jolla Tablet: Hardware-Vergleich (Quelle: indiegogo.com)

Jolla Tablet: Hardware-Vergleich (Quelle: indiegogo.com)

Nach der Kampagne will man das Jolla Tablet weiterhin verkaufen und der angestrebte Preis ist 249 US-Dollar – in Europa wohl 249 Euro, da immer nur die Währungszeichen getauscht werden. Derzeit bekommt man noch Geräte für 204 US-Dollar. Die nächste Stufe ist dann 209 US-Dollar.

Für die Kampagne sind EU, Norwegen, Schweiz, Vereinigte Staaten von Amerika, Indien, China, Hong Kong und Russland anvisiert. Also Deutschland ist dabei! Wer ebenfalls bei der Crowdfunding-Kampagne mitmacht, sollte 20 US-Dollar Versand einrechnen. Wer mitmachen möchte: Crowdfunding-Kampagne für das Jolla Tablet.

Das Jolla Tablet wird voraussichtlich im Mai 2015 ausgeliefert. Mal sehen, ob Mozilla bis dahin ebenfalls ein Tablet mit Firefox OS auf dem Markt hat. Außerdem stellt sich die Frage, wieso Jolla das für diesen Preis, plus Android-Kompatibilität machen kann und Canonical 32 Millionen für das Ubuntu Edge gewollt hätte.

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6 Kommentare zu “Jolla Tablet mit Sailfish OS erreicht Crowdfunding-Ziel in nur einem Tag – nun haben wir ein Linux-Tablet”

  1. killx_den sagt:

    Ich kann nur sagen ich liebe mein Jolla Phone und habe auch direkt die Kampagne "gebacked". Einmal and die Bedienung gewöhnt und man will kein anderes OS mehr, zumindest geht es mir so ^^

    • Martin Zabinski sagt:

      dito, allergings hab ich nicht "gebacked", ich hätte lieber eines mit Mobilfunkmodul, da ich bereits einen Andoriden ohne hab. Ich hoffe so eins kommt noch.

    • jdo sagt:

      Darf ich fragen, wie die Performance der Android-Apps auf dem Gerät ist (nein, nicht Angry Birds, sondern nützliche Apps ... 🙂 )?

      • Martin Zabinski sagt:

        eigentlich ganz gut, manchmal leicht langsamer, manchmal schneller als auf einem vergleichbaren Androidgerät. Hab nur sehr sehr selten mal nen Fehler in na App (der unter einem nativen Android nicht nicht).

      • killx_den sagt:

        Die einzige Android App die ich nutze ist Threema und die läuft bis auf die push notifications ohne Probleme und genauso schnell/flüssig wie auf Android. Zuvor hatte ich auch noch Field Runners und Sokoban Garden installiert/getestet, diese Spiele liefen problemlos.

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