Ubuntu und Privatsphäre: Smart Scopes Server anonymisieren Bilder vor der Auslieferung

23 September 2013 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ubuntu Logo 150x150Die Entwickler-Version von Ubuntu 13.10 „Saucy Salamander“ beinhaltet Smart Scopes per Standard. Dadurch soll das Dash zu einer richtig guten Suchmaschine werden. Die Software sucht sowohl lokal, als auch auf den Canonical-Servern nach Ergebnissen.

Für diese Funktion gab es viel Kritik bezüglich der Privatsphäre. Die Online-Suche lässt sich mit nur einem Klick in den Systemeinstellungen abstellen, allerdings erst nach der Installation.

Nun gibt es eine interessante Neuerung bezüglich der Online-Suche. David Calle hat auf Google Plus angekündigt, dass die Smart Scopes Bilder nun anonymisieren.

Smart Scopes: Bilder ab sofort anonymisiert

Smart Scopes: Bilder ab sofort anonymisiert

Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, sollte allerdings immer noch kritisch betrachtet werden. Canonical sammelt damit weiter Daten, gibt allerdings (wahrscheinlich) Deine Identität nicht mehr an Dritte (gewollt oder ungewollt) weiter.

Somit ist die Aussage von Calle teilweise richtig. Es wird (wahrscheinlich) gegenüber Drittanbietern anonymisiert, allerdings nicht gegenüber Canonical. Die wissen weiterhin, woher die Suche kommt und nach was gesucht wurde. Sollte von Rechtswegen darauf gedrängt werden, dass diese Daten ausgegeben werden müssen … wir kennen das Spiel ja – gibt ja in den letzten Monaten nichts anderes in der Fachpresse zu lesen.

Das heißt aber nicht, dass Canonical böser oder guter ist als alle anderen: Google, Yahoo!, Facebook, die mit den Fenstern und so weiter.

Ich gehe mit dem Thema eher pragmatisch um. In dieser Form kann ich mit den Smart Scopes leben. Ich leb ja auch mit Facebook, Google und so weiter und bei mir war noch keine Spezialeinheit vor der Tür (pssst „se eagle haz länded!“ … womit ich nicht leben wollte, dass Suchanfragen direkt und ungefiltert an Dritte weitergegeben wurden.

Über die richtige Verwendung des Begriffs „Anonymisierung“ kann man sich nun streiten – aber es ist auf jeden Fall ein guter Schritt, wie ich finde.

Was ich in diesem Zusammenhang witzig finde: Es wird kaum kommuniziert. Aber kein Wunder, ist ja auch kein Skandal und daher uninteressant. Hätte man es also gleich „richtig“ gemacht, hätte es keine schlechte Presse gegeben und man müsste sich nicht oder weniger mit dem Prädikat „Spyware“ rumplagen. Wäre es gleich so gelaufen, wäre es unter dem Schirm „angenehme, aber abschaltbare Zusatz-Dienste“ gelandet.

Naja, nachher ist man immer schlauer …

Was sind Smart Scopes?

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