Ich wollte eigentlich nicht, aber man kommt auch irgendwie nicht darum rum – die AdBlock-Diskussion

23 Mai 2013 23 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Ich wollte mich eigentlich nicht in diese Diskussion einmischen, weil sie mich eigentlich nur nervt. Allerdings fehlt mir komplett eine Sichtweise: Leute, die mit Ihrem Blog zumindest teilweise finanzieren möchten. Ich habe diesen Beitrag zum Großteil auch schon bei do-s.de und picomol.de gepostet. Da diese Beiträge schon ein wenig älter sind, hier noch einmal mein Senf auf meiner eigenen Seite – plus einige weitere Gesichtspunkte.

Ebenso möchte ich eine Aussage von Didi relativieren (auf do-s.de), dass es durch die Kooperation mit monster.de auch anders geht. Das ist bedingt richtig, aber auch keine Lösung.

Sehen wir uns einfach mal ein paar Fakten und Zahlen an:

Der Vertrag mit monster.de ist, wie sich die meisten denken können, klickbasiert und damit kann ich nicht einmal meine Providerkosten decken (bitte nicht wild darauf rumklicken, sonst gibt das auch wieder Ärger). Mein Hosting-Paket kostet unter 20 Euro – ich habe ein etwas besseres, da hier auch noch andere Sachen drauf laufen – aber irrelevant. Ich spreche hier vom April 2013, in dem meine Seite über 100.000 PIs hat und mir 80.000 Besucher beschert hat.

Ich werde dann auch immer wieder gefragt, warum man sich nicht über Spenden finanziert. Wäre eine schöne Möglichkeit und ich wäre der erste, der dann die Werbung sofort abschalten würde.

Via Flattr ernte ich 3-5 Euro im Monat und PayPal könnte man auf einen Schnitt von 5 Euro im Monat heben. Manchmal sind es 15, in manchen Monaten gar nichts. Ok, sagen wir 7.50 Euro. Und ich bin dankbar für diese kleinen “Danke Schön!”-Aufmerksamkeiten.

Durch das Schreiben der ganzen News, Distributions-Reviews und eigenen Artikel dürfte ich so 4-6 Stunden pro Tag (oftmals 7 Tage die Woche, wer mein Blog liest weiß, dass auch immer Samstag und Sonntag Beiträge kamen) in meinen Blog investiert haben und die 100.000 zu knacken war ein tolles Gefühl. Also gehen wir mal von 150 Stunden im Monat aus und dann teilt mal den Aufwand durch die oben genannten Zahlen.

Wer nun glaubt, ich bin auf der Seite der Werbetreibenden, der irrt sich aber. Allerdings gibt es eigentlich keine Alternativen.

Ich kann jeden Blogbetreiber verstehen, der seine Seele an die so genannten SEOs verkauft. Das sind die lustigen “Wir hätten da einen Vorschlag für Sie”-Menschen. Das ist genau genommen versteckte Werbung, weil es sich um bezahlte Links handelt, die aber so nicht erkennbar sind, weil man sonst von Google abgestraft wird. Diese so genannten SEO-Experten lassen sich aber auch nicht auf NoFollow-Links ein, weil sie ja das Ranking und die Sichtbarkeit des Werbetreibenden verbessern wollen. NoFollow würde keine Abstrafung von Google nach sich ziehen. Ich akzeptiere solche Dinge grundsätzlich nicht, weil ich damit meine Besucher regelrecht verarschen würde. Ich gebe etwas zum Besten, das ich weder teste noch gut heiße, nur um ein paar Euro zu verdienen und riskiere dabei noch eine massive Abstrafung seitens Google. Also für mich keine Alternative, denn jedes Mal, wenn man diesen SEOs mit „Nur NoFollow und als gesponserter Post gekennzeichnet“ antwortet, hört man von denen nie wieder.

Was habe ich also sonst für Möglichkeiten? Nicht mehr viele.

Somit könnte ich mein Blog aus reinem Spaß an der Freude betreiben, kann aber dann die Artikel-Frequenz nicht auf einem Niveau halten, das mich die bereits oben genannte Zeit kostet.

Dabei hat man es als einzelner Blogger sowieso schon schwer genug, da einem die großen Seiten einfach von Seite 1 wegSEOn – auch wenn man das nicht glauben mag, aber die haben Teams im Rücken, die Artikel genau auf Keyworddichte optimieren, um eben möglichst weit bei Google vorne zu landen. Das ist völlig legitim und ich weiß durch meine Arbeiten für Redaktionen, dass das so gemacht wird. Natürlich hätte ich auch die Chance das zu machen. Aber das würde zur Schreibarbeit noch SEO-Recherche und so weiter bedeuten, wodurch man für jeden Artikel schon noch mal 30 Minuten rechnen kann. Bei News ist das egal, ich spreche von längeren Beiträgen. Die Zeit habe ich einfach nicht, weil dann die Beiträge darunter leiden würden.

Somit wird der Tag plötzlich ganz schön knapp und ich hab dabei nicht mal einen Euro verdient – wenn nicht die eingeblendete Werbung wäre. Aber auch damit wird man nicht reich, das kann ich Euch versprechen.

Deswegen bin ich derzeit auch ein bisschen frustriert und desillusioniert. So schön die Open-Source-Welt auch ist, so knallhart ist die Realität, dass man sich nur mit Dingen über Wasser halten kann, die man eigentlich selbst hasst.

Ich habe mit zumindest noch als Selbstauflage geschaffen, dass keine Werbung den Lesefluss hindern soll und zwischen Überschrift und Ende der Beiträge keine Werbung kommt. Ich versuche auch so viel wie möglich, Layer-Werbung von der Seite fern zu halten. Wenn einer auf meine Seite klickt, bekommt er den reinen Inhalt eigentlich komplett werbefrei, da sich die nervenden Komponenten nur oben, unten und in der Sidebar befinden.

Ich will aber nicht die Werbeindustrie verteidigen, denn sie sind wegen der Datensammelei und den Dumping-Preisen bei der Online-Werbung Teile oder Verursacher des Problems. Denen ist es ja auch egal, weil hier macht es die Masse – denen ist es scheißegal, ob sie auf einer Seite 1000 mal einblenden oder auf 100 Seiten 10 mal. Die verdienen genau das selbe. Die Blogger (bis auf sehr wenige und die sind schon lange lange im Geschäft) dürfen das Fuck-Up ausbaden und eigentlich kann es sich auch keiner leisten, mehrere Jahre Zeit zu investieren, bis sich ein Blog eventuell auszahlen könnte. Ich konnte das nur machen, da ich in Ägypten wohne, sehr viel geringere Ausgaben als in Deutschland habe und dabei noch Einkommen wegen diverser anderer Projekte hatte. Aber meinen Traum, eines Tages von meinem Blog leben zu können, habe ich erst mal komplett auf Eis gelegt. Das ist auch ein Grund, warm ich derzeit absolute Sparflamme fahre und meine Zeit einem anderen Projekt widme, die mich ordentlich dafür bezahlen. Klar würde mir mein eigenes Blog mehr Spaß machen, aber irgendwann muss man auch einsehen, wenn es nicht so geht, wie man sich das erträumt hat.

Das nächste Dilemma ist, dass man durch Unabhängigkeit und Ehrlichkeit einen sehr bitteren Preis bezahlt. Viele Firmen wollen gar nicht werben oder sponsern, wenn sie riskieren, dass man auch mal Tacheles redet und ihre Produkte gnadenlos in den Dreck zieht – wenn es denn angemessen ist. Ich will hier nicht Bestechung schreien, aber man sägt nicht an dem Ast auf dem man sitzt. Neutralität ist oftmals ein sehr dehnbarer Begriff – glaubt mir das. Ich habe mich aus Spaß mal auf einen Software-Test eingelassen und mir wurde dafür eine freie Lizenz versprochen (die ich mittlerweile schon gelöscht habe). Ich sagte denen noch, dass ich gnadenlos ehrlich sein werde und sie meinten, das wäre auch in Ihrem Sinne. Die Software war so ein Rotz und das haben ich auch geschrieben – von der Marketing-Firma, die im Auftrag des Softwareherstellers gehandelt haben hörte ich nie wieder was.

Ich kann es keinem verdenken, der einen Werbeblocker einsetzt. Ich blocke selbst auch und schalte nur bestimmte Seiten frei. Eine zeitlang versuchte ich es komplett ohne Blocker, aber einige Seiten ziehen einfach Deinen Rechner komplett runter. Da wird es mir wirklich selbst zu blöd und auch diese Seiten muss man anprangern, die ganze Geschichte in Verruf gebracht zu haben. Würde jeder einen normalen Menschenverstand einsetzen, wäre allen damit geholfen. Aber so etwas hat ja noch nie funktioniert.

Wütend wird man allerdings, wenn man sich richtig anfeinden lassen darf und fast schon beschimpft wird, warum man darauf verweist, dass man mit Anschalten der Werbung der Seite hilft. Man könnte doch viel besser mit Spenden auskommen und so weiter – und nach diesem Kommentar kommt eine Woche lang weder etwas reingeflattrt und PayPal ist auch still. Also der größte Schreihals in Sachen Spenden ist mit absolut genialem Beispiel vorangegangen. Man muss sich auch noch rechtfertigen, wenn man um etwas Taschengeld für den ganzen Aufwand sucht und wird, obwohl alle Inhalte komplett frei sind, auch noch als Bösewicht hingestellt. Es fällt einem schwer, ruhig zu bleiben.

Ah, dann war da noch die VG-Wort, die auch etwas einbringt – will man ja nicht unterschlagen. Sollte ein Artikel, der nicht zu kurz ist, gut laufen (mindestens 1800 Klicks pro Jahr), gibt es 10 Euro – bei 3000 Klicks 15 Euro. Damit solche Artikel es aber überhaupt in die Ausschüttung schaffen, bist Du schon gut mit Recherche und Schreiben dabei. Da ist dann der Stundenlohn schon mal bei 3-5 Euro – vorausgesetzt der Artikel schafft die Quote und das Geld bekommt man bis zu 17 Monate später.

Wundert sich jetzt noch jemand, warum die Qualität in einigen Online-Magazinen stetig abnimmt? Auch wenn es frei im Internet ist, heißt das nicht, dass teilweise erheblicher Zeitaufwand mit den Beiträgen verbunden ist.

Kann man es irgendwem verdenken, der einen AdBlocker einsetzt? Nein, zumindest ich nicht. Die Ad-Betreiber müssten einfach auch auf die Anwender eingehen und aufhören, Daten zu sammeln. Oder es muss eine komplett andere Lösung her – wobei mir da gerade auch nichts Schlaues einfällt. Erschwerend kommt noch hinzu, dass viele Menschen von Bandbreitenbeschränkung geknechtet werden. Und die Telekom, aka Drosselkom, macht das Installieren von AdBlockern noch attraktiver. Wer kann es da Internet-Nutzern verdenken, dass sie einen AdBlocker einsetzen? Ich nicht …

Allerdings machen es sich die Jungs von AdBlock Plus auch ein wenig zu einfach, beziehungsweise bestrafen sie meiner Meinung nach die falschen Leute. Sich nun zu brüsten, man hätte durch die Aktion den großen Magazinen eins ausgewischt ist ja ganz nett, aber sie erwischen damit zwangsläufig auch jeden kleinen Blogger, der sich sowieso schwer genug tut – aus oben erwähnten Gründen. Weiterhin machen die es sich mit den Regeln zu “akzeptabler Werbung” recht einfach. Das würde von mir als Einzelkämpfer verlangen, dass ich jede Werbung vorher unter die Lupe nehme, die auf meine Seite kommt. Ich kämpfe schon damit, Flash-Layer und so Zeugs fern zu halten. Das ist einfach nicht realistisch. Die Leser machen es dann mit “IIiiiih, Flash, mach das weg” oder “da ist aber ne ganz hässliche Werbung, ich glaub ich schalte meinen AdBlocker wieder ein” aber auch nicht besser und das ist nicht sehr ermutigend. Ich bin ja bereit, nach obernerviger Werbung zu suchen – aber meine Kristallkugel ist in Reparatur und woher soll ich aus solchen Aussagen wissen, welche Werbung gemeint ist? Was mich wieder zum Anfang dieses Absatzes bringt – ich kann nicht jede Werbung überprüfen. Aber die Kreuzritter des Internets sind fein raus, weil sie ja schließlich Gutes tun und wir Content-Erschaffer die Bösen sind.

Nun könnte man noch das Thema des Blogs wechseln und nur über Dinge schreiben, die gerade total “hipp” sind und einfach wesentlich höhere Nutzerzahlen haben – also weg von der Nische Linux. Aber dann kann ich es gleich bleiben lassen, weil ich erstens damit nicht arbeite und ich mich zweitens damit nicht identifizieren kann. Die Ehrlichkeit des Blogs wäre also beim Teufel und es ist auch nur Flickschusterei und löst das eigentliche Dilemma nicht.

Ich habe sowieso schon auf eigene Hosting-Lösungen umgestellt, wo möglich. Kein Google Analytics mehr – nun Piwik. Facebook-Like-Box weg, Social Media Buttons hinter einem 2-Klick-System (obwohl jeder Klick mehr Sichtbarkeit für das Blog bedeuten würde) und so weiter. Alleine wegen Piwik brauche ich schon ein größeres Hosting-Paket – aber das finanziert ja zum Glück monster.de, Flattr und PayPal :/ …

Ich persönlich befinde mich derzeit in einer Denkphase und werde mir auch die Zeit nehmen, die entsprechenden Konsequenzen aus dem derzeitigen Zustand zu überdenken. In welche Richtung das geht, weiß ich noch nicht genau. Auf jeden Fall ist der momentane Zustand keine dauerhafte Option – ein Lottogewinn, der wäre es – oder sagen wir so, wenn ich meine Zukunft finanziell nicht absichern müsste, würde ich mich ganz der Community widmen. Aber als Freelancer muss ich mich darum selbst kümmern und der Realität in die Augen schauen. Wie immer meine Entscheidung bezüglich meines Blogs ausfallen wird – ich habe es zumindest versucht – hier kann ich mir schon mal nichts vorwerfen … ;)

Flattr ...

Flattr …



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23 Kommentare zu “Ich wollte eigentlich nicht, aber man kommt auch irgendwie nicht darum rum – die AdBlock-Diskussion”

  1. Jan sagt:

    Moin,
    also da ich als (wieder) Schüler leider auch nicht das große Geld über habe, ist es mir leider auch nicht möglich mehr als ab und an mal zu Flattrn. Auch wenn ich solche Projekte wie dieses gerne mehr unterstützen würde. Grade Blogs die von wenige Leuten geführt werden und deren Themen nicht die breite Masse ansprechen scheinen da große Probleme zu haben. Ich frage mich ob es schwierig ist einen Sponsor zu finden, welcher darauf eventuell auch noch was haben könnte. Beispielsweise ein IT Systemhaus. Eine "objektive" Bewertung von Produkten und Software auf welche diese immer verweisen könnten. Da hätten man weniger das Problem ehrlich zu testen ohne das man selbst wieder Angst haben müsste, dass man negative Konsequenzen daraus zieht. Aber vielleicht habe ich da zu viel Grün hinter den Ohren :D

    • jdo sagt:

      Oh, "Sponsoren" würde man genug finden - das würde sich derzeit allerdings wieder auf die bezahlten Links hinauslaufen, die dann nicht als solche gekennzeichnet werden sollen/dürfen. Selbst die bezahlten Link-Portale dumpen die Preise - ich bin da bei einigen angemeldet, weil es mich interessiert. Annehmen tue ich die Angebote nicht, da 99,9% einen "Follow"-Link haben wollen. Dazu kommt noch, dass sich dann 200 Blogger um ein Budget von 150 Euro prügeln. Auch hier ist es wieder so - denen ist das egal, ob ein Blog die 150 Euro bekommt oder eben 30 Blogs 5 Euro - die verdienen das selbe.

  2. nik22 sagt:

    Ich finde es schade, dass Werbung als Finanzierungsmöglichkeit so etabliert ist. Letztendlich muss sie mir ja irgendwo auch das Geld aus den Taschen ziehen, sonst würde das Konzept nicht funktionieren. Und dabei ist sie schrecklich aufdringlich und manipulativ. Aber leider auch die die einzige Möglichkeit den Leser zu "zwingen" dem Blogger etwas zu "zahlen". Die große Masse ist allerdings nicht bereit für soetwas - mit Geld - zu zahlen. Die bräuchte man aber, da würden auch kleinere Beträge ausreichen, schließlich bringt der einzele Nutzer dem Blogger durch Werbubg auch keine sonderlich großen Summen ein - die Summe macht's.
    Es ist eben unüblich für Blogartikel zu bezahlen - im Gegensatz zu Zeitschriften und vielem anderen. Und so bleibt als Finanzierungsmöglichkeit nur die Werbung, auch wenn dieser indirekte Weg für den Nutzer wohl unangenehmer ist.

  3. Simon sagt:

    Ich finde es sehr interessant, dass du deine "Spenden-Einnahmen" durch PayPal und flattr offenlegst, und zugleich erschüttert, wie wenig es ist. Ich hatte wirklich keine Vorstellung davon, wie wenig es offenbar ist. Ich hatte eher 100€ o.ä. monatlich erwartet, eigentlich aber noch deutlich mehr.
    Ich habe den Eindruck, dass sehr viele Menschen von einer derartigen Finanzierungsform schwärmen (auch ich gehöre dazu), aber wirklich bereit etwas zu zahlen scheinen dann wohl doch nur die wenigsten zu sein... sehr traurig.
    Allein schon an der Artikelanzahl merkt man, wieviel Arbeit darin steckt. Gerade im Linux-Themengebiet ist der Blog hier für mich eine Instanz und kann durchaus mit kommerziellen, redaktionellen Angeboten mithalten (auf jeden Fall inhaltlich). Man möge sich stets vor Augen halten, was derartige Informationen im Zeitschriftenhandel kosten würden.

    • jdo sagt:

      Ich hab mal einen Screenshot von Flattr mit angehängt, die listen das so schön auf - sonst wirft mir noch jemand vor, ich würde Märchen erzählen.

  4. Henrikx sagt:

    ADblock auf deiner Seite ausschalten reicht allerdings nicht. Request Policy meldet 12 Tracker. :( Da muss man sich erst mal durch arbeiten um adscale.de frei zu geben.
    Den Hinweis zu adscale solltest du vielleicht noch in deinem Artikel unterbringen.

    • jdo sagt:

      Ich wollte auch keine Anleitung schreiben, wie man nun den AdBlocker deaktiviert. Das Problem betrifft ja nicht nur meine Seite - das ganze System ist falsch, aber wie soll man es ändern?

  5. Mark sagt:

    Ich habe eine Frage zu:
    "Ich spreche hier vom April 2013, in dem meine Seite über 100.000 PIs hat und mir 80.000 beschert hat."
    Heisst das, Du hast allein im April 80.000€ verdient oder meint das 80.000 was anderes? Das klingt schwer zu glauben, aber wenn dem so wäre, würde es nicht reichen, einen Monat im Jahr das Blog mit Werbung zu versehen?

    • jdo sagt:

      80.000 Besucher :) ... ich sollte das ändern ... 80.000 Euro, ja, das wäre schön ... ich würde wohl auch kaum überlegen, wie ich künftig mit dem Blog weitermache, wenn mir die Seite 80.000 Euro im Monat einbrächte. Wer so viel Glück hat, der würde schön seine Klappe halten und sich ins Fäustchen lachen ...

  6. Georg sagt:

    Irgendwie animiert mich dieser Beitrag dazu, mir ganz schnell ein FlattR-Konto anzulegen und zu flattrn (schreibt man das so?) :D

    Was ich nicht verstehe, zu Anfangszeiten des Internet lebten Yahoo, Google & Co. noch von weit weniger Werbung. Später gab es dann hauptsächlich Widgets ohne viel Geblinke, Adsense-Textblöcke etc. Stört alles eigentlich ziemlich wenig. Aber manche Leute mussten ja Popups mit zweifelhaftem Inhalt in ihre Seiten einbauen, und es wurden immer mehr...

    Wäre die Lösung nicht, ein Werbeangebot mit Pay-per-View-Bezahlung anzunehmen? Denn eigentlich lade ich doch auch mit Adblock den Javascript runter, oder? Es ist nur ein optischer Block...

    • jdo sagt:

      Ich nehme sowieso nur Werbeanzeigen an (auf die ich irgendwie selbst Einfluss habe), die pro 1000 Einblendungen gebucht werden - also auch anteilig. Melde Dich zum Spaß mal bei adscale.de an und schau Dir die Preise an: 1000 Einblendungen bei einem Banner von 300x250 -> unter 50 Cent!

      Ich sag ja, dass das Problem auch die Werbetreibenden sind. Denen ist das wurst, ob Sie auch einer gut besuchten Seite 1000x einblenden oder auf 100 weniger gut besuchten Webseite je 10x. Die verdienen genau das gleiche ...

  7. Didi sagt:

    Anfragen von irgendwelchen Werbetreibenden hatte ich auch schon. Ich habe mich damit aber gar nicht weiter beschäftigt. Die sind alle in der Ablage "P" gelandet. Ich benötige ich keine Werbung. Schön, dass meine Auffassung nun bestätigt wurde. Es blieben ja doch nur Peanuts.
    Da aber eh kein Ende der Misere von keiner Seite auf freiwilliger Basis absehbar ist, sollte vielleicht der Gesetzgeber einschreiten, so wie er dies bei Werbung in anderen Medien auch tut (siehe etwa Werbeblöcke in Radio und TV, Lautstärkenbegrenzung). Ich sehe ein, dass dies im internationalen Web erheblich schwieriger sein dürfte.

    • jdo sagt:

      Die bezahlten Artikel oder sagen wir besser Links wären gar nicht so schlecht. Die würden bis zu 130 Euro pro Artikel bezahlen. Aber so versteckte Werbung finde ich noch schlimmer als die Banner, weil es suggeriert, dass der Blog-Betreiber hinter dem Thema oder dem Produkt steht. Und wie gesagt: NoFollow akzeptieren die nicht, Follow und Kennzeichnung ist zu gefährlich. Dabei würden wahrscheinlich sich viele Blogger bei NoFollow und Kennzeichnung mit deutlich weniger Geld zufrieden geben und man würde gleichzeitig das Vertrauen nicht aufs Spiel setzen. Es wäre ein gesunder Mittelweg, aber darauf lassen sich die Link-Verkäufer leider nicht ein. Es scheinen zu viele Webseitenbetreiber darauf einzugehen. Würden alle nein sagen, hätte man denen das Wasser abgegraben und man könnte sie wahrscheinlich zu Gesprächen an einen runden Tisch holen. Dass das fernab der Realität ist, ist mir aber auch klar.

      • Didi sagt:

        Hm...€ 130,-/Artikel? Verdammt, ich habe den Papierkorb geleert ;)

        • jdo sagt:

          Wenn Du Deine Seele unbedingt verkaufen willst - such einfach nach SEO-.de/.com/.net ... das scheint richtig zu boomen ...

          • Didi sagt:

            Als Jurist habe ich meine Seele bereits dem Teufel verkauft und übereignet. Natürlich könnte ich sie ein weiteres Mal verkaufen, würde mich dann aber wegen Nichterfüllung schadensersatzpflichtig machen. Das wäre unwirtschaftlich. Insgesamt ein gut gemeinter Vorschlag, den ich aber aus vorbezeichneten Gründen ablehnen muss.

  8. schade sagt:

    schade man kann nicht mit tor einen beitrag posten, dann musst du auf meinen kommentar verzuchten

    • jdo sagt:

      Du kannst es mir gerne auch als Email schicken ... wobei ich mich gerade frage, warum das mit Tor nicht gehen sollte ...

  9. Kero sagt:

    soviel Text...incredible. Die Zeit hättest Du gut für was sinnvolles nutzen können ;-)

  10. blablaler sagt:

    @jürgen (jdo)
    du solltest dich mal entscheiden was du willst. und auf was du dich konzentrieren willst.

    das eine neue version eines programms oder eine neue linux version erschienen ist kann ich auch bei heise, golem und pro-linux lesen. meine liebsten programme und betriebssysteme hab ich eh abboniert. entweder mit rss oder announce maillingliste.

    was wirklich interessant ist sind kleine wissenshäppchen vllt zu gimp etc. oder ganze howtos. aber ich muss nicht lesen das google jetzt ganz böse ist. das bringt keinem was und es weiss jeder schon.

    versteh mich nicht falsch, ich find deinen blog gut aber nicht so überragend. ich find die blogs besser wo es einmal im monat einen beitrag gibt und der dann richtig gut ist. und davon dann bitte mehr blogs.
    warum muss eine/r immer alles schaffen?

    und bei ca. 100 abonnierten rss blogs nerven mich deine monster gedöns.
    ob du mit deinem blog geld verdienst oder nicht ist mir völlig wurscht.

    • jdo sagt:

      Ja, dann frage ich mich auch ganz ehrlich, warum Du meinen RSS-Feed überhaupt abonniert hast. Mir ist es dann nämlich auch völlig wurscht, ob Du Dich von meinen RSS-Feed belästigt fühlst - ich rate Dir einfach, diesen nicht mehr zu abonnieren, dann tust Du uns beiden einen Gefallen. Du wirst nicht mehr genervt und ich brauch so nen Scheiß nicht mehr zu kommentieren. Deal? Das ist mit Verlaub einer der dämlichsten Kommentare, den ich seit langem gelesen habe.

      • blablaler sagt:

        ne, kein deal. weil ja zwischendurch richtig gute artikel kommen.

        aber an deiner stelle würde ich mir schon die frage stellen ob du bei den großen mitspielen willst oder einfach artikel zu reduzieren.

        aber traurig das du meinen kommentar als scheiß abtust. sicherlich war der leicht überspitzt geschrieben aber schon im großen und ganzen das was ich meinte.

        • jdo sagt:

          Ich habe nicht Deinen Kommentar als Scheiß abgetan, sondern die Einstellung - zumindest wie ich es gelesen habe - "Deine Seite nervt mich, liegt irgendwo im Durchschnitt, aber ich würde am liebsten gerne eine Liste schreiben, damit der Inhalt genau auf meinen Bedarf zugeschnitten wird und dass Du viel Zeit investierst ist mir aber auch egal" - so hatte ich das aufgefasst. Und da nehme ich mir dann schon raus, darauf hinzuweisen, dass ich keinen gezwungen habe meinen RSS-Feed zu abonnieren.

          Die "Großen" bringen auch nur "große" Dinge, die möglicherweise gut klicken, sonst interessiert die das nicht. Ich finde aber auch, dass kleinere Projekte Aufmerksamkeit verdienen und bringe deswegen auch Sachen, die weniger im Fokus stehen.

          Mag sein, dass ich etwas überreizt reagiert habe, aber ich bin einfach zur Zeit etwas unter Stress und da wären mir aufmunternde Worte lieber. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert und ich kann mir die Kommentare genauso wenig aussuchen, wie Du die Artikel, die ich gerne schreiben würde. Aber Du kannst ja auch interessante Dinge schreiben - dann kannst Du aktiv an der Seite mitbasteln. Ich habe schon den ersten Gastbeitrag bekommen und bin gerade dabei, die Werbung für diese Gastbeiträge zu deaktivieren.

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