Jono Bacon entschuldigt sich bei Richard Stallman

10 Dezember 2012 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Ubuntu Logo 150x150Im Eifer des Gefechts gehen einem schon mal die Gäule durch und Jono Bacon findet, dass Richard Stallman eine Entschuldigung verdient. Die beiden hatte sich einen verbalen Schlagbtausch geleistet. Stallman hatte Ubuntu als Spyware bezeichnet und zum Boykott aufgerufen, Bacon fand das übertrieben und hat Stallman unter anderem als kindisch bezeichnet. Genau letzteres hätte sich Bacon laut eigenen Angaben verkneifen sollen.

Normalerweise würde er vor dem Publizieren von Beiträgen seine Worte sehr sorgfältig wählen. Manchmal sagt man aber Dinge, die man im Anschluss bereut. Er respektiere Richard Stallman sehr und auch seine unverblümte Art, sich für freie Software einzusetzen. Seine Position als kindisch zu bezeichnen sei falsch gewesen. Er sei ganz das Gegenteil von einem Kind. Bacon habe das eingesehen und möchte sich von ganzem herzen für diese Aussage entschuldigen.

Er stellt aber noch einmal klar, dass er findet, Ubutu als Spyware zu bezeichnen sei über das Ziel hinausgeschossen. Allerdings macht er auch einen kleinen Rückzieher. Seine Aufgabe sei es nicht, die Community von den Entscheidungen Canonicals bezüglich Ubuntu zu überzeugen. Sein Job sei es, die Community mit allen Informationen zu versorgen, damit diese sich dann eine eigene Meinung bilden kann (hat sie – Opt-In!!!!!).

Allerdings habe er auch nicht die Macht, solche Entscheidungen basierend auf Community-Feedback zu beeinflussen. Er sei nicht für technische Details oder was in Ubuntu einfließt zuständig. Stattdessen sammle er lediglich das Feedbak der Community und gibt diese dann an die entsprechenden Stellen weiter.

Auch wenn Ubuntus Obrigkeit anscheinend taub ist, gehört dennoch Größe dazu, einen Fehler einzugestehen und sich dafür zu entschuldigen.

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2 Kommentare zu “Jono Bacon entschuldigt sich bei Richard Stallman”

  1. tux. sagt:

    Ganz toll. "Ja, wir bescheißen euch, aber wir geben es wenigstens zu."

    • Didi sagt:

      Genau deshalb ist ja kein Beschiss: Dieser setzt immer ein Einwirken auf das Vorstellungsbild eines anderen mit einer dadurch verursachten Fehlvorstellung über Tatsachen voraus.

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