So stelle ich mir Apples Zukunft vor … oder was ein iSchaf ist!

11 Februar 2012 5 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Ungewollt an Glaubenskriegen teilnehmen zu müssen, wäre eigentlich belustigend – wenn es nicht die traurige Wahrheit wäre. Ich finde es faszinierend, dass es mehr und mehr Menschen gibt, die ihren Apfel mit Feuer und Schwert verteidigen. Dabei wissen gleichzeitig immer weniger, warum sie das eigentlich tun: “Hah! Ich hab nen Mac, damit wär mir XYZ nicht passiert!”

Wird diesen iLiegen Kriegern dann aber die Frage stellt: “Warum ist Mac besser als Windows oder Linux?”, bekommt man in der Regel viele Fragezeichen über dem Kopf, einen empörten Gesichtsausdruck und die patzige Anwtort: “Das ist von Apple!” … na dann fange ich aber auch an, mir Gedanken über Apples Zukunft zu machen. Wie könnte man sich das vostellen?

  1. In Apples EULA wird aufgenommen, dass der Anwender bedingungslos anerkennen muss, dass Steve Jobs nach 3 Tagen von den Toten auferstanden ist.
  2. Die Firmenstruktur bleibt gleich, aber die Namen der Hierarchie ändern sich natürlich. Der CEO wird zum iPapst, darunter kommen die iKardinäle, iBischöfe bis eben zum iSchaf, das Alles ohne weiteres Nachdenken nachmeckert.
  3. Wer nicht nach Apples Pfeiffe tanzt, wird einfach exkommuniziert – so wie Charlie Miller. Über Sicherheitlücken im iLigen Betriebssystem berichten und dann Apple auch noch vorführen! Da könnte er ja gleich “Jehova” rufen!

Und bevor mir nun die ernsthaften Macianer den Kopf abreißen, möchte ich zunächst definieren, was ein iSchaf ist. Ich finde Mac OS X ein sehr schönes Betriebssystem. Natürlich sind Apples Designs auch sexy. Allerdings geht mir die Firmen-Politik von Apple dermaßen auf den Zeiger. Genauso verhält es sich leider mit der Benutzerschaft, die sich Cupertino heranzüchtet.

Das iSchaf

Das iSchaf kauft sich aus reinen Prestige-Gründen ein Apple-Gerät. Da gibt es absolut keinen anderen Grund. Was das iSchaf mit dem Gerät macht, ließe sich auch mit jedem anderen Betriebssystem berwerkstelligen. Also ein Anwender mit Geld und keiner Ahnung. Für Apple könnte die Zielgruppe nicht besser sein. Ein zahlungswilliger Zombie, dem man einfach überteuerte Hardware und anderen Krempel mitverticken kann, weil er dann noch cooler ist.

Wie bereits erwähnt sage ich nicht, dass alle Mac-Anwender so sind. Aber es gibt eben immer weniger Leute, die eine Ahnung haben, was für ein Werkzeug ihnen eigentlich in die Hand gegeben wurde. Die alteingesessenen Mac-Anwender tun mir eher leid, von Apple immer schlechter behandelt und bevormundet zu werden. Ist die Zombie-Armee erst einmal große genug, braucht Apple die Leute eigentlich gar nicht mehr, die auch in schlechten Zeiten an ihrer Seite standen.



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5 Kommentare zu “So stelle ich mir Apples Zukunft vor … oder was ein iSchaf ist!”

  1. ulisch sagt:

    Es gibt dann auch noch die iSchafe, die sich zusätzlich zu ihren überteuerten Geräten und dem Zubehörscheiß auch noch extra Versicherungen und warranties aufschwätzen lassen, die natürlich nie greifen wenn das Zeug kaputt ist. Dann lassen sie die Dinger in den schicken Applestores für ein Schweinegeld reparieren und kaufen natürlich die neue warranty dazu.

  2. Tobias sagt:

    Also hier wird schon zeimlich hart ins gerich gegangen.
    Es ist schon war das man in macher hinsicht in vergleich zu anderen Linux bevormundet wird, jedoch für ein Betreibssystem das eine Firma Fabriziert nicht unbedingt etwas sonderbares. Denn jeder der sich einen Mac kauft weiß ja worauf er sich einläßt ist ja kein geheimnis.
    Zur Preis, Leistung finde ich jetzt nicht so schlecht.
    Aber gut das ganze ist teilweise eine doch Subjetives empfinden und jeder muß sich seine Meinung selbst bilden.
    Aber meiner Meinung nach ist das ein gerät das man für etwas bessere Benutzer Lange Jahre betreiben kann und das ohne größere Schwierigkeinen leuft!
    Jedoch muß ich sagen das die öffentliche Aufstellung des Unternehmens teilweise nicht so super ist, die Firmenpolitik ist auch nicht einwandfrei.
    Finde den Vergleich mit einer religiose Sekte aber nicht schlecht und manchmal auch mehr als wahr!

  3. Robert sagt:

    Die Idee ist nett, auch ich bin längst nicht mehr zufrieden mit Apple. Allerdings gab es durchaus einmal eine Zeit, vermutlich war der Verfasser dieser Tirade da noch gar nicht geboren, da gab es berechtigte Gründe sich für Mac OS X zu entscheiden. Im Vergleich zu Windows lief ein Apple Rechner stabil. Man konnte die Zeit mit effizienter Arbeit verbringen, lag nicht ständig unter dem Schreibtisch um am Rechner zu basteln, so wie unter Windows.

    Ja, man konnte sogar mehrere Anwendungen gleichzeitig starten, eine absolute Innovation für Windows Geplagte.

    Inzwischen hat sich das Blatt lange gewendet. Spätestens seit Mavericks und iOS 7 , vermutlich auch schon früher, ist Apple bloss noch Müll. Die Abstürze häufen sich, auch parallel lfde Anwendungen wie in den frühen Tagen des Systems sind längst nicht mehr möglich.

    Safari, iTunes, Mail... Die Anwendungen werden von Update zu Update fürchterlicher. Ungeklärte Abstürze. Der Beachball vor Jahren noch ein Gerücht, ist heute leider trauriger Alltag.

    Leider hat die Kommerzialisierung von Apple den Produkten eher geschadet. durfte sich der Apple Fanboy vergangener Tage zumindest noch eines ausgezeichneten Services gewiss sein, ist er heute für die Cupertiner bloss noch eine Melkkuh.

    • jdo sagt:

      Doch, war geboren - aber Apple weit aus Geldbeutel-Reichweite.

      Und zur Information: ich hatte eine erste Intel-Generation eines MacBook Pros - damals mit Tiger und war damit echt zufrieden. Weiterhin nenne ich noch einen Mac Mini (Dual Core - auch schon älter) mein eigen, auf dem Linux hervorragend läuft. Seitdem Apple aber angefangen hat zu spinnen (nach Snow Leopard), kauf ich nichts mehr von denen - obwohl mir die Designs nach wie vor sehr gut gefallen.

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