Raspberry Pi: PIXEL Desktop nun für PC und Mac verfügbar

21 Dezember 2016 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Die Raspberry Pi Foundation hat angekündigt, dass der PIXEL Desktop nun auch für PC und Mac (Hardware) verfügbar ist. Die Vision war immer, einen kompletten Desktop Computer für unter 40 Euro anbieten zu können. Deswegen wurden auch viele Ressourcen in einen eigenen Software Stack investiert und unterm Strich ist der neue Desktop für den Raspberry Pi herausgekommen. Die meisten Pi-Besitzer kennen die neueste Oberfläche. Mir gefällt die sehr gut. Sie ist reaktionsfreudig und mach aus einem Raspberry Pi 3 tatsächlich einen kleinen Desktop.

PIXEL für Raspbian und den Raspberry Pi

Mit PIXEL wollten die Entwickler eine einfach zu benutzende, moderne und Ressourcen-schonende Desktop-Umgebung erschaffen. Das ist ihnen auch gelungen. Chromium mit Flash läuft darunter, PIXEL setzt auf Debian auf und es gibt sehr sehr viele Software-Pakete.

PIXEL Desktop für Raspbian (Quelle: raspberrypi.org)

PIXEL Desktop für Raspbian (Quelle: raspberrypi.org)

Nun hat die Raspberry Pi Foundation einen Schritt weiter gedacht und wollte PIXEL auch Anwendern zur Verfügung stellen, die nicht zwingend einen Raspberry Pi einsetzen. Genauer genommen gibt es so viel Hardware (ältere, aber noch gute), auf denen Debian absolut super läuft. Die Entwickler von PIXEL haben nun ein kleines Weihnachtsgeschenk für Besitzer solcher Hardware.

PIXEL für x86 installieren

Im Prinzip musst Du nur das Abbild herunterladen (Debian GNU/Linux Jessie für x86) und das Abbild mit Etcher oder einer anderen Methode auf einen USB-Stick schreiben. Danach kannst Du Deinen PC von diesem USB-Stick booten. Wer die aktuelle Ausgabe des englischsprachigen Magazins MagPi kaufen kann, der bekommt eine bootfähige DVD mit Jessie x86 und PIXEL. Die meisten Anwender in Deutschland werden diese Option aber nicht haben.

In der offiziellen Ankündigung geben die Entwickler an, dass Debian i386 mit PIXEL sogar auf einem ThinkPad X40 läuft. Ältere Rechner sollten aber mindestens mit 512 MByte Arbeitsspeicher / RAM ausgestattet sein.

Die Entwickler geben als Beispiel an, dass auf den PCs einer Schule der neue Desktop laufen kann. Schüler können Projekte mit nach Hause nehmen und diese auf dem Raspberry Pi weiter betreiben, entwickeln oder was auch immer.

Selbstverständlich ist es möglich, das Abbild in einer virtuellen Maschine wie zum Beispiel VirtualBox zu betreiben. Damit kannst Du auch testen.

Persistenz

Wer den Desktop von einem USB Stick startet, der darf sich über Persistenz freuen. Das System nimmt den freien Speicherplatz und somit lassen sich Dateien zwischen zwei Sitzungen speichern. Es wird dafür eine spezielle Partition angelegt. Das Boot-Menü stellt die Optionen, mit oder ohne Persistenz zu booten. Außerdem gibt es die Möglichkeit, die entsprechende Partition löschen zu können. Wenn Du das machst, hast Du im Prinzip wieder eine saubere Neuinstallation. Wer von DVD startet, kann diese Funktion natürlich nicht nutzen.

Mit oder ohne Persistenz? (Quelle: raspberrypi.org)

Mit oder ohne Persistenz? (Quelle: raspberrypi.org)

Hinweis

Auf einigen modernen Macs wird das Medium nicht als bootfähig erkannt. Es soll in absehbarer Zukunft ein Update ausgegeben werden, das sich dieses Problems annimmt.

Nette Pi-Konstellation

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