OpenMandriva Lx 2014.2 „Scion“ ist verfügbar

30 Juni 2015 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

In der offiziellen Ankündigung zu OpenMandriva Lx 2014.2 Scion (Nachkomme, Ableger) ist zu lesen, dass Mandrake-Gründer (später Mandriva) Gaël Duval kürzlich gesagt hat:

Ich habe viele Kommentare auf Twitter über den Verlust von Mandriva gelesen. Dabei sei ihm bewusst geworden, dass scheinbar nur wenige wüssten, dass die Firma schon seit einigen Jahren keine Linux-Distribution an sich mehr produzierte. Die Mandriva Linux Distribution ist OpenMandriva.

Der geistige Nachfolger steht also schon länger fest und es gibt auch sehr gute Forks, die jeder aus der Szene kennt. Das sind Mageia, das aus einem Streit mit der Mandriva-Führung entstand und auch PCLinuxOS ist ein Mandriva-Abkömmling.

OpenMandriva Scion (2014.2)

OpenMandriva Scion (2014.2) ist verglichen mit OpenMandriva Lx 2014.1 ein großes Update und man darf sich bei dem Namen wohl fragen, ob die Entwickler wissen, in welchem Jahr wir uns befinden … aber Nummern sind Schall und Rauch … 🙂

OpenMandriva Lx 2014.2 Scion (Quelle: openmandriva.org)

OpenMandriva Lx 2014.2 Scion (Quelle: openmandriva.org)

Ab dieser Version kannst Du den Installer, das Live-System oder eine DVD auf jedem Rechner mit einem EFI oder BIOS starten. Kurz gesagt, es gibt EFI-Unterstützung. Sollte es einen Rechner geben, auf dem das nicht funktioniert, möchte man die Entwickler davon in Kenntnis setzen.

Die Begrüßungs-Anwendung von OpenMandriva wurde verbessert. Sie gibt eine Einführung zu OpenMandriva Lx und demonstriert einige der vorhandenen Funktionen.

Der komplette Multimedia Stack wurde eigenen Angaben zufolge aktualisiert. Viele Pakete haben die Entwickler auf den neuesten Stand gebracht.

Als grafische Herzstücke dienen Xorg 1.15.2 und Mesa 10.4.7. Diese Versionen haben sich als sehr stabil herausgestellt. Weiterhin gibt es einen Compose Cache, der die Startzeiten von Anwendungen beschleunigen und den Speicherverbrauch verringern soll. Man empfiehlt, den Composite Manager in KDE von XRender auf OpenGL umzustellen. Damit hätte die Transparenz einen vernünftigen Verschwommen-Effekt.

Als Kernel setzt man auf 3.18.16 NRJQL. Es handelt sich dabei um eine Variante des Kernels 3.18.16, die speziell hinsichtlich Performance frü den Desktop, Reaktionszeit und Echtzeit-Leistungsmerkmalen optimiert wurde.

Als Desktop-Umgebung setzt man auf KDE 4.14.3. Der Standard-Starter ist Homerun Kicker und man kann sich zwischen einem herkömmlichen Menü und einer Vollbildauswahl entscheiden.

In Sachen Anwender-Software befinden sich unter anderem LibreOffice 4.4.3 und Firefox 38 an Bord. Der Java Stack wurde überarbeitet und Eclipse Kepler steht zur Verfügung. Bei Eclipse gab es unter OpenMandriva 2014.1 Probleme. Ebenso wurde die Unterstützung für Drucken durch das Implementieren der neuesten Treiber verbessert. Das gelte vor allen Dingen für Drucker von HP.

Upgrade auf OpenMandriva Lx 2014.2 „Scion“

Weitere Informationen zur enthaltenen Software und wie man aktualisieren kann, findest Du in den Veröffentlichungs-Hinweisen.

OpenMandriva Lx 2014.2 setzt mindestens ein GByte an Arbeitsspeicher und zehn GByte an FEstplattenplatz voraus. Wer Compositing einigermaßen vernünftig nutzen möchte, braucht auch eine angemessene Grafikkarte mit 3D-Beschleunigung.

Für die Live-Version brauchst Du mindestens 1,5 GByte RAM, wobei die Entwickler zwei GByte empfehlen.

Download OpenMandriva Lx 2014.2

Die Linux-Distribution gibt es für die Architekturen i586 und x86_64. ARM-Varianten stehen für diese Version nicht zur Verfügung.

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Ein Kommentar zu “OpenMandriva Lx 2014.2 „Scion“ ist verfügbar”

  1. Matthias sagt:

    Ich bin in der Mailing Liste und dort meinen sie, das es 2014.02 heißt, weil es eigentlich nur ein Update für 2014.01 ist - und 2015 "bald" kommt.

    Sinn macht das natürlich noch immer nicht, in dem Zusammenhang.

    Ich möchte hiermit auf ROSA hinweisen, welches sich bei mir persönlich ganz eindeutig als das stabilste aller Mandriva Nachfolgeprojekte herausstellt - auch das Magazin Linux User (und viele andere) kommen zu diesem Ergebnis:

    http://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Print-Artikel/LinuxUser/2015/04/Frisch-auf-den-Tisch

    Es gibt davon übrigens auch eine Enterprise Variante, welche auf eine kurze E Mail hin zur Verfügung gestellt wird: http://wiki.rosalab.ru/en/index.php/ROSA_Enterprise_Desktop_X2

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