VoIP-Software Skype für Linux 4.3 ist verfügbar

19 Juni 2014 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Microsoft hat Skype für Linux ein Update auf Version 4.3 spendiert. Die Software bringt neue Funktionen mit sich und die Bediener-Oberfläche, neudeutsch UI, wurde ebenfalls überarbeitet.

Mit Version 4.3.0.37 ist die direkte Alsa-Unterstützung Geschichte, dafür setzt die VoIP-Software vollständig auf PulseAudio. Dabei wird PulseAudio 4.0 oder höher für Skype für Linux empfohlen.

Und bevor das Geschrei losgeht: „WAS?! Proprietäre Software – von Microsoft?!“ – ich will mit diversen Leuten in Kontakt bleiben und die verwenden nun mal Skype. Aber wir Linuxer sind da ja flexibel, gell! 😉

Änderungen und Verbesserungen bei Skype für Linux 4.3

In den letzten Jahren hat sich bei der Anwender-Oberfläche in Sachen Skype für Linux relativ wenig getan. Das ändert sich auch mit dieser Version nicht wirklich. Während die Windows- und Mac-Versionen immer weiter verändert wurden, müssen sich Linux-Anwender mit einem etwas angestaubten UI zufrieden geben. Das ist eigentlich auch nicht weiter schlimm, denn schließlich soll Skype zum Telefonieren da sein und keinen Schönheits-Wettbewerb gewinnen. Aber ganz so hässlich ist es auch nicht …

Skype für Linux: Anmeldebildschirm

Skype für Linux: Anmeldebildschirm

In Sachen Anmelde-Bildschirm gibt es kleinere Verbesserungen. Weiterhin gibt es nach dem Anmelden eine neue Toolbar. Hier sind Schaltflächen zu finden, womit man neue Kontakte hinzufügen, einen Anruf beginnen oder kürzliche Datei-Übertragungen begutachten kann. Diese Schaltflächen waren in Vorgänger-Versionen von Skype für Linux auch vorhanden, befanden sich aber am unteren Ende – es ist also übersichtlicher.

Skype für Linux: angemeldet

Skype für Linux: angemeldet

Skype für Linux: Chat

Skype für Linux: Chat

Weiterhin gibt es Integration für native Hinweise oder Meldungen. Diese lassen sich auch konfigurieren. Dazu klickst Du auf Skype -> Optionen -> Hinweise. Bei einigen Ereignissen lässt sich die Schaltfläche „Hinweise unten rechts anzeigen“ ankreuzen und dann gibt es eben entsprechend einen Hinweis.

Skype für Linux: Hinweise konfigurieren

Skype für Linux: Hinweise konfigurieren

Skype für Linux: Ereignis

Skype für Linux: Ereignis

Systemvoraussetzungen

Bevor man sich die neueste Version von Skype für Linux herunterlädt, sollte man einen kurzen Blick auf die System-Voraussetzungen werfen. Allerdings dürften die meisten Rechner heutzutage diese erfüllen.

  • Prozessor mit 1 GHz oder schneller
  • 256 MByte Arbeitsspeicher
  • 100 MByte freier Speicherplatz auf der Festplatte
  • Grafikkarten-Treiber mit Xv-Unterstützung
  • Integriertes oder externes Mikrofon für Sprachanrufe
  • Internetverbindung – vorzugsweise Breitband (GPRS wird nicht für Sprachanrufe unterstützt)
  • Qt 4.7 und D-Bus 1.0.0
  • libasound2 1.0.18
  • PulseAudio 1.0 (optional)
  • BlueZ 4.0.0 (optional)

Installation und Fehler-Suche

Du kannst die aktuelle Skype-Version hier herunterladen (die Seite spricht noch von 4.2, es gibt aber 4.3). Das Paket für Ubuntu 12.04 LTS funktioniert auch für Ubuntu 14.04 LTS „Trusty Tahr“ und somit auch bei mir unter Kubuntu 14.04 und Linux Mint 17.

Weiterhin gibt es Pakete für Ubuntu 10.04, Debian 7 „Wheezy“, Fedora 16, openSUSE 12.1 und ein generisches Paket (Dynamic). Wer letzteres verwendet, muss die entsprechenden Bibliotheken installiert haben und danach das Archiv auspacken. Du startest Skype, indem Du in das eben entpackte Verzeichnis wechselst und dann den Befehl ./skype in der Kommandozeile aufrufst.

Skype für Linux

Skype für Linux

Ich habe gelesen, dass es zu Problemen kommen kann, wenn eine ältere Skype-Version installiert war. Im Speziellen ist der Daten-Ordner Schuld. Sollte das der Fall sein, einfach den Data-Ordner von Skype im Home-Bereich umbenennen oder verschieben und noch einmal versuchen. Außerdem müssen die 32-Bit-Bibliotheken installiert sein. Mein Kubuntu hat mich auf fehlende Pakete hingewiesen und diese selbständig installiert.

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2 Kommentare zu “VoIP-Software Skype für Linux 4.3 ist verfügbar”

  1. Didi sagt:

    Ich hatte mir kürzlich an Skype wieder mal die Zähne ausgebissen: http://www.dietmarjanowski.de/wordpress/?p=13809
    Jedesmal das Gleiche: Nach einer neuen Version Ubuntus prüfe ich erst einmal Skype, was oftmals nicht funktioniert. Dein Tipp, den Profilordner zu löschen und einen neuen erstellen zu lassen, hat funktioniert. Danke!

    Im Übrigen:
    Und bevor das Geschrei losgeht: “WAS?! Proprietäre Software – von Microsoft?!”
    Lasse sie doch schreien. Schließlich besteht der dringende Verdacht, dass einige dafür bezahlt werden.

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