Steam-Umfrage: Linux nun bei über 2 Prozent Anteil -> verdoppelt

2 März 2013 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Steam Logo 150x150In Steams monatlicher Hard- und Software-Umfrage hat sich die Anzahl der Linux-Anwender gegenüber dem letzten Monat ungefähr verdoppelt. Zählt man die verwendeten Distributionen zusammen, kommt man auf 2,02 Prozent. Es werden hier aber nur Ubuntu 12.04 LTS, Ubuntu 12.10 und Linux Mint 14 berücksichtigt. Wie viel Linux in den 0,82 Prozent „Other“ steckt – darüber lässt sich nur spekulieren. Die beliebteste Linux-Distribution ist Ubuntu 12.10 64-Bit und macht insgesamt 0,71 Prozent aus.

Natürlich ist vorerst nicht zu erwarten, dass Linux an die Zahlen von Windows herankommt – dazu fehlt ganz einfach auch der Spiele-Markt. Aber an Mac OS X mit seinen 3,07 Prozent könnte man schon sehr bald rütteln. Beliebteste Plattform überhaupt, mit mehr als 55 Prozent, bleibt Windows  64-Bit. Die Umfrage ist hier einsehbar.

Steam-Umfrage: OS-Version

Steam-Umfrage: OS-Version

Dazu passend auch ein Blog-Beitrag vom Entwickler des Spiels Defender’s Quest. Er zeigt sich angenehm überrascht, wie viele Linux-Spieler es da draußen gibt. Eigentlich sollte man meinen, dass der Markt viel kleiner als Mac OS X ist. Während der Promo-Aktion von Steam hatte man allerdings 3x so viele Linux- als Mac-Versionen verkauft. Lars Doucet zieht in Betracht, dass Linuxer noch nicht so viel Auswahl haben und deswegen sein Spiel gut sichtbar war. Aber auch die Verkäufe direkt von der Webseite zeigen, dass Mac OS X zumindest nicht viel Vorsprung in Sachen Verkäufen hat.

Valve weist den Anwender pro Spiel übrigens das Betriebssystem zu, mit dem er das Game am längsten gezockt hat – steht auch in dem Blog-Eintrag. Ebenfalls sind die Zahlen der Downloads des Formats interessant. DEB-Paketet machen dabei 52 Prozent aus, TAR.GZ 36 Prozent und RPM 11 … und wenn ich das zusammenrechne, fehlt ein Prozent … 🙂

Zusammengefasst sagt Doucet, dass Linux und Mac OS X 18 Prozent des Umsatzes ausmachen und Linux nicht weit hinter Mac OS X ist. Er schätzt, dass Defender’s Quest zu portieren 1000 US-Dollar in Arbeit ausgemacht hat und durch den Linux-Verkauf auf Steam hat man 16.000 US-Dollar eingenommen. Der Entwickler zeigt sich damit natürlich zufrieden.

Sehr schön ist sein Schlusswort, wo er über die drei Dinge spricht, die er in der Linux-Community sieht: ein leidenschaftlicher und unterbedienter Markt, wenig Konkurrenz und viel Raum für Wachstum. Für einen Indie-Entwickler der perfekte Platz.

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