Rolling Releases: Mark Shuttleworth macht einen Gegenvorschlag

12 März 2013 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ubuntu Logo 150x150Bekanntlich war Mark Shuttleworth von Rick Spencers Vorschlag der Rolling Releases nicht so begeistert. Nun hat Shuttleworth noch mal weiter darüber nachgedacht und hier ist sein Gegenvorschlag, der allerdings nur ein Vorschlag ist und man solle diesen nicht gleich als in Stein gemeißelt erachten.

Was ich sehr interessant finde, dass man plötzlich kleinere Töne anschlägt. Während man im ersten Post zu Rolling Releases noch sagt, dass Rick Spencer keine Entscheidungsgewalt habe, heißt es nun, dass man solche geschätzten Mitglieder, die ihre Rolle als Teamleiter verdient haben, neue Bereiche untersuchen lassen muss.

Der Gegenvorschlag von Shuttleworth basiere auf Teilen von Spencers Vorschlägen plus Feedback aus anderen Bereichen. Man überlegt, die Kern-Plattform von den Applikationen zu trennen. Somit müsse man nicht immer ein Monster an Ausgabe bewältigen und die Applikationen könnten von diversen Entwickler gepflegt werden. Damit würde man beweglicher.

1. LTS-Punktversionen stärken

Man will LTS-Versionen während den ersten beiden Jahren weitere Upgrades als Optionen zur Verfügung stellen. Das könnte neue Kernel sein. Der Original-LTS-Kernel würde dann für den kompletten Zeitraum unterstützt werden und Interim-Kernel bis zur nächsten LTS-Ausgabe.

Auch für wichtige Plattform-Komponenten könnte man neuere Versionen zur Verfügung stellen. Für Ubuntu 12.04 LTS stelle man zum Beispiel optional Updates für OpenStack zur Verfügung. Solange Plattorm-Komponenten keine APIs verletzen, könne man über Backports nachdenken. So sei Unity in Ubuntu 13.04 wesentlich schneller als in 12.04. Hier müsse man untersuchen, ob ein Backport möglich ist.

2. Die Menge an Release-Management und Länge der Unterstützung für Interim-Ausgaben reduzieren

Sehr wenige Anwender würden die 18 Monate Unterstützung benötigen. Der Vorschlag ist, die Unterstützung auf 7 Monate zu beschränken. Interim-Ausgaben würden eher von den Enthusiasten oder involvierten Entwicklern verwendet und LTS-Versionen von Konsumenten.

3. Die Spitze der Entwicklung als Rolling Release kennzeichnen

Man untersucht, ob es möglich ist, die neueste Version immer als eine Art „Spitze“ zu kennzeichnen und Entwickler oder Technikinteressierte müssten dann nicht „upgraden“, wenn ein neuer Zyklus startet (sie laufen einfach immer mit der Spitze mit -> Rolling Release). Durch die „Daily Quality“-Anstrengungen minimiert man das Risiko, dass ein Update gleich Chaos auf dem Rechner anrichtet. Man würde die PPA-Entwickler hier bitten, das zu tun, damit man die Extras-Sammlung für Interim-Ausgaben nicht fragmentiert.

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Ein Kommentar zu “Rolling Releases: Mark Shuttleworth macht einen Gegenvorschlag”

  1. Edgar sagt:

    Also i find halt das mer halt glei zu linuxmint 14 als roller rellasse wegseln sott

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