ext4-Fehler: Alles halb so wild – wie sich herausstellte

29 Oktober 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Tux Logo 150x150Es schien eine kleine Katastrophe zu sein, die sich da in das ext4-Dateisystem eingeschlichen hatte. Nach sorgfältigen Recherchen hat sich nun Theodore Ts’o via Google+ gemeldet und sagt, dass es gar keinen Grund zur Panik gebe. Zunächst wusste man nicht genau, was den Datenverlust verursachte, tippte aber bereits auf unsauberes aushängen und einhängen einer ext4-Partition. Ebenso sagte man bereits im Vorfeld, dass dieser Fehler nur bei einer geringen Anzahl von Benutzern auftreten würde.

Nun stellte sich heraus, dass der Fehler noch viel weniger schlimm ist. Bisher war tatsächlich nur eine Person betroffen, die Mount-Optionen außerhalb des Standards benutzt. Diese seien aber sowieso problematisch und hätten am besten deaktiviert werden sollen. Man konnte das Problem mit den Standard-Optionen nicht reproduzieren. Was nicht genau bekannt ist, wie man den Fehler reproduzieren kann. Ts’o weiß nicht genau, warum er und ein anderer Entwickler verschiedene Ergebnisse sehen.

Man hat dem Anwender einige Testszenarien gegeben, die er über das Wochenende ausprobieren möchte. Ebenso gibt es einen Patch, den er testen soll – danach wird man sehen, ob das Problem wieder auftritt oder nicht. Linus Torvalds soll die Flicken dann nächste Woche bekommen. Ts’o erwägt außerdem, die Optionen nobarrier,journal_checksum und journal_async_commit komplett zu deaktivieren. Diese seien einfach unsicher und müssten erst weiter getestet werden.

Normale Anwender sollten nur die Standard-Optionen von ext4 zum Einbinden des Dateisystems verwenden. Künftig will man auch Warnungen ausgeben, wenn ein Anwender eine unsichere Option benutzt. Heißt auf Deutsch: Wer Linux normal anwendet, wird von dem Fehler nicht betroffen sein. Nun sollten einige wieder ruhiger schlafen können.

Theodore Ts’o wünscht sich auch, dass die ganzen Panikmacher nun auch eine Richtigstellung veröffentlichen. Das tue ich natürlich gerne, weil ich mich auch an der eigenen Nase packen muss. Ich hatte zwar geschrieben, dass der Fehler nur selten auftritt, hätte aber vielleicht statt „Böser Fehler …“ einfach nur „Fehler …“ titeln sollen (ist nun nachträglich korrigiert).

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