Firefox 44 – Die Neuerungen und Änderungen

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Der Browser Mozilla Firefox 44 wird heute laut Veröffentlichungsplan im Laufe des Tages erscheinen. Ganz Ungeduldige können die Software aber schon über die FTP-Server Mozillas beziehen.

Somit wandert Firefox 45 in Beta, Firefox 46 wird zur Developer Edition und Firefox 47 ist Nightly. Die ESR-Variante ist weiterhin Firefox 36.

Wichtig für diesn Zyklus ist, dass die zwingend notwendige digitale Unterschrift für Add-ons noch einmal verschoben wurde. Darüber hat Mozilla in einem Blog-Eintrag informiert. Seit Firefox 43 sind per Standard eigentlich nur noch signierte Add-ons gestattet. Über die Konfiguration about:config lässt sich diese Einstellung aber überschreiben. Dazu setzt man den Parameter xpinstall.signatures.required auf den Wert false. Der Browser gibt zwar eine Warnung auf, man kann das Add-on aber nutzen. Das funktioniert auch bei Firefox 44. Eigentlich sollte diese Option mit Firefox 45 komplett verschwinden.

Die Gnadenfrist hat laut Mozilla folgende Gründe. Bei Firefox 45 können Entwickler unsignierte Add-ons starten, wenn dafür ein Neustart des Browsers nicht notwendig ist. Somit wäre das Add-on beim nächsten Start wieder deaktiviert. Auf diese Weise soll es einfacher für Entwickler von Add-ons sein, ihre Zusatzprogramme testen zu können. Firefox 45 ESR ist von diesem Verhalten allerdings ausgenommen und dort wird es weiter lediglich eine Warnung geben. Aber man behält sich Änderungen bei der ESR-Version vor. Wie es bei der Android-Variante weitergeht, ist ebenfalls noch nicht ganz klar.

Firefox 44 - Signaturpflicht aufheben

Firefox 44 – Signaturpflicht aufheben

Ab Firefox 46 soll es allerdings keinen Aufschub mehr geben und signierte Add-ons sind Pflicht. Das gilt dann auch ab der Beta-Version von Firefox 46. Bei Fedora gibt es übrigens eine lange Diskussion über dieses DRM-ähnliche Verhalten, das so in der Distribution nicht akzeptiert sein soll. Es ist sogar durchaus möglich, dass Firefox aus der Distribution fliegt.

Mozilla Firefox 44

Mozilla Firefox 44

Die Änderungen in Firefox 44 – Desktop

  • Sollte der entsprechende Dekoder vorhanden sein, wird H.264 aktiviert.
  • Unterstützen Systeme kein MP4 / H.264, dann wird stattdessen WebM / VP9 aktiviert.
  • Firefox 44 unterstützt den von Google entwickelten Kompressions-Standard Brotli. Das funktioniert aber nur bei Seiten, die via HTTPS ausgeliefert werden.
  • Die Entwickler haben die Warnseiten verbessert, die Fehler bei den Zertifikaten oder bei nicht vertrauenswürdigen Verbindungen anzeigen.
Firefox 44 - Diesem Zertifikat wird nicht vertraut

Firefox 44 – Diesem Zertifikat wird nicht vertraut

Das war es auch schon in Sachen Neuerungen für die Desktop-Version.

Ein Bug wurde ausgebessert, der beim Ansehen von Videos unter Windows XP und Vista den Bildschirmschoner nicht deaktivierte.

Zu den Änderungen gehören:

    • Für Webfonts (Schriftarten) verwendet man unter Linux nun den gleichen Code wie für andere Plattformen.
    • Man verwendet ein SHA-256-Zertifkat für Windows Builds, um den neuen Anforderungen zu entsprechen.
    • Die Unterstützung für RC4-Dechiffrierung wurde entfernt.
    • Firefox wird dem Root-Zertifikat Equifax Secure Certificate Authority 1024-bit oder UTN – DATACorp SGC nicht mehr länger vertrauen.

Die Änderungen bei der Android-Version

      • Man nutzt den Android-Durck-Service, um Cloud Printing möglich zu machen.
      • Bevor Anwender sogenannte Intent URLs in einem privaten Fenster öffnen, informiert man den Anwender darüber.
      • Vorschläge bei der Suche werden anhand des Verlaufs gezeigt.
      • Es gibt eine Web-basierte Seite für das Firefox-Konto.
      • Unterstützung für das Öffnen von URLs mit dem mms:-Protokoll ist unterstützt.
      • Anwender können ab sofort eine Startseite festlegen, die dann gezeigt wird.
      • Es gibt einfacheren Zugriff auf die Sucheinstellungen während man sucht.

Firefox 44 kann Push-Benachrichtigungen

Ab Firefox 44 lassen sich Benachrichtigungen auf dem Bildschirm anzeigen, auch wenn die Seite nicht geladen ist, Firefox aber läuft. Sofern der Anwender das genehmigt hat, kann er sich also von seinen favorisierten Seiten über Ereignisse benachrichtigen lassen. Dazu wird der W3C-Standard Push API verwendet.

Sinnvoll ist das zum Beispiel bei E-Mails oder dergleichen. Bei Mozilla gibt es einen längeren Artikel, wie das genau funktioniert.

Download Mozilla Firefox 44

Wer die offizielle Ausgabe nicht erwarten will, der kann sich eine Version vom FTP-Server des Projekts schnappen. Ansonsten taucht der Download-Link bald unter https://mozilla.org/firefox/new/ auf. Wie üblich findest Du dort Varianten für Linux, Mac OS X und Windows. Im jeweiligen Unterverzeichnis de ist dann die deutsche Version zu finden. Der Download für Linux x86_64 ist 47 MByte groß.

Bei den großen Linux-Distributionen sollte Firefox 44 kurz nach Veröffentlichung über die Repositories eintrudeln. Zumindest war das bisher bei mir unter Linux Mint 17.3 und Kubuntu 14.04 LTS so.

Die Veröffentlichungshinweise gibt es hier.




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