Jolla hat frisches Geld erhalten – Entwicklung von Sailfish OS geht weiter

19 Dezember 2015 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Vor ungefähr einem Monat hat der finnische Smartphone-Hersteller Jolla die Hälfte seiner Belegschaft erst einmal nach Hause geschickt. Das Geld war aus und ein Investor hatte sich zurückgezogen. Die Community hat sauer reagiert – vor allen Dingen diejenigen, die immer noch auf ihr bereits bezahltes Tablet warten.

Nun gibt es gute Nachrichten aus dem Hause Jolla. Man hat in einer dritten Finanzierungsrunde (Jolla nennt es Investmentrunde C) offenbar neues Geld erhalten (PDF), das die Firma zumindest für eine Weile am Leben halten dürfte. Wie viel frisches Geld ins Haus gespült wurde, hat die Firma nicht bekannt gegeben. Man habe erst einen Teil eines größeren Finanzierungs-Pakets erhalten. Man gebe keine Summen bekannt, da dies laut Vorstand Antii Saarnio nur Spekulationen anheize, wie lange das Geld Jolla über Wasser hält. Ebenso hat Saarnio nicht durchsickern lassen, wer der eigentliche Investor ist. Gut, dass diese beiden Umstände nun absolut zu keinen Spekulationen führen.

Jolla bekommt neues Geld

Jolla bekommt neues Geld

Jolla und Sailfish OS sind noch am Leben

Auf jeden Fall wird Jolla weiterhin Sailfish OS für Smartphones und Tablets entwickeln. Was aus den nicht ausgelieferten Tablets wird, steht anscheinend immer noch in den Sternen. Möglicherweise werden sie ausgeliefert, vielleicht gibt man den Leuten auch das Geld zurück. Das Problem sei, dass man nach einigen Monaten Pause nicht so einfach wieder starten könne. Deswegen würde man an dieser Stelle nun verschiedene Szenarien durchspielen.

In einem Interview mit TechCrunch gab Saarnio an, dass man sich nun darum kümmere, die entlassenen Mitarbeiter wieder an Bord zu bekommen. Wie viele davon zurückkommen steht in den Sternen.

 Saarnio versprüht Optimismus. Man habe Anfragen von anderen, die das Betriebssystem lizenzieren wollen. Der Jolla-Chef verweist auf ein Business-Modell, wie es zum Beispiel auch der Android-Ableger CyanogenMod betreibt. Weiterhin glaubt er, dass man mit dem Durchschreiten der dritten Talsohle und einem erneuten Abwenden des Ruins nun endgültig auf dem aufsteigenden Ast ist.

In den letzten vier Wochen sind zwei mobile Betriebssysteme gestorben und wieder auferstanden – das würde nun eigentlich besser zu Ostern als Weihnachten passen. Die Rede ist von Jolla und Sailfish OS, sowie Firefox OS und Acadine Technologies. Mozilla hat Firefox OS für mobile Geräte aufgegeben und will sich damit auf das Internet der Dinge konzentrieren. Acadine Technoligies ist ein Startup aus Hong Kong und sieht Potenzial in Mozillas Betriebssystem für Smartphones und Tablets.

Eigentlich muss man froh sein, wenn weiterhin Konkurrenz zu Android und iOS entwickelt wird. Es wäre nur schön, wenn sich einer der Konkurrenten als große dritte Kraft etablieren könnte.

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Ein Kommentar zu “Jolla hat frisches Geld erhalten – Entwicklung von Sailfish OS geht weiter”

  1. Simon sagt:

    Hallo,
    danke für die Infos! Ich glaube einer kurzer Hintergrund Check zu Acadine wäre gut. Sind mindestens zwei fruhere leitende Entwickler bei dem Laden, wissen also, was sie da fortführen wollen. Ob es Erfolg hat, ist natürlich eine andere Frage.

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