Firefox 43 steht zum Download bereit – für Linux-Anwender sehr interessant

15 Dezember 2015 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Mozilla Firefox 43 soll am heutigen 15. Dezember 2015 ausgegeben werden, die Pakete liegen aber bereits auf dem FTP-Server Mozillas. Eigentlich wäre die 43. Version des Browsers gar nicht mal so spannend, außer man ist Linux-Anwender oder hat Add-ons von Fremdquellen installiert.

Mozilla Firefox 43

Mozilla Firefox 43

Firefox 43 doch nicht mit GTK3-Integration

  • Lange mussten die Linux-Nutzer auf Integration von GTK3 warten und mit Firefox 43 wird der Wunsch nun erfüllt, dachten alle und das wäre der spannende Teil für Linux-Anwender gewesen. ABER …
    Update: In der Beta-Version war GTK3 noch enthalten. Allerdings hat man sich für die finale Version entschieden, doch bei GTK2 zu bleiben und hat GTK3 vorerst auf Firefox 45 verschoben. In Firefox 44 Beta wird es wieder vorhanden sein, damit man weitere Tests durchführen kann. Die GTK3-Integration ist fertig, aber Anwender, die das nicht installiert hätten, würden mit schlechter Performance zu kämpfen haben. Wer Firefox 43 selbst kompiliert, kann GTK3 allerdings aktivieren.
  • Außerdem haben die Entwickler die API-Unterstützung für M4V Video Playback verbessert.
  • Anwender können sich nun entscheiden, ob sie von der Awesome Bar Suchvorschläge erhalten wollen (Opt-in).
Firefox 43: Suchvorschläge anzeigen oder nicht

Firefox 43: Suchvorschläge anzeigen oder nicht

  • Die Bildschirmtastatur wird der Auswahl eines Eingabefeldes auf Geräten angezeigt, die Windows 8 oder höher betreiben.
  • WebRTC Streaming ist auf mehreren Bildschirmen möglich.
  • Bei der Option Schutz vor Aktivitätenverfolgung in privaten Fenstern verwenden gibt es nun eine zweite Blockierliste. Diese nennt sich Strenger Schutz und sie blockiert bekannte Systeme zur Aktivitätenverfolgung. Das Problem ist dabei nur, dass einige Websites dadurch möglicherweise nicht mehr funktionieren.
Firefox 43: Erweiterter Tracking-Schutz

Firefox 43: Erweiterter Tracking-Schutz

  • Dann gibt es noch eine Verbesserung für spezielle Zeichen aus Hong Kong, um diese auf dem Betriebssystem Windows XP zu unterstützen. Diese Neuerung finde ich etwas bizarr, da Windows XP doch schon eine ganze Weile eingestellt ist. Es setzen noch sehr viele Leute ein, das ist bekannt … aber trotzdem …

Nicht signierte Add-ons werden gesperrt

Firefox 43 sperrt Add-ons, die nicht signiert sind. Nach einem Upgrade können also diverse Add-ons einfach deaktiviert sein und sie lassen sich auch nicht mehr aktivieren. Das kann vor allen Dingen dann ein Problem sein, wenn man Add-ons von Fremdquellen installiert hat. Der Umstand lässt sich nicht einfach lösen.

Am besten sieht man nach, ob das entsprechende Add-on nicht auch bei Mozilla als signierte Variante angeboten wird. Man könnte die Funktion auch in der Konfiguration deaktivieren, was allerdings Risiken mit sich bringt und den ganzen Sinn dahinter aushebelt. Dafür ist der Parameter xpinstall.signatures.required zuständig, der per Standard auf true steht. Setzt man das auf false, dann könnte man auch nicht signierte Add-ons wieder aktivieren.

Firefox 43 sperrt per Standard nicht signierte Add-ons

Firefox 43 sperrt per Standard nicht signierte Add-ons

Firefox 43 für Entwickler

Für Entwickler ist die neueste Version des Browsers ebenfalls interessant. Hier gibt es eine ganze Reihe von Neuerungen und Verbesserungen. Eine davon ist die Option In Konsole verwenden, die sich im Menü des Inspektors befindet. Damit lässt sich ein Element als temporäre Variable abspeichern, die dann zugleich in der Konsole auftaucht.

In Konsole verwenden

In Konsole verwenden

Firefox 43 liegt bereits auf dem FTP-Server von Mozilla. Wie üblich gibt es Versionen für Linux, Mac OS X und Windows. Bald sollte der Browser auch über die Website des Herstellers downloadbar sein. In der Zwischenzeit ist Firefox 43 auch über die normalen Download-Kanäle verfügbar.

Linux-Anwender wollen möglicherweise warten, bis die neueste Version des Browsers über die Repositories ausgeliefert werden. Viele Distributoren stellen die aktuelle Version zeitnah zur Verfügung und man kann das System auf diese Weise bequem über die relevanten Software-Lager auf dem neuesten Stand halten und muss nicht manuell eingreifen. Ich mache das so. Sehe mir die neueste Version immer in einer VM (Virtuelle Maschine) an, warte auf meinem Hauptsystem aber, bis ich das Update automatisch bekommen.

64-Bit-Version für Windows

Natürlich sollte man auch erwähnen, dass es nun endlich eine 64-Bit-Version für Windows gibt. Anwender von Windows 7 und höher genießen dadurch etwas zusätzliche Performance für Anwendungen und Spiele.

Allerdings ist 64-Bit Firefox für Windows so gestrickt, dass Plugins nur begrenzt unterstützt werden. Anwender werden feststellen, dass es auf gewissen Seiten Problemen gibt, die Plugins benötigen, die unter der 32-Bit-Version funktionierten und das für die 64-Bit-Version nicht tun. Mozilla will bis Ende 2016 allerdings die meisten NPAPI-Plugins für Firefox in die digitale Rente geschickt haben.

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3 Kommentare zu “Firefox 43 steht zum Download bereit – für Linux-Anwender sehr interessant”

  1. Armakuni sagt:

    Firefox ist für mich aktuell erst mal suspended, weil mir die Performance nicht genügt. Nun verwende ich wirklich nur eine kleine Handvoll Erweiterungen, auf die ich aber auch nicht verzichten will, und trotzdem wird er immer langsamer. Profil neu anlegen ist wie Windows neu installieren und für mich keine wirkliche Option.

    Nichtsdestotrotz bin ich mal auf Firefox gespannt, wenn es sich von der XUL-Basis löst und - idealerweise - auch als Qt-App für Linux/KDE verfügbar sein wird. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt...

  2. chris_blues sagt:

    Irgendwie ist der Link zum FTP-Server zerwürgt...

    Aber danke für den Artikel. Mein Firefox meldet noch keine Updatemöglichkeit... (standalone)

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