Ubuntu bald mit ZFS als eine Standard-Option?

7 Oktober 2015 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Das Dateisystem ZFS ist im Standard-Linux-Kernel nicht unterstützt, da Oracle an dieser Stelle das Hausrecht hat. ZFS wird unter der Lizenz CDDL entwickelt und die ist nicht zur GPL kompatibel.

Canonical plant aber wohl, ZFS auf Ubuntu per Standard anzubieten. In einer recht kurzen Mitteilung hat Mark Shuttleworth verkündet, dass ZFS wohl bald in Ubuntu integriert sein wird. Genau genommen hat er das auf der Entwicklerliste für Snappy gepostet. Somit wird man wohl ein Modul anpeilen, womit sich ZFS einfach in Ubuntu einsetzen lassen wird.

Wie genau das aussehen wird, da ist die Katze noch nicht ganz aus dem Sack. Wenn man ZFS während der Installation aus den Lizenzgründen nicht einsetzen könnte und das Modul erst nachinstallieren müsste, wäre ein Einsatz auf dem root-Dateisystem nicht möglich. Allerdings könnte man weitere Laufwerke und / oder RAID-Installationen mit ZFS ausstatten.

Das Ganze ist natürlich für den Desktop eher zweitrangig. Für Server-Installationen könnte ZFS allerdings durchaus reizvoll sein.

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Ein Kommentar zu “Ubuntu bald mit ZFS als eine Standard-Option?”

  1. zearch sagt:

    Hmmm, gibt ja schon 'ZFS on Linux', welches von "richtigen" ZFS-Usern eher belächelt wird und nicht immer Systemkompatibel ist.
    Und normalerweise braucht man für ZFS (Oracle) min. 16GB RAM, der dringend ECC sein muss.
    Für Server keine Seltenheit, aber für den Privatuser, der einen alten Desktop zum Server upgraden will evtl. ein Problem - je nachdem was Ubuntu mitbringen wird. (Eine weitere ZFS-Variante?)

    Da würde ich mir lieber wünschen, dass Canonical bei BTRFS ordentlich mithilft. Das sehe ich nämlich als ein hervorragendes Dateisystem der Zukunft; wobei man es ja jetzt schon recht gut nutzen kann.

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