Top-Compiz-Entwickler hat keine Lust mehr, Code für Canonical beizusteuern – Ubuntu sei Zeitverschwendung

9 März 2013 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Ubuntu Logo 150x150Wenn eine Lawine mal im Rollen ist …

Hier hat ein weiteres Community-Mitglied seine Sorge über die Zukunft von Ubuntu zum Ausdruck gebracht. Im gehe es weniger um die Spannungen und um die kürzlich vom Stapel gelassene Software. Allerdings sieht er seine Arbeit mehr als Zeitverschwendung. Er fragt sich, ob seine Arbeit immer noch etwas wert ist, weil es nichts mit einem Smartphone oder einem Display-Server zu tun hat. Weiterhin würde seine Arbeit nicht zum Profit von Canonical beitragen.

Er habe am Online-UDS teilgenommen und er mag das Prinzip, dass mehr Menschen daran teilnehmen können. Aber er sieht auch, dass die Community an weniger Bereichen mitarbeiten darf/kann, als das noch im Jahre 2008 der Fall war – dem Jahr, in dem er der Ubuntu-Community beigetreten ist. Man habe nichts mehr bezüglich Kern-Entscheidungen zu sagen und er findet das inakzeptabel. Das sei keine Community, sondern ein hierarchisches Klassen-System. Nun sei man nur Leute, die man benutzen kann und wird genau wie alle anderen Ubuntu-Anwender im Dunklen gelassen, bis Canonical eine große Ankündigung macht. Er fragt sich, ob das Projekt ihn noch wertschätzt.

Damit liegt er genau auf der selben Wellenlänge, wie Marting „DoctorMo“ Owens, der sagte, dass eine Ubuntu Community nicht mehr existiert und er kein Mitglied mehr sein möchte.

Spilsbury hat keine Lust mehr ...

Spilsbury hat keine Lust mehr …

Noch viel interessanter als den eigentlichen Beitrag finde ich einen Kommentar von Sam Spilsbury (smspillaz) auf einen weiteren Kommentar, der sich über das Unterschreiben eine Contributor Agreement beschwert. Spilsbury kann da kein Problem sehen, da es sich positiv auf den abgegebenen Code auswirkt.

Was ihn aber komplett enttäuscht ist der Hohe Grad an Unsicherheit in der Community. Er bezieht sich darauf, wie vage man mit der Zukuft von Ubuntu 13.04 umgeht. Ihm wurde kürzlich gesagt, dass er 4 Monate harte Arbeit in den Sand gesetzt hat, weil man keine Compiz-Patches aus der Community mehr akzeptieren würde. Deswegen hat er auch aufgehört, an Compiz zu arbeiten, weil er nicht wisse, was Canonical vorhat. Das sei sehr schade, weil seine Patches die Geschwindigkeit für NVIDIA-Hardware höher sei, komplett getestet (TDD, Anwender) und so weiter. Was man noch mehr wolle?, fragt Spilsbury.

Ubuntu sei für ihn ab sofort Zeitverschwendung und er konzentriert sich auf seine Studien. Canonical habe ihn durch solche komischen Aktionen verloren – als Angestellter und als Maintainer für den Legacy Stack.

Die gute Nachricht ist, dass er anscheinen auch an Wayland Interesse gefunden und XBMC dorthin portiert hat – zunächst als Proof-of-Concept.

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2 Kommentare zu “Top-Compiz-Entwickler hat keine Lust mehr, Code für Canonical beizusteuern – Ubuntu sei Zeitverschwendung”

  1. twain sagt:

    Netter Artikel! Du hast da einen Buchstabendreher an Anfang: Dsiplay-Server

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