Intel Compute Stick mit Linux – verwandelt HDMI-Monitor in einen vollständigen Rechner

7 Januar 2015 5 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Intel hat einen Mini-PC auf einem Stick zur Verfügung gestellt, der sich Intel Compute Stick nennt. Das Gerät sieht fast ein bisschen wie Google Chromcast aus.

Intel Compute Stick

Im Intel Compute Stick sind ein Intel Atom Quad-Core, zwei GByte RAM und 32 GByte Storage verbaut. Außerdem gibt es einen micro-SD-Einsteckplatz für zusätzliches Storage. Laut Intel wird Intel Compute Stick mit Linux oder Windows 8.1 mit Bing-Software vorinstalliert ausgeliefert.

Angeblich soll die WIndows-Version 149 US-Dollar kosten und die Linux-Version nur 89 US-Dollar (in Deutschland wahrscheinlich die gleichen Preise in Euro). Dafür soll die Linux-Version nur ein GByte RAM und acht GByte Storage haben. Sollte das der Fall sein, kapiere ich das nicht wirklich. Man könnte optional ja auch die besser bestückte Version mit Linux anbieten. Irgendwie wird man wohl Linux auch auf die teurere Version bringen.

Ansonsten bringt der Intel Compute Stick noch WLAN (802.11n) und Bluetooth mit sich. Letzteres dürfte gerade für den Anschluss von Maus und Tastatur interessant sein. Wobei es auch einen USB-Anschluss gibt.

Intel Compute Stick mit Linux oder Windows 8.1 erhältlich (Quelle: intel.com)

Intel Compute Stick mit Linux oder Windows 8.1 erhältlich (Quelle: intel.com)

Man muss das Gerät lediglich in den HDMI-Port eines Bildschirms stecken – auch Fernseher mit HDMI sind natürlich möglich. Als Stromquelle dient ein Micro-USB-Kabel. Somit lässt sich im Prinzip jeder moderne Bildschirm in Windeseile in einen PC verwandeln.

Das Prinzip ist natürlich nicht neu. Bisher gab es aber nicht wirklich vernünftige Lösungen dafür. Wenn Intel natürlich dahinter steht, bekommt die Sache gleich einiges an Gewicht mehr. Es gibt ein ähnliches Produkt, das sich MeegoPad nennt. Ich glaube aber, dass ich lieber von Intel direkt kaufen würde.

Der Intel Compute Stick soll in der ersten Jahreshälfte 2015 über die Ladentische gehen. Intel positioniert das Gerät allerdings nicht nur als Spaß-Computer. Man bezeichnet das Gerät als Business Ready, da man vor allen Dingen auf die Portabilität aufmerksam macht.

Einen konkreten Anwendungsfall hätte ich dafür. Besuche ich künftig die Familie in Deutschland, stelle ich mir da einen HDMI-fähigen Bildschirm hin. Somit muss ich das Notebook nicht mehr einpacken und spare mir ganz einfach eine gewisse Schlepperei. Die Rechenleistung sollte für meine Bedürfnisse und die Zeit des Besuchs ausreichen.

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5 Kommentare zu “Intel Compute Stick mit Linux – verwandelt HDMI-Monitor in einen vollständigen Rechner”

  1. Franz Brendicke sagt:

    erinnert irgendwie vom Grundgedanken an den Raspberry Pi. Nur halt schon alles fertig und nicht mehr die Möglichkeit zum rumbasteln...

  2. dogfighter sagt:

    scheint eine wirklich interessante alternative zum raspi zu sein. denke das man damit den markt der "nichtbastler" abgreifen will. muss man doch beim raspi bisschen zeit und lust zum tüfteln haben. hoffe das der preis nicht so hoch sein wird wie angenommen.

    mal sehen wann der stick in meinem hdmi steckt 😉

    gruss
    dogfighter

  3. der_bud sagt:

    Sowas mit Android hab' ich doch neulich erst im Pearl-Katalog gesehen, nannte sich irgendwas wie "vollwertiger Android PC zum Anschluss an TV" und war für unter 100 Euronen zu kriegen. Gut, Du schriebst ja auch schon das dass nichts Neues ist, aber das Intel-Teil sieht fast abgekupfert aus 🙂

  4. jazzer68 sagt:

    Frage: wo wird Maus und Tastatur angeschlossen.?

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