Uneinsichtig sind die Link-Builder / angeblichen SEO-Firmen auch noch

29 Januar 2014 4 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Wie es der Zufall so will hatte ich gerade wieder eine für mich amüsante Konversation mit einem Link-Verticker. Ich hoffe, Google macht richtig ernst und haut denen so eine vor den Latz … (es sind nicht alle so – einige wenige halten sich an die Regeln) … die hier nicht, wie nachfolgende Konversation zeigt. Selbst im Unrecht stellen sie sich noch stur.

SEO-/Media-Firma:

Hallo Herr Donauer,
Ich arbeite bei XXX XXX XXX – einer Online Marketing Agentur. Ich bin auf der Suche nach Kooperationsmöglichkeiten für einen unserer Kunden, der Apps anbietet.

Wir haben uns heute Ihre Webseite bitblokes angesehen und würden gerne mit Ihnen zusammen arbeiten – durch Werbung in Form von kontextbezogene Platzierung in einem neuen Artikel auf Ihrer Webseite.

Wenn dies für Sie von Interesse ist, melden Sie sich bitte schnellstmöglich und teilen Sie uns bitte Ihre Konditionen mit.

Das Thema des Artikels kann aus dem Bereich Freizeit, Reise, Unterhaltung, Apps/Games, Internet oder ähnlich stammen

Freue mich auf Ihre Antwort …

Antwort:

Hallo,

sollte der Beitrag den von mir gewünschten Regeln, die Sie unter http://www.bitblokes.de/2010/03/impressum/ entsprechen, eventuell.

In Ihrem Fall würde ich das allerdings nicht ohne Vorauszahlung machen, da Ihre Website nur ein Platzhalter ist und nicht mal über ein Impressum (geschweige denn andere relevante Daten) verfügt.

Freundliche Grüße …

SEO-/Media-Firma:

Hallo Herr Donauer,

Vielen Dank für Ihre Email.

Unsere Webseite ist www.XXXXX.org und hat kein Impressum, weil wir im Ausland sitzen und es hier nicht wie in Deutschland Impressumspflichten gibt.

Wir haben auch nur Interesse an do follow Links.

Wir zahlen immer erst, wenn der Link live ist. Dem Kunden kann ja nichts passieren.

Sie könnten den Link jederzeit wieder offline nehmen. Wenn wir allerdings im Voraus zahlen und der Artikel nie live erscheint, können wir gar nichts tun.

Vielen Dank trozdem und eine schöne Woche,

Viele Grüße …

Antwort:

Hallo,

„Wir haben auch nur Interesse an do follow Links.“

OK. Dann habe ich sowieso kein Interesse, da ich Sie leider als unseriös einschätze: http://www.mattcutts.com/blog/guest-blogging/

Ich bitte deswegen, mich aus Ihrer Mail-Datenbank komplett zu löschen, sofern Sie an den für Websites schädlichen Praktiken festhalten, gegen die Google laut Webspam-Chef Matt Cutts (Link oben) im Jahre 2014 massiv vorgehen will.

Danke und freundliche Grüße …

SEO-/Media-Firma:

Hallo,

Vielen Dank für Einschätzung, ohne dass Sie je mit uns gearbeitet haben.

Wir sind eine Firma mit über 700 Mitarbeitern. Usnere Finanzabteilung regelt alle Zahlungen ordnungsgemäß. Wir haben genug Kunden und Beispiele, die ich Ihnen geschickt hätte.

Die Artikel werden vond en Webseitenbetreibern geschrieben und passen perfekt zu deren Webseite – egal ob das Thema nun Reise, Apps oder Technik ist, die Artikel sind kein Spam, sodnern werden spezifisch geschrieben vond en Webamstern selbst.

Aber ich vermerke mir Ihr Desinteresse.

Vielen Dank und einen schönen Tag.

Viele Grüße …

Antwort:

Ich bin eine Firma mit einem Mitarbeiter, verstoße aber nicht gegen Googles Richtlinien. Werbung ist Werbung (egal, wer sie schreibt und wie groß die Firma ist) und werde ich nicht auf die potentiellen Gefahren vom Profi (Media-Firma) hingewiesen, sondern muss diese selbst recherchieren oder darüber im Bilde sein, ist das unseriös.

Nun kann ich mir die Frage stellen, das öffentlich zu machen oder die Firma gleich an Google zu melden.

Freundliche Grüße …

SEO-/Media-Firma:

Guest Blogging ist erlaubt und wir betreiben keine unserösen Linkfarmen, von denen Matt Cutts spricht.

http://searchenginewatch.com/article/2324808/Dont-Stick-a-Fork-in-Guest-Blogging-Yet

Vielen Dnak und einen schönen Tag,

Viele Grüße …

Antwort:

„Erlaubt“ und „möglicherweise geduldet“ ist ein ziemlicher Unterschied

Die gute Frau hat sich nicht mehr gemeldet und wird sich möglicherweise „Arschloch“ denken (also ich hätte das getan). Aber Recht habe ich trotzdem … 😉

P.S: Am besten fand ich übrigens das Argument mit „Wir sind eine Firma mit 700 Mitarbeitern …“ … Ah, ich verstehe – hat die Firma so und so viele Mitarbeiter, ist ein Verstoß gerechtfertigt … Dass man aber mit solchen Pratkiken 700 Mitarbeiter unterhalten kann zeigt, dass eine Notbremse seitens Google dringend notwendig ist.

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4 Kommentare zu “Uneinsichtig sind die Link-Builder / angeblichen SEO-Firmen auch noch”

  1. Michael sagt:

    Richtig so. Diese Werbefirmen halten sich immer schön im Hintergrund und der Blogger geht vor die Hunde, wenn er sich damit den Namen verbrennt.

  2. Understater sagt:

    Die Mafia sehe ich auch als "... Firma mit xxx Mitarbeitern ...".
    Je groesser eine Firma ist desto weniger sollte man ihr, als Einzelperson, vertrauen! Wenn ich meinen Heizungsinstallateur auf einen Mangel seiner Arbeit hinweise, reisst der sich ein Bein aus um das zu beheben, weil er meine Empfehlung braucht. Wenn ich einen Mangel an meinem Auto beim Hersteller reklamiere, wird der vermutlich nicht antworten, bestenfalls mich an die naechste Vertagswerkstatt verweisen, mit der ich mich dann rumaergern muss.

  3. Gregor sagt:

    Hello Jürgen,

    du sprichst mir aus der Seele. In den letzten Monaten häufen sich solche Anfragen auch bei mir. Von 10 Anfragen sind wenn es hoch kommt 2 dabei, denen man seinen Standpunkt auch deutlich machen kann. Meist sind es aber auch nur keine Firmen oder einzelne Personen.

    Bei den "angeblich Großen" Firmen wird man bei Absagen in dieser Art oder wenn man nur no-follow Links setzen möchte oft auch noch pampig angeschrieben.

    Mir ist es aber auch zu schade, für 20 - 30 Euro den ganzen Blog zu riskieren. Die Arbeit die hinter so einem Blog steht, wird von vielen nicht beachtet. Da verzichte ich lieber auf die paar Pinperlinge und schreibe so, wie ich das für richtig halte.

    LG Gregor

  4. Dirk Haar sagt:

    "nicht in Deutschalnd sitzen und kein Impressum brauchen"

    Bei 700 Mitarbeitern könnte es vielleicht einer mal schaffen,
    so ein Ding in ein, zwei Überstunden trotzdem zu schreiben...

    Zumal man dann *vielleicht* eine Chance hätte, dann auch bezahlt zu werden;-)

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