Grammarly Deutsche Alternative: Das LanguageTool
Kann Grammarly Deutsch? Ja – seit Ende 2025 beherrscht Grammarly tatsächlich auch deutsche Rechtschreibung und Grammatik. Für deutsche Texte ist die bessere Wahl aber nach wie vor LanguageTool: Die Alternative kommt aus Deutschland, wurde für unsere Sprache entwickelt und kostet weniger. In diesem Artikel zeige ich Dir, was LanguageTool 2026 kann und kostet, was Grammarly auf Deutsch inzwischen wirklich taugt und wo DeepL Write als zweite Empfehlung punktet.
Eines vorweg, weil sich 2026 etwas geändert hat: Kostenlos nutzt Du LanguageTool vor allem über die Web-Version auf der Website und über die Integration in LibreOffice. Das Browser-Add-on ist inzwischen den Premium-Nutzern vorbehalten – mehr dazu weiter unten.

Kann Grammarly inzwischen Deutsch?
Lange Zeit war die Sache einfach: Grammarly konnte schlicht kein Deutsch. Das hat sich geändert. Seit September 2025 unterstützt Grammarly neben Englisch auch Deutsch – zunächst als Beta, inzwischen offiziell und zusammen mit über 20 weiteren Sprachen. Rechtschreibung und grundlegende Grammatik prüft Grammarly auf Deutsch sogar kostenlos. Die erweiterten Vorschläge zu Klarheit, Stil und Ton sowie das Umformulieren ganzer Absätze auf Deutsch stecken allerdings im Pro-Abo, das bei jährlicher Zahlung 12 US-Dollar pro Monat kostet. Übrigens: Das Unternehmen hinter Grammarly heißt seit Oktober 2025 Superhuman – das Schreib-Tool selbst behält seinen Namen.
Warum ich für deutsche Texte trotzdem bei LanguageTool bleibe? Die deutsche Unterstützung von Grammarly ist noch jung, das Tool ist in erster Linie auf Englisch ausgelegt und Deine Texte landen bei einem US-Dienst in der Cloud. LanguageTool liefert für Deutsch die ausgereiftere Korrektur – zu einem niedrigeren Preis und mit Servern in Europa.
Die beste deutsche Alternative zu Grammarly
Was LanguageTool gegenüber dem US-Dienst Grammarly besonders attraktiv macht: Es kommt aus Deutschland (Potsdam), der Kern ist quelloffen und der Dienst ist DSGVO-konform – Deine Texte werden auf europäischen Servern verarbeitet, in der kostenlosen Web-Version nicht gespeichert, und wer mag, kann LanguageTool sogar auf einem eigenen Server betreiben. Für deutschsprachige Texte ist die Erkennung ohnehin stärker – LanguageTool wurde für Deutsch entwickelt und nicht nachträglich darum erweitert.
Die Premium-Version bietet viele Vorteile. Im Jahresabo zahlst Du dafür 59,89 € – das sind 4,90 € pro Monat. Das 2-Jahres-Abo kostet 99,90 €, das flexible Monatsabo dagegen happige 19,90 € pro Monat und lohnt sich eigentlich nur zum Ausprobieren. Hier einige wichtige Differenzen zwischen der kostenlosen Version und der Premium-Variante:
| Kostenlos | Premium | |
| Maximale Zeichen pro Textfeld | 2.000 | 150.000 |
| Umformulierungen mithilfe von KI | 3 pro Tag | unbegrenzt |
| Falsche Satzstellung | Nein | Ja |
| Komplexere Kommafehler, unnötige Kommata | Nein | Ja |
| Wortwiederholungen | Nein | Ja |
| Oft benutzte Wortwahl | Nein | Ja |
| Optimierte Wortwahl | Nein | Ja |
| Fremdwörternutzung | Nein | Ja |
| Redundanzen | Nein | Ja |
| Doppelte Formulierungen | Nein | Ja |
| Ungültige ISBN & IBAN | Nein | Ja |
| Empfohlene Groß- und Kleinschreibung | Nein | Ja |
| Empfohlene Getrennt- und Zusammenschreibung | Nein | Ja |
| Empfohlene Schreibweisen | Nein | Ja |
Für mich war die maximale Zeichenanzahl pro Textfeld der Hauptgrund, auf die Premium-Version zu wechseln. 2.000 Zeichen bei der kostenlosen Version reichen mir einfach nicht, weil viele meiner Texte wesentlich länger sind.
Du kommst mit dem kostenlosen LanguageTool als deutsche Grammarly-Alternative ziemlich weit. Sollen Deine Texte aber wunderschön werden, dann hilft Dir die günstige Premium-Version viel besser. Insbesondere für Sprachstil und Semantik bietet das kostenpflichtige Paket wesentlich mehr.
Du kannst die Premium-Version sogar testen, da es eine 14-tägige Geld-Zurück-Garantie gibt.
LanguageTool – für Chrome, Edge, Firefox, Google Docs, Word …
Es gibt LT-Plug-ins für alle populären Browser. Das gilt aber nicht nur für Chrome, Safari, Edge und Firefox, sondern auch für sämtliche Abkömmlinge wie Brave, Vivaldi und sonstige alternative Browser. Dank der Browser-Plug-ins funktioniert die Rechtschreibprüfung auch mit Google Docs und Gmail, falls Du das benutzt. Natürlich funktioniert die Rechtschreib- und Grammatik-Prüfung auch mit WordPress und anderer Blogging-Software.
Wichtige Änderung seit Anfang 2026: LanguageTool hat die Browser-Erweiterung auf Premium-Nutzer beschränkt. Funktionen wie die erweiterte Grammatikprüfung, das Umformulieren und die Synonymsuche im Add-on stehen also nur noch mit einem Premium-Abo zur Verfügung – nach einer 14-tägigen kostenlosen Testphase. Komplett gratis weiternutzen kannst Du LanguageTool aber weiterhin über die Web-Version auf der Website sowie über die in LibreOffice integrierte Variante (dazu unten mehr).

Für Microsoft Word gibt es eine separate Erweiterung. Auch für Mozilla Thunderbird und Outlook sind Erweiterungen verfügbar. Und seit 2026 steckt LanguageTool zusätzlich direkt in SoftMaker Office – dort prüft es Grammatik und Stil in über 30 Sprachen.
Damit lässt sich die Alternative zu Grammarly mit fast allen populären Apps einsetzen.
LanguageTool ist in LibreOffice integriert
Benutzt Du, wie ich, LibreOffice, kannst Du das via API integrierte LanguageTool nutzen. Das ist zumindest bei aktuellen LibreOffice-Versionen der Fall. Wie gut das in der Praxis funktioniert, habe ich mir in einem separaten Test der LanguageTool-API in LibreOffice genauer angeschaut.
Du kannst damit die kostenlose Version nutzen oder auch, wie im nachfolgenden Screenshot zu sehen ist, die Premium-Variante. Bei der Premium-Variante ist die Basis-URL anders und Du musst einen Benutzernamen sowie einen API-Schlüssel hinterlegen, den Du in Deinem LT-Konto bekommst.

Wie nutze ich LanguageTool in LibreOffice?
Die Frage taucht häufiger auf, aber das ist ganz einfach.
Time needed: 5 minutes
Folge diesen einfachen Schritten und Du kannst die Grammar-Alternative schnell in LibreOffice nutzen.
- Öffne LibreOffice und dann die Einstellungen
Öffne eine LO-Anwendung, etwa die Textverarbeitung Writer. Klicke dann auf Extras > Optionen, um die Einstellungen zu öffnen.

- Modifiziere die Spracheinstellungen
Suche nun die Spracheinstellungen > LanguageTool-Server.

- Aktiviere LanguageTool
Hier musst Du einfach den Haken bei LanguageTool aktivieren setzen und Du benutzt die kostenlose Version der Rechtschreibprüfung.

- Optional: Nutze die Premium-Version
Möchtest Du die Premium-Version nutzen, musst Du die Basis-URL von https://api.languagetool.com/v2/ auf https://api.languagetoolplus.com/v2/ ändern und einen Benutzernamen sowie einen API-Schlüsseln angeben, den Du in Deinem Konto findest.

Du siehst also, dass sowohl die kostenlose Version als auch die Premium-Variante schnell konfiguriert ist.
Der Editor
Der LanguageTool Editor ist relativ neu. Mit diesem Tool kannst Du bestimmen, ob ein Text temporär oder dauerhaft sein soll. Speicherst Du einen Text dauerhaft, musst Du ihn logischerweise manuell löschen. Der Vorteil ist, dass Du mit mehreren Leuten daran arbeiten kannst oder den Text nicht auf einmal bearbeiten musst. Temporäre Texte löschen sich logischerweise von selbst.

Im Editor kannst Du aber Texte nicht nur korrigieren lassen. Es gibt inzwischen auch eine Funktion, womit Du LanguageTool anweisen kannst, Sätze umzuschreiben. Das kann ziemlich nützlich sein.

Hast Du die Funktion Umformulieren ausgewählt, klickst Du einfach auf einen Satz. In der Seitenleiste erhältst Du anschließend mehrere Vorschläge, wie Du den Satz auch auf andere Art schreiben könntest.
Den Editor gibt es allerdings nur in der Premium-Version des Tools.
Apps für Windows, macOS und iOS
Für Windows, iOS und macOS gibt es sogar dedizierte Apps. Der Vorteil der Apps ist, dass Du nicht mehr mit Copy-and-paste arbeiten musst. Die App ist einfach da, wo Du schreibst und überprüft Rechtschreibung sowie Grammatik direkt.

Unter Windows kannst Du die App so einrichten, dass sie systemweit prüft. Dabei ist es egal, ob Du Microsoft Word oder Outlook nutzt. Die App funktioniert auch mit WordPad, das Microsoft mit Windows 11 24H2 inzwischen entfernt hat.
Unterstützt mehrere Sprachen
Die deutsche Alternative zu Grammarly unterstützt aber nicht nur Deutsch, sondern kann mit mehr als 30 Sprachen umgehen.
Besonders gründlich – also inklusive Grammatik, Stil und Zeichensetzung – sind die wichtigsten Sprachen abgedeckt:
- Deutsch
- Englisch
- Französisch
- Spanisch
- Niederländisch
- Polnisch
- Portugiesisch
Insgesamt deckt LanguageTool inzwischen über 30 Sprachen sowie regionale Varianten ab – etwa österreichisches und Schweizer Deutsch oder britisches und amerikanisches Englisch.
DeepL Write: die zweite Empfehlung für deutsche Texte
Neben LanguageTool gibt es eine zweite Empfehlung aus Deutschland: DeepL Write vom Kölner Übersetzungs-Spezialisten DeepL. Das Tool korrigiert nicht nur Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung, sondern schreibt Deine Sätze auf Wunsch komplett um – etwa in einem freundlicheren, sachlicheren oder lockereren Ton. Unterstützt werden aktuell Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Portugiesisch.
Eine kostenlose Web-Version mit begrenzter Textlänge gibt es ebenfalls. Wer mehr braucht, greift zu DeepL Write Pro: Das kostet bei jährlicher Abrechnung rund 10 € pro Monat, bei monatlicher Zahlung 15 €. Damit ist es teurer als LanguageTool Premium. Ich sehe DeepL Write deshalb weniger als Ersatz, sondern eher als Ergänzung: LanguageTool findet zuverlässig Fehler, DeepL Write poliert den Stil.
LanguageTool vs. DeepL Write vs. Grammarly
| LanguageTool | DeepL Write | Grammarly | |
| Deutsch-Korrektur | sehr ausgereift, dafür entwickelt | gut, Fokus auf Stil | neu seit Ende 2025 |
| Kostenlose Version | Web-Version (2.000 Zeichen pro Textfeld) | Web-Version mit Zeichenlimit | Rechtschreibung und Basis-Grammatik |
| Premium-Preis (Jahresabo) | 4,90 € pro Monat | rund 10 € pro Monat | 12 US-Dollar pro Monat |
| Herkunft und Server | Deutschland (Potsdam), EU-Server | Deutschland (Köln) | USA |
| Besonderheiten | Open-Source-Kern, Self-Hosting, LibreOffice-Integration | Umschreiben mit Ton- und Stilvorgaben | KI-Assistent, über 20 Sprachen |
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Ein paar Antworten auf Fragen, die zum Thema gute Alternative zu Grammarly immer wieder auftauchen.
Ja, seit Ende 2025 unterstützt Grammarly auch Deutsch. Rechtschreibung und grundlegende Grammatik prüft es kostenlos, erweiterte Stil- und Umformulierungsvorschläge auf Deutsch gibt es nur im Pro-Abo. Für deutsche Texte ist LanguageTool aber weiterhin die ausgereiftere und günstigere Wahl.
Ja, die gibt es – sogar aus Deutschland. Das Programm nennt sich LanguageTool und es funktioniert mit den populärsten Browsern und Textverarbeitungsprogrammen wie Microsoft Word, Google Docs und LibreOffice Writer (darin sogar integriert).
Es gibt eine kostenlose Version, die gegenüber der Premium-Variante aber eingeschränkt ist und nicht alle Funktionen bietet. Du kannst die Premium-Version auch risikofrei testen, da es eine 14-tägige Geld-Zurück-Garantie gibt.
Es gibt Erweiterungen für alle populären Browser (Chrome, Firefox, Safari, Edge) und damit funktioniert LanguageTool auch mit Gmail, Google Docs, WordPress und allen Systemen, die Du mit einem Browser bedienst. Zudem gibt es Plug-ins für Microsoft Word, Outlook und Mozilla Thunderbird.
Ja, die gibt es und LanguageTool gehört zu den besten, wenn Du eine deutsche Grammatik-, Stil- und Rechtschreibkorrektur suchst.
In der Datenschutzrichtlinie des Unternehmens kannst Du nachlesen, dass Texte, die Du mit dem Browser-Add-on schreibst, nicht gespeichert werden. Die Texte im Editor werden für Dich allerdings schon gespeichert, da Du von allen Deinen Geräten Zugriff darauf hast.
Aktualisiert am 17.07.2026 von Henry. Fakten geprüft.





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