Neue LibreOffice-Initiative: HardHacks

21 August 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

LibreOffice Logo 150x150Bjoern Michaelsen hat in seinem Blog die LibreOffice HardHacks ausgerufen – oder besser erklärt, was es damit auf sich hat. Es ist ein Teil des LibreOffice QA und wird im Zusammenarbeit mit den Entwicklern durchgezogen. Es ist so etwas wie die LibreOffice EasyHacks, nur eben härter 🙂

Das QA-Team wird sich anschicken, die 5 kritischten Fehler zu finden, um die sich gekümmert werden muss. Diese Prozedur wird nun in jeder Konferenz (alle 2 Wochen wiederholt). Diese Fehler müssen sich unter den MAB (nervigste Fehler) befinden und bereits so viele Informationen wie möglich enthalten (Reproduktion, Regression …).

Diese schlimmen Finger werden dann der Kernentwicklern übergeben. Man will einen Hauptentwickler für jeden Bug finden, der dann innerhalb einer Woche Stellung dazu nimmt.

Das Ziel davon ist es, die kritischen Fehler nicht aus den Augen zu verlieren und auch eine qualifizierte Stellungnahme in einer annehmbaren Zeit zu erhalten (liest Du das, Telefon-Support-Hotline der Firma X!). Also QA will nicht hören „Stimmt, ist ein Bug„, sondern eher „Ich brauche weitere Informationen zu diesem Fehler„, „Fehler lässt sich nicht beheben, weil“ und so weiter. Somit erhält das QA-Team wertvolle Informationen, was noch benötigt wird, um das Problem aus der Welt zu schaffen.

Das LibreOffice-Team erhofft sich so, dass das peinliche Schweigen zu einigen Fehlern aus der Welt geschafft wird und einer auf den anderen wartet, um mit der Lösung zu beginnen. Ebenso würden die Entwickler daran erinnert, dass es noch andere Tätigkeiten gibt, als neue Funktionen zu implementieren, die vielleicht noch gar nicht ausgereift genug sind. Das hört sich aber irgendwie wie eine Rüge an, oder täusche ich mich?

Wer bereits Mitglied der LibreOffice-Community ist und schon einiges zu Easyhacks beigetragen hat, kann sich gerne auch mal die HardHacks ansehen. Die Hauptentwickler sind jedem dankbar, der ihnen Arbeit abnimmt. Man möchte allerdings im Hinterkopf behalten, dass es sich hier um wirkliche Kopfnüsse handelt und ein Misslingen sei eine Option. Wer allerdings einen so nervigen Käfer erfolgreich vertreibt, dem seien Ruhm und Ehre gewiss – na wenn das kein Ansporn ist.

Das QA-Team will weiterhin versuchen, über die Ergebnisse zu bloggen.

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