GIMP: Rahmen um eine Auswahl oder ein ganzes Bild ziehen
Einen Rahmen zeichnest Du in GIMP mit einer Auswahl und „Bearbeiten → Auswahl nachziehen“. Damit hebst Du etwa einen Knopf oder einen Bereich in einem Screenshot hervor. Soll der Rahmen dagegen außen um das ganze Bild laufen, nimmst Du „Filter → Dekoration → Rand hinzufügen“. Dafür brauchst Du keine zusätzliche Erweiterung.
Die folgenden Schritte beschreiben GIMP 3.0. Die erhaltenen Beispielbilder stammen aus der ursprünglichen Anleitung von 2014. Das Prinzip bleibt gleich: Erst legst Du die Form fest, dann zeichnest Du ihre Kontur.
GIMP: Rahmen um eine Auswahl zeichnen
Öffne Dein Bild. Für eine Markierung lohnt sich eine eigene Ebene: Wähle zunächst die oberste Bildebene und dann Ebene → Neue Ebene. Nenne sie „Rahmen“, übernimm die Bildgröße und wähle eine transparente Füllung. Lass diese Ebene ausgewählt. So kannst Du die Markierung später ausblenden oder entfernen, ohne das Foto zu verändern.
1. Vordergrundfarbe festlegen
Mit der Vordergrundfarbe bestimmst Du die Farbe des Rahmens. Klicke im Werkzeugkasten auf das vordere der beiden überlappenden Farbfelder und wähle eine Farbe, die sich vom Bild abhebt. Im ursprünglichen Beispiel ist das Rot.

2. Bereich auswählen
Aktiviere die Rechteckige Auswahl mit der Taste R. Ziehe einen Kasten um das, was Du mit einem Rahmen versehen möchtest. Über die Griffe an den Ecken und Seiten kannst Du die Auswahl anpassen. Bestätige sie mit Enter. Lass etwas Abstand zum markierten Inhalt, damit die spätere Linie keine Schrift überdeckt.

Die gestrichelte Auswahlgrenze ist noch kein gezeichneter Rahmen. Sie zeigt nur, welchen Bereich Du ausgewählt hast. Erst der nächste Schritt erzeugt eine sichtbare Linie im Bild.
3. Bearbeiten → Auswahl nachziehen
Rufe Bearbeiten → Auswahl nachziehen auf. Den Befehl erreichst Du auch über das Menü nach einem Rechtsklick ins Bild. Ist er ausgegraut, prüfe zuerst, ob tatsächlich eine Auswahl besteht.

4. Linienbreite und Stil einstellen
Wähle im Dialog Linie und Vordergrundfarbe. Stelle die Linienbreite in Pixeln ein. Als Ausgangspunkt kannst Du beispielsweise 6 px probieren und die Stärke an die Bildgröße anpassen. Das ist ein Vorschlag, kein fester Idealwert.
Für einen schlichten Rahmen wählst Du eine durchgezogene Linie. Kantenglättung glättet schräge und gebogene Konturen. Über den Linienstil sind auch gestrichelte Linien möglich. Bestätige mit Nachziehen.
5. Auswahl aufheben und Ergebnis prüfen
Wähle Auswahl → Nichts. Nun siehst Du den fertigen Rahmen ohne die gestrichelte Auswahlgrenze. Ist die Linie zu dick oder die Farbe unpassend, mache das Nachziehen rückgängig und wiederhole es mit anderen Einstellungen. Nur die Vordergrundfarbe zu ändern, färbt einen bereits gezeichneten Rahmen nicht um.

Einen Rahmen um das ganze Bild erstellen
Für einen äußeren Bilderrahmen gibt es einen eigenen Filter. Rand hinzufügen kann Platz außerhalb des Fotos schaffen. Anders als eine Markierung im Bild muss der Rahmen dann keine Bildteile verdecken.
- Öffne das Bild und rufe Filter → Dekoration → Rand hinzufügen auf.
- Lege Randgröße X für links und rechts sowie Randgröße Y für oben und unten fest. Gleiche Werte ergeben rundum die gleiche Randbreite.
- Wähle die Randfarbe. Die Option Farbänderung erzeugt unterschiedliche Helligkeiten an den vier Seiten und damit einen plastischen Eindruck.
- Lass Größenänderung zulassen eingeschaltet, wenn der Rahmen außen hinzukommen soll. Bestätige den Dialog.
Mit erlaubter Größenänderung wächst die Bildbreite um zweimal X und die Bildhöhe um zweimal Y. Schaltest Du die Option aus, bleiben die Abmessungen erhalten, der Rand verdeckt dann aber die äußeren Bildbereiche.
Andere Auswahlformen: runde und freie Rahmen
Es muss kein Viereck sein. Mit der Elliptischen Auswahl, Taste E, ziehst Du einen ovalen Rahmen auf. Für einen Kreis stellst Du das Seitenverhältnis auf 1:1. Mit der Freien Auswahl, Taste F, erstellst Du eine eigene Form. Schließe deren Umriss und bestätige mit Enter. Danach funktioniert das Nachziehen wie beim Rechteck.

Zum Markieren gehört auch der ältere Tipp zum Zeichnen von Pfeilen in GIMP 2.8. Möchtest Du störende Objekte entfernen, zeigt das Resynthesizer-Tutorial zu Heal Selection Beispiele. Dazu gibt es einen ergänzenden Beitrag über Heal Selection unter GIMP 2.10. Diese älteren Plug-in-Anleitungen beziehen sich auf GIMP 2.
Zum Schluss exportieren: Wähle Datei → Exportieren als, vergib einen Namen wie bild-mit-rahmen.png und bestätige den PNG-Export. Bewahre zusätzlich eine XCF-Datei über Datei → Speichern unter auf, wenn Du die Ebenen später weiterbearbeiten möchtest.
Aktualisiert am 09.09.2026 von Henry. Fakten geprüft.
























Ich präferiere, gerade für das Arbeiten mit Screenshots und setzen von Markierungen, das Linux-Tool "Shutter".
Ideal um mit wenigen Klicks eine selektierte Auswahl zu snapshotten und anschließend im Bearbeitungsmodus Rahmen um gewünschte Elemente zu ziehen.
Probier' es mal aus!
Gruß
Sascha
Shutter nehme ich unter Linux Mint und Cinnamon. Unter KDE verwende ich allerdings das vorhandene KSnapshot, womit ich Aufnahmen direkt an andere Programme (zum Beispiel GIMP) senden kann. Da brauche ich dann diese Methode auf jeden Fall.
Ich modifiziere oft noch ein bisschen mehr, wofür ich sowieso GIMP verwende.
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Herje..wie lange habe ich jetzt über der Lösung gegrübelt und dabei ist es doch soooo einfach ... Danke aber für deine Mühe, uns die Umrahmung so detailliert zu erläutern!
Viele Grüße