Update für Steam-Client bessert „lösche Alles“-Bug aus

20 Januar 2015 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Linux-Anwender sollten schleunigst ihren Steam-Client aktualisieren. Valve schließt damit einen Fehler oder einen Bug, der unter Umständen Dateien des Anwender löscht – das war dann der Fall, wenn die Variable STEAMROOT in der Datei steam.sh leer war.

Update für den Steam-Client vom 19. Januar 2015

Wer seinen Steam-Client startet, kann das Update manuell erzwingen, sollte es nicht sowieso starten. Dazu klickt man auf Steam links oben und dann eben auf das Update prüfen.

Das Update ist 179 MByte groß, bringt diverse Neuerungen mit sich und besser auch einige Ungereimtheiten und Probleme aus.

Update für den Steam-Client bessert Fehler in steam.sh aus

Update für den Steam-Client bessert Fehler in steam.sh aus

Zunächst einmal ist Steam Broadcasting hinzugefügt. Damit kann man sozusagen sein Spiel live ins Internet übertragen und Freunde können einem live beim Spielen zusehen. Das ist nun eine Funktion, die mich persönlich recht wenig interessiert – muss ich ehrlich zugeben.

Weiterhin ist ein FPS-Counter in Steam Overlay mit an Bord.

Des Weiteren wurden diverse Bugs ausgebessert. Zum Beispiel ist der Steam-Client auf älteren 64-Bit AMD-Prozessoren manchmal abgestürzt, wenn man Steamworks-Spiele starten wollte.

Synchronisation beim Video-Playback gibt es auch. Die CPU-Last konnte man für animierte Bilder oder Videos reduzieren, sowie bei der Interaktion mit dem Haupt-Fenster des Steam-Clients.

Auch bei Big Picture und dem so genannten In-Hom Streaming wurde nachgebessert. Einen Fix für einige Combo-Boxes in SteamOS gibt es auch.

Linux-Update

Der Fix für den bösen „lösche Alles“-Bug (unter bestimmten Umständen) liest sich bei Valve so:

Fixed a rare bug where Steam could delete user files when failing to start

Der ist nun repariert. Sehen wir uns das mal genauer in der Datei steam.sh an, in der das böse rm -rf "$STEAMROOT/"* ohne Überprüfung der Variable STEAMROOT zu finden war. Vorher sah das so aus:

steam.sh: Das ist in der Tat Scary!

steam.sh: Das ist in der Tat Scary!

Nun überprüft man vorher, ob die Variable STEAMROOT leer ist oder nicht.

steam.sh: Nicht mehr Scary!

steam.sh: Nicht mehr Scary!

Das rm -rf ist zwar weiterhin vorhanden, wird aber nur dann ausgeführt, wenn $STEAMROOT nicht leer ist. Damit lässt sich dann doch erheblicher Schaden vermeiden – der Umstand war zwar selten, aber möglich.

Sagen wir so: Ich starte meinen Steam-Client nun mit wesentlich besserem Gewissen … 🙂

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3 Kommentare zu “Update für Steam-Client bessert „lösche Alles“-Bug aus”

  1. Martin Zabinski sagt:

    Hi,

    wurden die anderen rf -rf auch mit einer Prüfung ausgestatet?
    Sollte ja mehrere davon dadrin geben.

    MfG ich

    • jdo sagt:

      Bei den anderen ist das nicht so relevant, da es dort kein "$STEAMROOT/" drinsteht ... das kann also nicht / werden, was bekanntlich root ist.

  2. Georg sagt:

    Funktionen wie Steam Broadcasting, die in Richtung Let's Play gehen, finde ich im Gegenteil besonders interessant. Nicht, dass ich diese Funktion nutzen würde. Aber fast jeder LPer hat Steam sowieso, wieso also nicht auch LPs direkt über Steam verteilen? Vielleicht wird dieses Feature irgendwann in die Public LP-Richtung weiterentwickelt.

    Was hat sich damals eigentlich der #Scary-Kommentator beim Schreiben des Codes gedacht? Dass er damit den Alt+F4-Witz der Youtube-Kiddies auf Linux portiert hat? o.O

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