ownCloud App 2.4.0 für Android streamt Videos, Live-Streaming zu YouTube mit einem Raspberry Pi

31 Mai 2017 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)
  • ownCloud App 2.4.0 für Android ist da (3.6.0 für iOS). Die Apps unterstützen Video Streaming!
  • Live-Streaming zu YouTube mit einem Raspberry Pi
  • KDE Plasma 5.10 ist veröffentlicht
  • Nextcloud Client für den Desktop ist als AppImage verfügbar
  • Entwicklung von WPS Office für Linux ist auf Eis gelegt
  • Das Humble Adult Swim Games Bundle mit drei Spielen für Linux
  • Scribus 1.5.3 ist veröffentlicht

ownCloud App 2.4.0 für Android kann Videos streamen

Es gibt eine neue mobile ownCloud App für jeweils Android und iOS. Die Apps unterstützen die Server-Funktion, dass sich mehrere öffentliche Links pro Datei erzeugen lassen. Die Share-Ansicht lehnt sich deutlicher am Web UI an. Sind ei Custom Groups auf dem Server aktiviert, kann die mobile App ebenfalls damit umgehen.

ownCloud App 2.4.0 unterstützt mehrere öffentlichen Links (Quelle: owncloud.org)

ownCloud App 2.4.0 unterstützt mehrere öffentlichen Links (Quelle: owncloud.org)

Interessant für Anwender ist, dass die neueste ownCloud App 2.4.0 für Android und iOS Videos streamen kann. MP4-Dateien, die auf dem Server liegen, lassen sich per Berührung abspielen. Du musst also nicht das Video zunächst herunterladen und kannst es dann ansehen, es wird gestreamt.

Unter Android gibt es eine weitere große Neuerung. Sollte eine Übertragung wegen Verbindungsproblemen unterbrochen werden, dann wird die Datenübertragung automatisch nochmal versucht. Die Funktion betrifft in erster Linie Anwender von Android 6 und 7.

Du findest die Apps im Google Play Store oder im Apple App Store. Bei F-Droid ist derzeit noch Version 2.3.0 hinterlegt und nicht ownCloud App 2.4.0.

Interessierte bekommen weitere Informationen in den Changelogs für Android (Quellcode auf GitHub) beziehungsweise iOS (Quellcode).

Neben den neuen Versionen für die ownCloud App gibt es auch eine Testversion für die kommende Desktop-Variante.

Hinweis: Die oCCon17 (ownCloud Conference 2017) wird von 20.-23. September 2017 in Nürnberg stattfinden.

Live-Streaming zu YouTube mit einem Raspberry Pi

In seinem Tutorial beschreibt Alex Ellis, wie der mit einem Raspberry Pi Live auf YouTube streamt. Das funktioniert vorher auch schon, aber nur mit ziemlichem Aufwand. Du musstest ffmpeg kompilieren und auf älteren Raspberry Pis hat das Stunden gedauert – seinen Aussagen zufolge neun. Ist ein Fehler aufgetreten, waren gleich noch einmal mehrere Stunden Wartezeit vorprogrammiert.

Diese Bürde bleibt Dir aber erspart, da Ellis ein Docker Image mit ffmpeg zur Verfügung stellt. Er selbst verwendet einen Raspberry Pi Zero. Du kannst mit dieser Methode einen öffentlichen, nicht gelisteten oder privaten Stream einrichten.

Die Methode via Docker funktioniert mit Raspbian Jessie Lite und auch mit der vollen Pixel-Variante. Das sieht so einfach aus, dass es geradezu einlädt, selbst ein Live Streaming mit einem Raspberry Pi auszuprobieren, oder?

YouTube Live Dashboard (Quelle: alexellis.io)

YouTube Live Dashboard (Quelle: alexellis.io)

KDE Plasma 5.10 is da

Die KDE-Entwickler haben KDE Plasma 5.10 ausgegebenFolder View ist ab sofort der Standard-Desktop. Die KDE-Entwickler schreiben selbst, dass sie sich jahrelang gegen Symbole auf dem Desktop gewehrt haben, nun aber doch eingeknickt sind. Der Anwender will es eben so und kann nun sehr einfach Dateien oder Ordner auf dem Desktop ablegen, ohne das System umkonfigurieren zu müssen.

Es gibt noch andere Neuerungen, die das nachfolgende Video sehr gut erklärt.

Wer Plasma 5.10 ausprobieren möchte, kann sich die User Edition von KDE Neon herunterladen. Die LTS Edition von KDE Neon bietet weiterhin KDE Plasma 5.8. Andere Live-Abbilder mit Plasma 5.10 sind derzeit nicht gelistet.

NextCloud Desktop Client als AppImage

Es gibt einen Nexctloud Desktop Client für Linux als AppImage. Eigentlich gab es im Oktober 2016 schon mal einen Client als AppImage, aber der wurde bisher eher stiefmütterlich behandelt. Nun wollen die Entwickler der Nextcloud aber auch Binärpakete für Linux zur Verfügung stellen und der Weg über die AppImages ist attraktiv.

Wer den Nextcloud Desktop Client AppImage ausprobieren möchte,  kann hier das Paket herunterladen. Es basiert auf der aktuellen Beta-Version. Nach dem Herunterladen musst Du die Datei noch ausführbar machen und kannst den Synchronisations-Client dann einfach starten.

Nextcloud Desktop Client läuft als AppImage

Nextcloud Desktop Client läuft als AppImage

Abgesehen vom Gesamtbild (er passt optisch nicht in meine Mint-Umgebung) möchte ich aber auch die kleinen Symbole im Dateimanager haben. Anders gesagt geht mir die Integration mit dem Dateimanager ab. Brauchen tut man das nicht unbedingt, aber angenehm ist es schon. Deswegen verwende ich derzeit zwar die Nextcloud als Server, aber immer noch den ownCloud Client inklusive Nemo Plugin (owncloud-client-nemo).

Für Ubuntu und Linux Mint gäbe es auch ein PPA. Damit lässt sich der Nextcloud Client für Linux ebenfalls installieren. Die Integration für den Dateimanager fehlt aber auch hier. Von daher gedulde ich mich noch, bis das so weit ist.

Vorerst keine Linux-Unterstützung mehr für WPS Office

Ob an WPS Office für Linux noch weiter gearbeitet wird, war die Frage. Als Antwort folgte, dass die Entwicklung derzeit auf Eis liegt. Community Builds seien angebracht.

Das Dumme ist nur, dass der Quellcode nicht offen ist. Ohne Open Source wird es mit den Community Builds schwer. Das wurde in der Konversation auf Twitter auch so herausgestellt und die Entwickler von WPS Office diskutieren geradem wie es damit weitergeht.

Derzeit konzentriere sich das Team auf Mobile. Linux steht erst Ende des Jahres wieder auf dem Plan.

 

Es gibt unter Linux ja zum Glück Alternativen. Da wären LibreOffice und auch ONLYOFFICE sowie SoftMaker Office für Linux.

Spiele und Linux

Im Humble Adult Swim Games Bundle gibt es lediglich drei Spiele für Linux und ich gehe nur auf die ein. Wenn Du mindestens einen US-Dollar bezahlst, dann gibt es den Platformer Volgarr the Viking.

Schlägst Du den Durchschnitt von derzeit 7,43 US-Dollar, dann bekommst Du den Puzzle Platformer Rise & Shine oben drauf.

Ab 12 US-Dollar ist dann noch das Strategiespiel Glittermitten Grove im Paket.

Kurz notiert

Scribus 1.5.3 ist veröffentlicht. Das Highlight ist laut eigenen Angaben nicht sofort offensichtlich. Es handelt sich dabei um die komplett neu geschriebene Text Layout Engine, die auch komplexe Sprachen wie Arabisch, Hindi oder Thai unterstützt. Weiterhin werden fortschrittliche OpenType-Funktionen wie Doppelbuchstaben und zusätzliche Glyphen unterstützt. Scribus unterstützt nun ungefähr 500 Sprachen und Schriften. Die Open Source Software Scribus läuft unter Linux, macOS und Windows.

Fedora 26 verschiebt sich um eine weitere Woche. Damit ist eine finale Version im Juni 2017 nicht mehr machbar. Fedora 26 wird also frühestens im Juli 2017 das Licht der Welt erblicken.

Nette Pi-Konstellation

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