Googles Guetzli komprimiert JPEG bis zu 35 Prozent – Tails 3.0 Beta 3 ist da

22 März 2017 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)
  • Tails 3.0 Beta 3 (The Amnesic Incognito Live System) steht zum Testen bereit
  • Ubuntu 17.04 ist im Final Beta Freeze
  • Freunde von 2D RPGs werden sich über die Portierung der Aveyond-Serie freuen
  • Mit Overload kommt Descent zurück – auch für Linux
  • Google gibt mit Guetzli einen Open-Source-Algorithmus aus, der JPEG-Dateien bis zu 35 Prozent kleiner macht. Die Sache hat aber einen Haken …
  • Mozilla hat eine Demo-Seite für CSS Grid erstellt
  • Für Kodi 18 befindet sich ein Netflix-Plugin in der Entwicklung / für Kodi 17 gibt es eine erste Wartungs-Version
  • ONLYOFFICE lässt sich ab sofort auch in Nextcloud integrieren
  • Mit Blog in a Box setzt Du in zirka 30 Minuten eine WordPress-Instanz für den Raspberry Pi auf. Das Theme enthält Unterstützung für Pi-Kamera und SenseHAT

Tails 3.0 Beta 3 ist testbereit

In der dritten beta-Version von Tails 3.0 haben die Entwickler wichtige Security-Fixes implementiert. Ebenfalls wurde der Greeter verbessert und diverse Bugs sind bereinigt. Weiterhin kannst Du im Greeter die nachfolgenden Tastaturkürzel verwenden:

  • Alt: für die Schnellzugriffe im Hauptfenster
  • Strg++A: Damit legst Du das Passwort für den Administrator fest.
  • Strg++M: Einstellungen für das MAC Spoofing
  • Strg++N: Einstellungen für das Tor-Netzwerk (The Onion Router)

I2P wurde entfernt und das blüht Tails 2.12 ebenfalls. Außerdem sind die X11 Guest Utilities für VirtualBox wieder enthalten. Gemeinsam genutzte Ordner und die Zwischenablage sollten dann wieder funktionieren.

Tails 3.0 Greeter

Tails 3.0 Greeter

Die Migration der von KeePassX generierten Datenbanken auf das von KeePassX 2.0.x benötigte Format ist automatisiert.

Die Spezial-Distribution Tails 3.0 wird die erste Version von Tails (The Amnesic Incognito Live System) sein, die auf Debian GNU/Linux 9 Stretch basiert. Damit kommen natürlich auch viele Updates in Sachen Software. Interessierte finden alle weitere Informationen im Changelog. Einen Download Link zum ISO-Abbild für Tails 3.0 Beta 3 findest Du in der Ankündigung.

Tails 3.0 - Anwendungen

Tails 3.0 – Anwendungen

Spiele und Linux

Freunde einfacher 2D RPGs dürften sich freuen, dass die Aveyond-Serie auf Linux portiert wurde. Das Gameplay erinnert mich doch sehr an das alte Final Fantasy und das muss kein Nachteil sein. Ich habe Final Fantasy auf dem Game Boy geliebt und ebenfalls die Phantasy-Star-Reihe auf dem Sega Master System verschlungen. Die Preise sind OK und die Anforderungen an die Hardware eher gering (minimal 512 MByte RAM, 1 GByte empfohlen).  Die Download-Größgen betragen zwischen 80 und 300 MByte. Wer sich für die Games interessiert, der kann sich bei RadialApps umsehen.

Overload mit Early Access auf Steam

Kennt jemand noch Descent? Was für eine Revolution in Sachen PC-Spiele – fand ich damals zumindest. Die Entwickler von Descent stecken auch hinter Overload, das nun als Early Access bei Steam verfügbar ist. Als Systemanforderungen für Linux sind Ubuntu 12.04+ oder SteamOS, 4 GByte RAM und 1,8 GByte freier Speicherplatz genannt. Die Bewertungen sind bisher auch positiv und das alte Descent-Feeling soll sich schnell einstellen.

Kurz notiert

Im GNOME-Blog wurde die Veröffentlichung von Builder 3.24 angekündigt. Die meisten Änderungen haben sich unter der Haube abgespielt. Wer also mit GNOME Builder hantiert, der muss sich nicht komplett umstellen. Den Quellcode von Builder 3.24 findest Du hier.

Ubuntu 17.04 Zesty Zapus befindet sich nun im Final Beta Freeze. Am späten Donnerstag soll es dann Beta-Versionen von Ubuntu 17.04 Zesty Zapus geben.

Google hat den JPEG-Encoder Guetzli als Open Source zur Verfügung gestellt. Damit lassen sich JPEG-Dateien um bis zu 35 Prozent reduzieren. Das wirkt sich natürlich auf Ladezeiten im Web aus. Google schreibt, dass sich Guetzli im weitesten SInne mit Zopfli vergleichen lässt. Damit lassen sich kleinere PNG- und gzip-Dateien erzeugen, ohne ein neues Format zu brauchen. Der Haken an Guetzli ist, dass ein Erzeugen einer komprimierten Datei signifikant länger dauert als das mit den momentanen Methoden der Fall ist. Als Betreiber einer Website würde ich das trotzdem in Kauf nehmen, da der Besucher davon profitiert.

Wer sich für CSS Grid interessiert, der sollte sich diese Mozilla-Seite ansehen. Ist wirklich ganz interessant und einfach erklärt. Du klickst auf die jeweiligen Beispiele, danach wird der entsprechende Code erklärt und Du siehst das Ergebnis auch sofort.

Mozilla erklärt CSS Grid

Mozilla erklärt CSS Grid

RHEL 6.9 und Security Risk Report 2016

RHEL 6.9 (Red Hat Enterprise Linux) ist ausgegeben. Die offizielle Ankündigung informiert, dass es Unterstützung für neue Hardware gibt. Die Distribution soll Unternehmen auch bei einem sanften Umstieg auf RHEL 7 helfen. Weiterhin haben die Entwickler Updates auf TLS 1.2 eingepflegt und bieten breiteren Support für die neuesten PCI-DSS-Standards.

Weiterhin gibt es einen Security Risk Report für 2016 bezüglich der Red-Hat-Produkte. Wer sich dafür interessiert, der darf den Bericht kostenlos als PDF herunterladen.

Netflix-Plugin für Kodi ist in der Entwicklung

Kodi bekommt ein Netflix-Plugin, das einigen Anwendern krude Workarounds ersparen dürfte. Die Voraussetzungen, um das Netflix-Plugin unter Kodi nutzen zu können, sind derzeit:

 Das Plugin erlaubt mehrere Netflix-Profile und Du kannst außerdem in Netflix suchen. Alle weitere Informationen findest Du bei GitHub.

Kodi 17.1 ist die erste Wartungs-Version von Kodi 17 Krypton. Neuerungen gibt es keine, dafür sind diverse Bugs bereinigt. Den beiden neuen Standard-Themes Estuary und Estouchy haben die Entwickler sowohl Bugfixes als auch Verbesserungen spendiert. Wer Kodi 17 auf einem Raspberry Pi 3 betreiben möchte, der nimmt am besten LibreELEC 8. Damit läuft das Multimedia-Center in Nullkommanix – mache ich genauso.

100 Millionen Sterne in KStars

100 Millionen Sterne in KStars anzeigen lassen, ist möglich. Dazu brauchst Du den USNO NOMAD Sternenkatalog. Viele scheinen allerdings ein Problem damit zu haben, die Datei mit 1,4 GByte aus KStars (Download New Data) herunterzuladen. Der Download schlägt einfach fehl. Mit wget oder einem anderen Download-Manager kannst Du den Sternenkatalog trotzdem herunterladen und installieren. In diesem Tipp findest Du als Sternengucker heraus, wie das geht. Ich beobachte Sterne sehr gerne und findest Du den Polarstern, dann lassen sich auch tolle Bilder erzeugen.

Sternenspur (Star Trail) und Palmen

Sternenspur (Star Trail) und Palmen

ONLYOFFICE lässt sich nun auch in Nextcloud integrieren

Wer eine Alternative zu LibreOffice oder Collabora Online sucht, der könnte bei ONLYOFFICE fündig werden. Ab sofort lässt sich der ONLYOFFICE Document Server zusammen mit der Nextcloud nutzen. Dazu sind aber einige Voraussetzungen notwendig.

  • Du benötigst mindestens ONLYOFFICE Document Server v.4.2 oder höher. Er lässt sich via Docker, .deb oder .rpm einrichten. Wichtig ist an dieser Stelle aber, dass der Document Server auf einem anderen Rechner (mit Docker ging es auf der gleichen Hardware) läuft.
  • Weiterhin muss Nextcloud v.11.0.2 oder höher im Einsatz sein.
  • Die Integrations-App bezüglich ONLYOFFICE und Nextcloud oder ownCloud gibt es Nextcloud App Store. Die Integrations-App ist unter Werkzeuge gelistet. Sobald sie aktiviert ist, kannst Du über die Administration die Adresse des Document Servers hinterlegen.
ONLYOFFICE nun auch mit Nextcloud möglich

ONLYOFFICE nun auch mit Nextcloud möglich

Weitere Informationen zur Integration gibt es im Blog von ONLYOFFICE. Die Software unterstützt die gängigsten Formate. Der Document Editor kann neben DOC und DOCX auch mit ODT umgehen. Äquivalent dazu unterstützt der Spreadsheet Editor XLS, XLSX und ODS.

Blog in a Box habe ich in einem separaten Beitrag behandelt. Lässt sich schnell installieren und konfigurieren. Ideal für Spielkinder und Entwickler.

Nette Pi-Konstellation

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