Computer oder Gehirn? Macht uns das Internet immer dümmer?

23 März 2017 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Im heutigen Zeitalter muss man sich wirklich langsam die Frage stellen: Macht uns das Internet immer dümmer? Im Prinzip übernehmen mittlerweile die Computer das Denken und künstliche Intelligenzen kompetieren mit den menschlichen Gehirnen. Kein Wunder also, dass wir immer mehr der virtuellen Realität verfallen.

Computer oder Gehirn, eine schwierige Frage, noch dazu, da die Roboter von Jahr zu Jahr immer menschlicher werden. Geht es bei der angeblichen Verdummung nur um reine Panikmache oder können wir uns wirklich gegen künstliche Intelligenz noch durchsetzen?

Die virtuelle Welt – ist das wirklich eine ernsthafte Konkurrenz?

Virtuelle Welten sind verlockend und faszinierend. Aufgrund der menschlichen Wahrnehmungsfähigkeit werden uns dabei so richtig intensive Eindrücke vermittelt, wie das beispielsweise bei den virtuellen Brillen der Fall ist. Mit den VR-Brillen können wir die neuesten Automodelle nach Herzenslust ausprobieren und Häuser von allen Winkeln betrachten, ohne dabei körperlich anwesend zu sein. Vor allem leidenschaftliche Gamer kennen diese Sensation schon lange, wenn sie sich beim Spielen mitten in einem blutigen Schlachtfeld befinden. Grenzen zwischen der eigentlichen Realität und der virtuellen Welt können also schon durch die einfachsten Mittel wie Brillen verschwinden.

Wissen steht heute wirklich jedem durch das Internet zur Verfügung. Nur alleine bei Wikipedia werden täglich tausende von neuen Beiträgen in diesem Online-Lexikon hinzugeführt. Aber wird man durch diese nützlichen Informationen auch wirklich viel dümmer?

Kann vorhandenes Wissen auch zu einer digitalen Demenz führen?

Diese Frage wird bis jetzt von den Wissenschaftlern noch heiß diskutiert. Fest steht auf jeden Fall, dass auch Genies wie beispielsweise Einstein für seine Forschungsarbeiten auf die Fakten von anderen zurückgreifen musste. Klar, dass das früher in gedruckter Form der Fall war. Heutzutage haben wir dafür das Internet. Warum soll das also zu Verdummung führen?

Im Prinzip geht man davon aus, dass die sofortige Verfügbarkeit ohne großen Aufwand zu Nachlässigkeit führt. Auch kommt es dabei auf die richtige Dosierung der Daten an. Je mehr Infos innerhalb eines bestimmten Zeitraums verarbeitet werden müssen, desto länger ist selbstverständlich auch die benötigte Reaktionszeit. Dies ist auch bei Profis in bestimmten Aufgabengebieten der häufigste Fehler. Langfristige Lösungen lassen sich nur dann erzielen, wenn man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann. Wer aufmerksam bleibt, braucht also auch keine Angst vor einer virtuellen Demenz zu haben.

Warum haben wir Angst zu Verdummen?

Die Angst durch Computer zu verdummen, ist nicht nur alleine auf die Konkurrenz der künstlichen Intelligenz zurückzuführen. Forscher in Gedächtnisleistung führen die Angst auf eine einfache Überforderung oder gegebenenfalls auch auf eine Unterforderung der Intelligenz zurück. Stress auf der Arbeit beispielsweise, zu viele Termine und auch das ständige Klingeln vom Telefon tragen deutlich zu einem chronischen Stress bei. Demenzforscher gehen davon aus, das solche Personen geistig bereits schon im Alter von 40 Jahren gewaltig abbauen werden. Wer also auch nach einigen Jahren noch viel leisten will, sollte lernen mit seinen Energien besser umzugehen. Pausen nach rund 100 Minuten Arbeit sind deshalb unbedingt notwendig, wenn man geistig nicht auf der Strecke bleiben möchte.

Was die Unterforderungen angeht, so wirkt sich die Eintönigkeit ebenfalls negativ auf das Gehirn aus. Laut Siegfried Lehrl, einem bekannten Forscher in Bezug auf Gedächtnisleistung und akademischer Direktor der Uniklinik in Erlangen, kann der IQ bei drei Wochen Faulenzen sogar um erschreckende 20 Punkte sinken.

Wer ist intelligenter, Computer oder Gehirn?

Stephen Hawking sagte schon vor zwei Jahren voraus, dass innerhalb von hundert Jahren die Computer mit Sicherheit intelligenter sein werden, als die Menschen. Zum aktuellen Zeitpunkt sind die Menschen noch in der Lage, die Roboter zu steuern, aber wer weiß, wie lange das noch der Fall sein wird.

Die Entscheidung, ob die künstliche Intelligenz gut oder schlecht für die Menschheit ist, hängt vorwiegend vom eigentlichen Nutzen und den dazu notwendigen Entscheidungen ab. Computer sollten in erster Linie dafür da sein, Umweltzerstörungen, Krankheiten und auch die Armut besser zu bewältigen. Bei der Entwicklung der Computer geht es übrigens nicht nur darum, Faktenwissen zu übermitteln, sondern um Kombinationen und mögliche Assoziationen. Damit werden die Roboter immer mehr zu Menschen. Die meisten von ihnen können jetzt schon aus ihren Fehlern lernen. Es ist also mehr als deutlich, dass künstliche Intelligenz als Konkurrenz für das Gehirn auf dem Vormarsch ist.

Fazit

Was die Zukunft noch alles bringen wird, stellt sich mit Sicherheit erst in den nächsten Jahren heraus. Fest steht auf jeden Fall, dass die Forscher auch weiterhin ihr Augenmerk bei der Weiterentwicklung von Computern und Robotern haben. Schon seit einiger Zeit sind die Programmierer erfolgreich damit beschäftigt, das menschliche Gehirn aufgrund von experimentellen Beobachtungen und Messdaten, am Computer bestens simulieren zu können. An diesen mathematischen Modellen können die Forscher dann an den Netzwerken experimentieren und Verhaltenssituationen simulieren. Dadurch lassen sich die Gehirnfunktionen bei den Robotern nachbilden und zur Steuerung effizient einsetzen. Angeblich soll durch solche Computer-Simulationen keine Konkurrenz in Bezug auf Intelligenz geschaffen werden, sondern zu verbesserten Hirnstimulationen beispielsweise bei Patienten mit Alzheimer oder Parkinson beitragen.

Gast-Beitrag von Philipp Egger. Er ist ein professioneller Redakteur und ein erfahrener Content Manager bei Essayhilfe. Sie können auch ihn direkt über Facebook erreichen.

Mein Senf dazu

Unter dem Thema Macht uns das Internet immer dümmer hätte ich mir eigentlich ein bisschen etwas anderes vorgestellt. Der Artikel ist mehr nach dem Motto geschrieben Machen uns Computer immer dümmerVerlieren wir irgendwann in Sachen Intelligenz gegen Computer und Schläft das Gehirn ein, wenn wir faul sind.

Es sind natürlich interessante Aspekte in diesem Artikel. Ich komme sehr viel leichter an Informationen und muss mein Gehirn weniger anstrengen – das ist richtig. Was mir aber komplett fehlt, ist der Bezug auf die Dauerberieselung aus dem Internet. Das geht natürlich in die Richtung mit der nicht mehr ausreichenden Stimulation des Gehirns. Es geht aber nicht nur darum, Informationen schneller finden zu können. Ich persönlich sehe viel mehr mit Sorge, dass die Bildschirme komplett unseren Alltag übernommen haben. Jeder glotzt nur noch auf sein Smartphone und lässt sich mit allem möglichen Schrott zuballern. Schimmer ist noch, dass so viel Mist geglaubt wird.

Leute teilen ungefiltert Beiträge auf sozialen Netzwerken, ohne jemals mehr als die Überschrift zu lesen. Somit macht uns das Internet sehr wohl dümmer, weil immer mehr Menschen anscheinend jeden Scheiß akzeptieren. In diesem Fall hat dümmer zunächst weniger mit Intelligenz zu tun, sondern mit Manipulation und der Faulheit, die alternativen Fakten zu hinterfragen. Jemand hat natürlich auch immer Interesse daran, die Massen so dumm wie möglich zu halten. Welches Mittel dazu verwendet wird, ist zweitrangig.

Macht uns das Internet immer dümmer? Wenn wir jeden Mist glauben, dann schon ...

Macht uns das Internet immer dümmer? Wenn wir jeden Mist glauben, dann schon …

Ich habe in einer Studie gelesen, dass dem Deutschen Urlauber Wi-Fi wichtiger ist als eine saubere Dusche! Ich selbst habe Touristen erlebt, die in der wunderschönen Stadt Edinburgh auf den McDonald’s gedeutet haben und denen dabei noch ein „boah Free Wi-Fi“ entflohen ist. Wozu fährt der Depp eigentlich in den Urlaub?, habe ich mir gedacht.

Macht uns das Internet immer dümmer? Ich befürchte fast, ja.

Ab und zu selber denken kann wirklich nicht schaden. Das doofe Smartphone ab und zu einfach nicht mitzunehmen, ist tatsächlich befreiend.

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