Linux Kernel 4.10 und 7″-Notebook GDP Pocket mit Ubuntu 16.04

22 Februar 2017 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)
  • Linux Kernel 4.10 ist da und soll Allwinner (zum Beispiel Pine A64) besser unterstützen
  • LibreELEC 8 mit Kodi 17 Krypton habe ich einen separaten Beitrag spendiert
  • Das GDP Pocket ist ein 7″ Notebook mit Ubuntu 16.04 oder Windows 10
  • AParted Live kann mit LUKS umgehen – zumindest teilweise
  • Es gibt eine neue Spiele-Ecke – SteamVR für Linux ist Beta!
  • RemixOS versucht sich an Konvergenz
  • China lässt Autos mit GPS Tracker überwachen

Linux Kernel 4.10 ist ausgegeben

Linus Torvalds hat Linux Kernel 4.10 zur Verfügung gestellt. Zu den Highlights gehört Virtual-GPU-Unterstützung für KVM. Es funktioniert dann, wenn Du wenigstens eine Haswell-Architektur (4. Generation Intel-Core-Prozessoren) im Einsatz hast.

Viele Leute werden sich auch über das verbesserte Writeback Management in Linux Kernel 4.10 freuen. Bisher war das nicht so toll gelöst. Wenn Du eine Aktion mit dd am Laufen hast oder etwas auf einen USB-Stick kopierst, kann das schlechte Verhalten beim Schreiben im Hintergrund deutlich spürbar sein. Ein neuer Ansatz hindert die entsprechenden Schreibprozesse, den gesamten IO-Mechanismus für sich zu beanspruchen. Somit sollte das System bei heftigen Schreibaktionen reaktionsfreudiger bleiben. Zu dem Thema gibt es bei LWN einen tollen Artikel.

Außerdem bietet Linux Kernel 4.10 bessere Unterstützung für ARM-Geräte wie zum Beispiel Nexus 5 / 6 und Allwinner A64. Letzteres lässt hoffen, dass ich mein Pine A64 (Benchmark 1, Benchmark 2) vielleicht doch irgendwann sinnvoll einsetzen kann. Im Moment rate ich lieber jeden zum Original.

Linux Kernel 4.10 ist ein Hoffnungsschimmer für mein Pine A64

Linux Kernel 4.10 ist ein Hoffnungsschimmer für mein Pine A64

Es gibt noch viele weitere Verbesserungen und Neuerungen, die aber dann technisch sehr unter die Haut gehen. Wie so oft gibt es eine tolle und vor allen Dingen verständliche Zusammenfassung bei den Kernelnewbies. Dort findest Du alle Informationen zu Linux Kernel 4.10.

7″ Notebook GDP Pocket bereits voll finanziert

Die Kampagne läuft zwar noch zwei Monate, aber das 7″ Notebook GDP Pocket ist bereits jetzt komplett finanziert. 200.000 US-Dollar wollten die Entwickler und es sind bereits zirka 1,4 Millionen.

Das GDP Pocket kannst Du mit Ubuntu 16.04 LTS Xenial Xerus oder Windows 10 bestellen. Wenn ich das so über den Daumen rechne, haben bisher zirka 2800 Leute Geräte mit Windows 10 und 500 Menschen mit Ubuntu bestellt. Gar nicht schlecht. Dann sehen wir uns mal an, was so drin ist:

  • Intel Atom Quad Core 1.6 GHz
  • 8 GByte RAM
  • 128 GByte Storage
  • 7″-Bildschirm mit einer Auflösung von 1920×1200 (Retina Display / Corning Gorilla Glass 3)
  • Aktive Kühlung
  • Größe: 180x106x18.5 mm
  • Gewicht: 0.480 kg
  • Der Akku hält angeblich 12 Stunden – hier gilt halt immer, was Du mit dem Gerät anstellst. Die neuen Akkus halten beeindruckend lange, aber die Herstellerangaben sind immer mit Vorsicht zu genießen.

Hier das Ganze noch mal als Bild – wobei es natürlich Ubuntu und nicht Ubutnu heißen muss. Beruhigend, dass das nicht nur mir passiert 🙂

Die Spezifikationen des GDP Pocket (Quelle: indiegogo.com)

Die Spezifikationen des GDP Pocket (Quelle: indiegogo.com)

Wenn Du nun bei Indiegogo vorbestellst, dann kostet das Gerät 399 US-Dollar.Später soll das GDP Pocket auf jeden Fall für 599 US-Dollar über den Ladentisch gehen. Im Juni 2017 sollen die über Indiegogo bestellten Geräte ausgeliefert werden.

Es wird laut Angaben der Hersteller weltweit versandt. Ich wäre neugierig, ob das auch so ein Gezeter mit dem Zoll gibt wie es damals mit der OUYA der Fall war. Ich bin da ein bisschen ein gebranntes Kind. Wer zuschlagen möchte, sollte sich vielleicht in diese Richtung erkundigen.

GParted Live 0.28.1-1

Wer gerne partitioniert, der hat GParted Live gerne in seiner digitalen Werkzeugkiste. GParted Live 0.28.1-1 bringt anfängliche Lese-Schreib-Unterstützung für mit LUKS verschlüsselte Dateisysteme mit sich. GParted kann dabei keine mit LUKS verschlüsselten Dateisysteme erzeugen, öffnen oder schließen. Kopieren und die Größe verändern funktioniert allerdings. Außerdem lassen sich Dateisysteme innerhalb von LUKS-Datenträgern öffnen und geschlossene LUKS-Datenträger lassen sich verschieben. DDas Verändern der Größe setzt mindestens Linux-Kernel 3.6 voraus und für das das Online-Partitionieren ist mindestens libparted 3.2 notwendig.

GParted Live 0.28.1-1 basiert auf dem Debian Sid Repository vom 18.02.2017. Der Linux-Kernel wurde auf 4.9.6-3 aktualisiert. Weiterhin gibt es Verbesserungen in Sachen FAT32. Laut eigenen Angaben wurde diese Version von GParted Live erfolgreich mit VirtualBox, VMware, BIOS, UEFI sowie physischen Computern mit Grafikkarten von AMD/ATI, NVIVIA und Intel getestet. ISO-Abbilder gibt es im Download-Bereich der Projektseite.

Spiele-Ecke für Linux

Holarse hat das Sci-Fi-Spiel Maia genau unter die Lupe genommen. Im Tau-Ceti-System wurde eine bewohnbare Welt entdeckt und ein paar Siedler versuchen, es sich auf dem Planeten 3452C gemütlich zu machen. Die Konditionen sind so ähnlich wie die Erde, aber dennoch nicht ganz für den Menschen gemacht. Die Siedler tun sich also schwer.

Schwer ist anscheinen auch das Spiel selbst. Holarse schreibt sogar sehr schwer. Gase und Flüssigkeiten werden realistisch berechnet und so weiter. Das Spiel ist etwas für Fans von Rogue-like und wohl auch Dungeon Keeper. Maia 0.60 ist weiterhin als Alpha deklariert, danach soll aber eine Beta-Version folgen. Wer die Entwicklung des Hardcore Sci Fi Games unterstützen möchte, kann es unter maiagame.com kaufen. Bis 24. Februar gibt es bei Steam 50 Prozent Rabatt darauf.

Castle Gaming Engine 6.0

Suchst Du eine Open Source Gaming Engine für Object Pascal? Dann gefällt Dir vielleicht die Castle Gaming Engine, die gerade als Version 6.0 ausgegeben wurde. Du kannst damit Spiele für Linux, Windows, macOS, FreeBSD und so weiter kompilieren. Die Castle Game Engine unterstützt außerdem Android und iOS sowie Web Browser Plugins für Browser, die NPAPI unterstützen.

Rennsimulator Mad Out BIG City auch für Linux

Du benutzt Linux und rast gerne eine Runde durch die Gegend? Dann kannst Du das ab sofort auch mit Mad Out BIG City tun. Vorgärten, Menschen, nichts ist vor Deiner Raserei sicher. Es erinnert irgendwie an Carmageddon. Du kannst in 30 verschiedenen Fahrzeugen Dein Unwesen treiben. Die Minimalanforderungen für Linux sind laut Steam eher moderat.

  • Betriebssystem: Ubuntu 12.04 oder Linux Mint 11
  • Prozessor: Dual Core
  • Arbeitsspeicher: 2 GByte RAM
  • Grafik: GeForce 8600 oder Intel HD 3000
  • Speicherplatz: 1 GByte freier Speicherplatz

Empfohlen sind aber:

    • Betriebssystem: Ubuntu 12.10 oder Linux Mint 18
    • Prozessor: Quad Core
    • Arbeitsspeicher: 2 GByte RAM
    • Grafik: GeForce 970 oder äquivalent
    • Speicherplatz: 1 GByte freier Speicherplatz

SteamVR für Linux befindet sich in einer Beta-Version. NVIDIA-Besitzer benötigen allerdings Treiber-Version 375.27.10 (Developer Beta Driver).

Benchmarks für Hitman unter Linux

Wer sich dafür interessiert, wie gut Hitman für Linux auf seiner Maschine läuft, den interessieren vielleicht diese Benchmarks. Mein einziger Rechner mit einer NVIDIA-Karte ist definitiv zu alt.

Kurz notiert

Die auf FreeBSD basierende Firewall-Distribution pfSense wurde auf Version 2.3.3 aktualisiert. Es handelt sich lediglich um eine Wartungs-Version der 2.3.x-Serie und enthält hauptsächlich Bugfixes. Wer sich genau informieren möchte, findet weitere Informationen in der offiziellen Ankündigung. Dort gibt es auch den Link zum Download.

Die Entwickler von Fedora wollen offensichtlich ab Fedora 27 keine Alpha-Versionen mehr veröffentlichen. Dafür soll eine Rawhide-Version einspringen, die immer mindestens Alpha-Qualität hat. Das Prinzip kennst Du? Ubuntu macht es ähnlich.

Android und iOS machen nun zusammen 99,6 Prozent Marktanteil aus. Dabei hat Android beeindruckende 81,7 Prozent in Q4 2016 und iOS immerhin 17,9. Windows dümpelt mit 1,1 so vor sich hin und Blackberry ist mit 0,2 Prozent eigentlich nicht mehr relevant. Sehr interessant finde ich, dass die Analysten „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ von Gartner noch vor drei Jahren ge-orakelt haben, dass Windows im Jahre 2017 an iOS vorbeiziehen wird. Ist theoretisch noch möglich, dazu müsse Microsoft aber entweder Google oder Apple kaufen. Außerdem sagten die Experten voraus, dass Blackberry nicht noch weiter sinken und als Nische eine Rolle spielen wird.

Mageia 6 lebt – die Operation ist nur noch nicht ganz fertig

Die Entwickler von Mageia erklären, warum Mageia 6 immer noch nicht das Licht der Welt erblickt hat. Unterm Strich kannst Du Dir schon denken, warum – Blocker Bugs. Einer war im Installer versteckt, der die Partitions-Tabelle hätte zerschießen können. Solche Dinge müssen natürlich raus und können nicht auf die Menschheit losgelassen werden.

Ubuntu GNOME 17.04 wird zum Großteil den Stack von GNOME 3.24 enthalten. Allerdings schaffen es nicht alle Komponenten. Unter anderem wirst Du Totem, GNOME Disks und den Kalender finden. GNOME Software wird zum Beispiel als Version 3.22 ausgeliefert. Da freuen sich die Fans von Ubuntu GNOME. Wer sich übrigens für die Änderungen in Nautilus 3.24 interessiert, wird hier fündig.

Interessant ist die Ankündigung von unMessage. Der anonyme Messenger verschleiert die Meta-Daten der Teilnehmer. Das Projekt befindet sich in einer frühen Entwicklungsphase, aber es gibt schon Funktionen wie Tor-zu-Tor-Audio-Chat. Mehr dazu bei GitHub.

Den Video-Editor Shotcut gibt es ab sofort auch als Snap. Damit kannst Du die Software ohne großen Aufwand auf allen Systemen ausprobieren, auf denen sich Snaps einsetzen lassen.

Remix Singularity ist Jides neuester Anlauf, aus jedem Smartphone einen PC zu machen. Die Funktion soll in Betriebssystem RemixOS for Mobile einfließen, das laut Zeitplan im Sommer 2017 das Licht der Welt erblickt. Konvergenz ist das Stichwort. Wenn die das mit Android auf die Beine bringen, dann haben die sogar eine echte Chance – also von Google gekauft zu werden. 🙂

GPS-Tracker für Autos in China

Weil wegen den Terroristen in einer bestimmten aufsässigen Provinz in China müssen in dieser nun alle Autos mit einem GPS Tracker ausgestattet werden – das hat die Regierung so befohlen. Autos würden nicht nur Terroristen transportieren, sondern auch als Waffen eingesetzt. Ohne den Chip gibt es keinen Sprit. Wäre es da nicht besser, gleich alle Menschen mit einem GPS Tracker auszustatten? Oder wenn man potenzielle terroristische Autos per Knopfdruck in die Luft jagen und unschädlich machen könnte? Könnten Fahrräder nicht auch Terroristen transportieren? Big Brother … Technologie schlecht und mit fadenscheinigen Argumenten eingesetzt. Der Trump wird das auch bald wollen – aber nur an Fahrzeugen, die unter 200.000 US-Dollar kosten.

Nette Pi-Konstellation

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