Gimp 2.18.20 unter Linux Mint / Ubuntu installieren, Fairphone 2 mit Ubuntu Touch und Security-Lücke in WordPress aktiv ausgenutzt

12 Februar 2017 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)
  • Gimp 2.18.20 via PPA unter Linux Mint oder Ubuntu installieren
  • Security-Lücke in WordPress weiterhin problematisch
  • UBPorts will bald Fairphone 2 mit Ubuntu Touch vorstellen
  • The Document Foundation freut sich über viele Spenden nach der Veröffentlichung von LibreOffice 5.3
  • Mit ooniprobe das Netzwerk auf Zensur testen
  • Hitman unter Linux hat ordentliche Anforderungen
  • Eine selbstgemachte Polaroid-ähnliche Kamera mit Raspberry Pi
  • LibreELEC 7.95.3 ist möglicherweise die letzte Testversion vor 8.0

Gimp 2.18.20 unter Linux Mint oder Ubuntu installieren

Vor kurzer zeit wurde Gimp 2.18.20 veröffentlicht. Es wurden diverse Fehler behoben und so weiter. Das komplette Changelog findest Du hier. Die in Ubuntu 16.04 oder Linux Mint 18.1 enthaltene Gimp-Version ist allerdings 2.18.16.

Das PPA von Otto Kesselgulasch hilft bei der Installation der aktuellen Version Gimp 2.18.20 unter Linux Mint oder Ubuntu. Unterstützt werden Ubuntu 12.04 oder höher und Linux Mitn 13 oder höher. Für eine Installation dient der übliche Dreisprung (bei älteren Linux-Versionen brauchst Du vielleicht apt-get anstelle von apt):

sudo add-apt-repository ppa:otto-kesselgulasch/gimp
sudo apt update
sudo apt install gimp

Wer Gimp bereits installiert hat, kann nach Hinzufügen des PPAs einfach auf Gimp 2.18.20 aktualisieren und ersetzt die dritte Zeile von oben durch diese:

sudo apt upgrade
Gimp 2.18.20 unter Linux Mint 18.1

Gimp 2.18.20 unter Linux Mint 18.1

Die aktuellen Versionen der Gimp Plugin Registry und G’MIC (GREYC’s Magic foor Image Computing) sind ebenfalls enthalten.

sudo apt install gimp-plugin-registry gimp-gmic

Wer mit den Änderungen nicht glücklich ist, kann sie rückgängig machen:

sudo apt install ppa-purge
sudo ppa-purge ppa:otto-kesselgulasch/gimp

Einen Ausblick auf Gimp 3 haben die Entwickler ebenfalls gegeben. In dieser Sache müssen wir uns aber noch etwas gedulden. Wer sich traut, kann die Entwickler-Version Gimp 2.9 (wird irgendwann zu 3.0) über dieses PPA installieren – auf eigene Gefahr, versteht sich.

Statistiken zu LibreOffice 5.3

Eine Woche nach Veröffentlichung von LibreOffice 5.3 hat The Document Foundation einige Statistiken vorgelegt. Da sind schon ein paar beeindruckende Zahlen dabei.

  • 410.472 Downloads: Gegenüber der ersten Woche von LibreOffice 5.2 ist das eine Steigerung von 32 Prozent.
  • 378.719 eindeutige Besucher: Das entspricht einem Anstieg von satten 77 Prozent.
  • 3293 Spenden: Das sind 79 Prozent mehr als bei LibreOffice 5.2
  • 77.878 mal wurde das Video zu den neuen Funktionen angesehen -> 109 Prozent Steigerung.
  • 30.298 wurden via Facebook erreicht (21 Prozent Steigerung)
  • 20.203 kamen via Twitter – an dieser Stelle ist Abfall von 42 Prozent zu verbuchen.

Außerdem freut sich The Document Foundation, dass LibreOffice 5.3 ein Rekordhoch an Spenden ausgelöst hat.

UBPorts packt Ubuntu auf das Fairphone 2

Auch wenn es Canonical in Sachen Ubuntu für Smartphones derzeit langsam angehen lässt, springt die Community ein. Die Ubuntu Community UBports will Ende Februar auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona Ubuntu auf dem Fairphone 2 demonstrieren. Die beiden passen irgendwie schon zusammen. Umweltfreundlichkeit, Nachhaltigkeit und Open Source. Mal sehen, wie weit sie damit kommen.

Das Fairphone 2 ist ein modulares Smartphone, dessen Komponenten der Anwender selbst tauschen kann. Somit lässt es sich natürlich auch einfach reparieren. Akku, Bildschirm, Kameramodul und so weiter kannst Du einfach tauschen. Es wird mit dem Hintergedanken Nachhaltigkeit gebaut. Je länger es hält und je besser ich es reparieren kann, desto weniger Müll entsteht.

Fairphone 2 mit Ubuntu Touch ist sicherlich eine Kombination, die ich im Auge behalten werde. Das Fairphone 2 kannst Du derzeit vorbestellen und es soll am 31. Mai 2017 ausgeliefert werden. Ist mit 520 Euro sicherlich kein Schnäppchen, aber die Ersatzteile sind relativ günstig. Somit könnte das Smartphone tatsächlich eine wesentlich höhere Lebensdauer insgesamt erzielen und dann lohnt sich die Anschaffung wieder.

Auf dem Fairphone 2 soll Ubuntu Touch laufen

Auf dem Fairphone 2 soll Ubuntu Touch laufen

ooniprobe vom Tor-Projekt testet Dein Netzwerk auf Internet-Zensur

Das Tor-Projekt hat die App ooniprobe zur Verfügung gestellt. Die App testet gewisse URLs und Websites und versucht herauszufinden, ob sie blockiert sind oder Du überwacht wirst. Weiterhin kannst Du damit Geschwindigkeit und Performance Deines Netzwerks testen.

ooniprobe aus dem Hause Tor

ooniprobe aus dem Hause Tor

ooniprobe erklärt

ooniprobe erklärt

Die Entwickler weisen aber auch auf die Risiken hin. Arbeitgeber, Regierung und so weiter können möglicherweise feststellen, dass Du ooniprobe laufen lässt. Weiterhin könnte die Aktivität wie Hacking aussehen und die App versucht, anstößige Seiten (Pornografie) zu erreichen, die in bestimmten Ländern illegal sind. Bevor Du startest, wirst Du noch abgefragt, ob Du die Risiken verstanden hast.

Potenzielle Risiken

Potenzielle Risiken

Verfügbare Tests

Verfügbare Tests

Die Entwickler geben an, dass sogenannte False Positives enthalten sein können. Im Zweifel wird eine URL lieber rot markiert, auch wenn sie erreichbar ist.

Wer sein Netzwerk mit ooniprobe auf die Pelle rücken möchte, findet die App für Android in Googles Play Store. Weitere Informationen und ausgewertete Daten gibt es unter ooni.torproject.org.

OONI-Daten - rot ist nicht gut

OONI-Daten – rot ist nicht gut

Anforderungen für Hitman unter Linux

Feral Interactive hat die Linux-Systemanforderungen für das Spiel Hitman veröffentlicht. Hitman für Linux wird am 16. Februar erscheinen.

Minimal-Anforderungen:

  • Intel Core i5-2500K oder AMD FX-8350
  • Ubuntu 16.04 oder Steam OS 2.0
  • 8 GByte RAM
  • NVIDIA GeForce GTX 680 oder AMD R9 270X oder höher

Empfohlen:

  • Intel Core i7 3770
  • Ubuntu 16.10 oder Steam OS 2.0
  • 16 GByte RAM
  • NVIDIA GeForce GTX 970 oder AMD R9 290 oder besser

Millionen an Seiten wegen WordPress-Lücke verunstaltet

Die in WordPress 4.7.0 und 4.7.1 enthaltene Security-Lücke richtet Chaos an. Seit wenigen Tagen haben die Angriffe deutlich zugenommen. Zirka 20 Hacker-Gruppen sollen beteiligt sein und WordPress-Seiten über den Erdball verteilt mit Ihren Nachrichten versorgen. Durch einen Fehler in der REST API können Angreifer auch ohne Login Seiten manipulieren, löschen und so weiter. WordPress 4.7.2 behebt die Security-Lücke und die Software wurde am 26. Januar 2017 veröffentlicht. Ganz offensichtlich haben viele Betreiber noch nicht aktualisiert.

Laut bleepingcomputer.com sind mindestens 1,5 Millionen Seiten betroffen, die über 39.000 einzigartige Domains verteilt sind. Auch openSUSE war zum Beispiel betroffen.

openSUSE gehackt ...

openSUSE gehackt …

Meine eigene Seite aktualisiert sich automatisch und ich habe WordPress 4.7.2 kurz nach Veröffentlichung bekommen. Sie wurde aktualisiert, bevor die Security-Lücke bekannt gemacht wurde. Automatische Updates können ein Problem sein, aber auch genau das Gegenteil. Ich kann nicht einmal genau sagen, warum ich mich dafür entschieden habe.

PolaPi Zero – Polaroid-ähnliche Kamera selbst gemacht

Mit einem winzigen Belegdrucker, einem LCD-Bildschirm und einem Raspberry Pi Zero wurde eine Kamera entwickelt, die sofort Bilder ausdruckt. Für Schnappschüsse ist die Kamera aber nur bedingt geeignet, da die Bootzeit von Raspbian zirka eine Minute beträgt. Danach kannst Du allerdings Bilder schießen. Wenn Dir die Aufnahme gefällt, dann drücke den oberen Knopf und das Bild wird gedruckt (monochrom). Ein Farblaser-Drucker würde die PolaPi Zero wohl eher unhandlich machen.

Instruktionen, Pläne für das Gehäuse, Schaltpläne und so weiter gibt es bei Hackaday.io. Jetzt fehlt nur noch ein Unterwassergehäuse dafür … nur das mit den Zetteln könnte da unten zum Problem werden 😉

LibreELEC 7.95.3 mit Kodi 17 ist verfügbar

Es gibt eine weitere Beta-Version von LibreELEC 8.0. Version 7.95.3 ist eine Wartungsversion, die einige Probleme mit aarch64-Geräten (WeTek Hub/Play 2 und Odroid C2) behebt. Sollten keine größeren Probleme mehr auftreten, ist LibreELEC 7.95.3 die letzte Testversion. Die nächste Veröffentlichung wird dann LibreELEC 8.0 mit Kodi 17 Krypton. Die aktuelle Kodi-Version ist bereits enthalten. Die Veröffentlichungs-Hinweise findest Du hier.

Ich habe es schon einige Mal erwähnt, dass ich LibreELEC 7.9.x schon lange auf einem Raspberry Pi 3 laufen haben. Bisher konnte ich keine massiven Probleme feststellen. LibreELEC 8 mit Kodi 17 wird eine gute Kombination. Kodi 17 sieht sehr modern aus, die Bedienung ist einfacher und übersichtlicher geworden und Chorus 2 ist Klasse als Web UI.

Am einfachsten funktioniert die Installation von LibreELEC mit dem LibreELEC USB-SD Creator.

LibreELEC 7.95.1 via LibreELEC USB-SD Creator installieren

LibreELEC 7.95.x installierst Du sehr einfach über den LibreELEC USB-SD Creator

Kurz notiert

LiMux steht in München wohl vor dem Aus. Das geht aus einem Antrag der momentanen Regierung hervo (PDF). So ist das, wenn Microsoft ansässig ist, eine unabhängige Studie in Auftrag gegeben wird und die Lobbyisten LiMux seit Beginn für alle Probleme verantwortlich machen. Was die Rückführung kostet, wird übrigens nicht erwähnt.

Sailfish OS 2.1.0 Iijoki ist da und bringt größere Änderungen in Sachen Architektur mit sich. Es sind Qt 5.6 UI Framwork, Bluez5 und Anfänge für eine 64-Bit-Architektur an Bord. Weiterhin ist eine Beta-Version für VPN (Virtual Private Network) implementiert. Die Benutzung der Kamera soll einfacher geworden sein und die Schrift im UI ist größer. Die Veröffentlichungs-Hinweise kannst Du hier einsehen.

Linux Kernel 3.18.48 LTS ist da und es ist voraussichtlich die letzte Version der 3.18.x-Reihe. Das hat Greg K-H so angekündigt. Nach Möglichkeit sollten Anwender auf Kernel 4.4 LTS oder 4.9 LTS aktualisieren. Greg K-H schreibt aber auch, dass diverse Android-Geräte mit Kernel 3.18 ausgeliefert werden (er schielt dabei auf sein neues Smartphone) und die Hersteller kein Update bisher zur Verfügung stellen. Sein Plan für dieses Szenario ist, sich lautstark zu beschweren und zu drohen, nie wieder diese Marke zu kaufen, sollte keine Lösung präsentiert werden.

Mithilfe der KDE neon Docker Images kannst Du KDE-Software schnell ausprobieren. ab sofort unterstützen die KDE-neon -Docker-Abbilder auch Wayland.

Flatpack oder Snap?

Ein interessanter Vergleich zwischen Flatpak und Snap. Genauer gesagt geht es darum, welches Container-Format von welcher Distribution unterstützt wird. Das dezentral entwickelte Flatpak wird von eigentlich allen großen Distributionen unterstützt. Selbst auf Ubuntu läuft die neueste Version. Wollen Entwickler wirklich alle Linuxer erreichen, dann ist Flatpak derzeit wohl die bessere Option. Aber in der Diskussion Flatpak oder AppImage oder Snap werden sicher noch öfter die Fetzen fliegen. Niemand ist sich einig und Canonical will eine Extra-Wurst 🙂

Die Macher von elementary OS wollen über Crowdfunding ein AppCenter entwickeln. Das AppCenter soll Entwicklern helfen, Open-Source-Anwendungen für elementary OS schnell und einfach entwickeln und unter die Leute bringen zu können. Es ist noch ein Monat Zeit und fast 50 Prozent der 8000 US-Dollar sind schon gesammelt.

Made with Krita ist ab sofort verfügbar und Civilization IV für Linux ist ebenfalls da (bis 13. Februar gibt es 20 Prozent Rabatt). Bei Steam kannst Du nun über 3000 Spiele für Linux finden. Da wirst Du eine Weile beschäftigt sein.

Ob es mit Android-x86 weitergeht, ist ungewiss. Das Projekt wurde mehr oder weniger von Jide (Remix OS) übernommen. Gründer und Hauptentwickler Chih-Wei Huang hat auch für Jide gearbeitet, tut das aber nicht mehr. Er hat Jide Ende 2016 verlassen und ist auf der Suche nach einem neuen Job. Ob er weiterhin Energie für das Projekt Android-X86 hat, kann er noch nicht sagen. Das Projekt ist aber frei und vielleicht springt jemand anderes in die Presche.

kde.org hat einen neuen Anstrich und Fedora 27 soll am 31.10.2017 das Licht der Welt erblicken. Die Entwickler mussten die Veröffentlichung von Ubuntu 16.04.2 ein weiteres Mal verschieben.

Nette Pi-Konstellation

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