Linux Mint 18 bringt Fehlermeldung bei Freigabe via Nemo

12 November 2016 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ich wollte für einen Bekannten unter Linux Mint 18 einen Ordner freigeben, damit wir Bilder austauschen können. Normalerweise ist das auch kein Problem, da die Funktion für die Freigabe via Nemo angeboten wird. Dafür ist einfach ein Rechtsklick auf den gewünschten Ordner gefragt und dann ein Linksklick auf Freigabeoptionen.

Rechtsklick und Freigabeoptionen

Rechtsklick und Freigabeoptionen

Im Anschluss erscheint dieser Ordner. Hier darfst Du einen Namen vergeben, wie die Freigabe heißen soll. Weiterhin kannst Du Dir überlegen, einen Gast-Zugang  zu ermöglichen. So musst Du nicht extra ein Konto einrichten. Vergiss aber nicht, die Freigabe nach dem Kopieren wieder zu deaktivieren. Bei uns war es OK, da wir uns in einem privaten Netzwerk befanden. Bist Du in einem öffentlichen Netzwerk, würdest Du diesen Ordner mit nachfolgenden Einstellungen allen zugänglich machen. Es gibt zwar nur Lese-Rechte, aber trotzdem.

Freigabe bringt Fehler

Freigabe bringt Fehler

Freigabe funktioniert nicht

Klickst Du nun auf Fregabe erstellen, dann erscheint eine Fehlermeldung. Die ist etwas verwirrend. Einmal behauptet das System, dass es Keine Berechtigung gibt, dann wird eine Datei oder verzeichnis nicht gefunden und außerdem solle man sich an den Administrator des Systems wenden. Das bin ich in diesem Fall selbst.

Des Rätsels Lösung ist, dass die Option mit der Freigabe zwar in Nemo integriert ist, Linux Mint 18 nach einer Standardinstallation aber nicht alle Funktionen mit sich bringt. Einfach ausgedrückt fehlt Samba und technisch ausgedrückt der Samba-Server. Deswegen installieren wir die Komponente einfach nach:

sudo apt install samba

Samba installieren

Samba installieren

Es müssen nicht einmal ein MByte heruntergeladen werden und danach klappt die Sache mit der Freigabe.

Mich wundert ein wenig, dass dem Anwender hier nicht ein konkreterer Hinweis gegeben wird – zumindest dann, wenn er erstmalig auf Freigabeoptionen klickt. Eine kleine Überprüfung, ob Samba installiert ist und wenn nicht …

Über eine Installation per Standard kann man diskutieren. Jede installierte Komponente, die man nicht braucht, ist eigentlich Ballast. Wer sich aber ein System von einem rudimentärem Zustand aufbauen möchte, der nimmt vielleicht auch kein Linux Mint oder Ubuntu, sondern eine nackte Distribution. Hinzufügen ist ja immer einfacher als Entfernen – finde ich zumindest.

Unter Strich lässt sich sagen, dass der Fehler mit der Freigabe schnell behoben, aber nicht ganz offensichtlich ist.

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