Der Raspberry Pi Batinator – ein ganz wildes Projekt

21 Juli 2016 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ein Raspberry Pi Batinator klingt eigentlich ziemlich martialisch. Es könnte auch eines der zahlreichen tollen Gadgets aus der alten Batman-Serie sein. Da gab es so Dinge wie ein Anti-Hai-Bat-Spray, mit dem sich Haie wie Mücken vertreiben ließen. So sieht ein Raspberry Pi Batinator aus:

Raspberry Pi Batinator (Quelle: instructables.com)

Raspberry Pi Batinator (Quelle: instructables.com)

Der Raspberry Pi Batinator

Im Prinzip ist der Batinator eine tragbare Kamera, die nachts Bilder aufnimmt. Das Konstrukt verwendet eine NoIR-Kamera und eine Infrarot-Leuchte mit 48 LEDs. Der Strom (12V Akku) musste ein Akku-Schrauber spenden. Die Kamera nimmt mit 90 Bilder pro Sekunde bei einer Auflösung von 640×480 auf. Die 90 Bilder pro Sekunde sind deswegen interessant, da sich damit Zeitlupe realisieren lässt. Wie lange der Akku hält, wird leider nicht verraten.

Der Entwickler des Projekts wollte einfach nur die Fledermäuse in seinem Garten filmen. Wer nun Aufnahmen wie von der BBC erwartet, liegt leicht daneben. Allerdings sind hier auch nicht mehrere Tausend Euro an Equipment involviert. Ich finde solche Basteleien echt Klasse und das Ergebnis gefällt mir. Es sieht gespenstisch aus, wie die Fledermäuse durch das Bild sausen.

Mit dem Batinator lassen sich auch Blitze einfangen.

Ebenfalls nicht schlecht, aber an eine richtige Kamera kommt der Winzling nicht hin. Ok, die nachfolgenden Bilder besteht auch noch aus mehreren Blitzen, die Du aber sehr einfach mit Open Source Software zusammenbasteln kannst.

Mega Blitz: Mehrere Blitze in einem Bild

Megablitz

Megablitz

Megablitz

Auf jeden Fall ist bei instructables.com eine Anleitung, wie Du den Batinator selbst basteln kannst. Neben Raspberry Pi 2, Gehäuse, Infrarot LED, NoIR-Kamera und Akku sind auch ein paar Lego-Steine involviert.

Lego ist auch involviert (Quelle: instructables.com)

Lego ist auch involviert (Quelle: instructables.com)

Der Code liegt bei GitHub

Den relativ einfachen Code findest Du bei GitHub. Das Projekt ist durch den Akku natürlich Klasse. Damit kann es praktisch überall aufgestellt werden. Geschickt eingesetzt sollten sich damit sehr gute Nahaufnahmen machen lassen.

Mit so etwas ähnlichem spiele ich derzeit auch und habe schon mal getestet, wie lange ein Raspberry Pi A+ an meinem Akku durchhält. Ich habe außerdem die gleiche Infrarot-LED-Leuchte bei mir in der Schublade liegen. Wie auch der Batinator-Erfinder in seiner Anleitung schreibt, kann ich bestätigen, dass die IR-Leuchte gut zwischen zwei und drei Metern funktioniert. Der Hersteller gibt 20 Meter an und das kannst Du mit Anlauf vergessen.

Nettes Pi-Spielzeug

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