Mark Shuttleworth – Snaps sind nicht an den Ubuntu Store gebunden

24 Juni 2016 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Nachdem Canonical vor kurzer Zeit auf die Werbetrommel für sogenannte Snaps geschlagen hat, gab es von anderen Distributionen und Entwicklern ziemliche Kritik. Distributionen wie Debian GNU/Linux und Arch wüssten nichts von deren Unterstützung für das angepriesene universelle Paket-Format für alle Distributionen.

Unter anderem tauchte auch die Frage auf, wo denn der Quell-Code für den Snappy Server sei oder ob die ganze Sache wieder so ein Alleingang ist, denn Entwickler müssen auch das umstrittene CLA (Contributor License Agreement) unterzeichnen. Was passiert denn mit den Snaps, wenn sie via snapcraft.io in den Ubuntu Store hochgeladen werden?

Snaps nicht an einen Store gebunden

Nun hat sich Mark Shuttleworth persönlich zur Causa Snap gemeldet.

 

Das Snap-Format sei nicht zwingend an einen Store gebunden. Jeder kann ein Snap laufen lassen und dabei ist es egal, woher das Paket kommt. Die Implementierung des Stores ist aus diesem Grund nicht unbedingt relevant.

Die einfachste Art für die Auslieferung eines Snaps für ein System sei über HTTPS. Es gibt keine Abhängigkeiten und deswegen sei auch keine komplexe Infrastruktur wie für APT, DEB oder RPM notwendig. Genau genommen braucht man nur einen Webserver und wget.

Laut Shuttleworth sollte dieser Umstand besser klargestellt sein. Leute würde sich den Kopf zerbrechen, wie sie die Snaps via Ubuntu ausliefern oder beziehen können. Er würde von anderen Distributionen auch nicht erwarten, dass sie die von Abhängigkeiten befreiten Pakete von Ubuntu beziehen möchten. Die Ausnahme sei, wenn das Paket nützlich ist. Allerdings ließen sich die Snaps auch ganz einfach über Debian.org ausliefern.

Für die Auslieferung von Snaps ist nicht zwingend ein Store notwendig(Quelle: snapcraft.io)

Für die Auslieferung von Snaps ist nicht zwingend ein Store notwendig(Quelle: snapcraft.io)

Ein Spitze zum Ende

Shuttleworth konnte es dann aber doch nicht lassen, eine Spitze zu setzen. Er glaubt, dass Snaps dafür bestraft werden, weil sie voraus sind. Für das gebe es keinen Grund. Natürlich habe man einen fortschrittlichen Store bei Ubuntu. Diesen nutze man seit mehreren Jahren für Mobile und IoT (Internet of Things / Internet der Dinge).

Die Spitze richtet sich natürlich gegen das von Red Hat unterstützte Flatpak. Es wurde offiziell mit Fedora 24 vorgestellt und eingeführt.

Update: Dustin Kirkland hat eine kurze Anleitung geschrieben, wie einfach sich ein Snap Store selbst aufsetzen lässt – mithilfe von Fedora 24.

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