Heute fällt Business As Usual irgendwie schwer … #Brexit

24 Juni 2016 21 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Die konsequente Quittung für eine desaströse Politik der EU – aber was für eine – die wird richtig teuer.

Mir ist ganz flau im Magen, wenn ich die rechten Parteien feiern sehe und es stimmt mich traurig, dass die Mächtigen die Menschen so steuern, dass ein Miteinander anscheinend nicht möglich ist.

Update: Da es hier ein Missverständnis gab – mit den Rechten, meine ich wirklich die Rechten und nicht die Kritiker, für die ich Verständnis habe. Aber Nigel Farage, Marine Le Pen und Geert Wilders sind für mich keine Kritiker mehr …

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21 Kommentare zu “Heute fällt Business As Usual irgendwie schwer … #Brexit”

  1. tux. sagt:

    Ich finde es, gelinde gesagt, daneben, grundsätzlich von "den Rechten" zu sprechen, wenn es um Kritik an der EU geht. Das mediale Narrativ geht so: Wer keinen bürokratisierten Überstaat mit Gurkenkrümmung und Vorratsdatenspeicherung (!) haben will, der muss Nazi sein. Ernsthaft?

    • jdo sagt:

      Ich meinte damit tatsächlich die Rechten und nicht die Kritiker. Nigel Farage, Marine Le Pen und Geert Wilders sind für mich keine Kritiker mehr ...

  2. tux. sagt:

    Ah, danke für die Klarstellung. Nigel Farage ist Verbündeter der neuen römischen Bürgermeisterin, die doch jeder mag, dachte ich. Frankreich hat traditionell einen Hang zur Nationalstaatlichkeit, daraus nun irgendwas "Böses, weil Rechtes" abzuleiten halte ich für übertrieben. Bei Geert Wilders allerdings könntest du Recht haben. Der ist doch etwas sehr konservativ.

    • jdo sagt:

      Freunde von mir in UK sagen, dass die Brexit-Befürworter das Referendum erst durch Merkels Flüchtlingspolitik gewinnen konnten. Vielen, vor allen Dingen den weniger gebildeten Leuten, scheinen alle anderen Argumente egal zu sein. Aber sie wollen keine Migration mehr und deswegen haben sie sich gegen die EU entschieden. (We have to work hard and they live on benefits and our money!) Ich weiß nicht, ob das stimmt ...

  3. Schroeffu sagt:

    Der Unterschied zwischen einem Nazi und einem Patriot liegt doch auf der Hand: Der Patriot mag sein Land aber der Nazi hasst die anderen Völker. Einen normal politisch Rechten als Nazi zu betiteln ist schlicht falsch, er ist höchstens ein Patriot. Aber "Nazi" klingt halt fieser, gleich wie die Medien "rechtsextrem" und auf der anderen Seite nett ausgedrückt "linksautonom".

    Nigel Farage hat in seinen Reden der EU die offensichtlicen Probleme zu Genüge beim Namen genannt, was hat die EU getan? Nichts, ignoriert. Mit Demokratie hat die EU nicht wirklich viel zu tun, oder wo darf die Bevölkerung mitreden? Eine totale Farce.

    Ich freue mich riesig für die Briten, endlich dürfen sie die Zügel selbst in die Hand nehmen.

  4. tux. sagt:

    Ich bezweifle, dass Briten, die in der EU arbeiten, ihr Aufenthalts- und Arbeitsrecht verlieren.

    • jdo sagt:

      Das wäre dann wieder eine der inkonsequenten Entscheidungen der EU und man würde den Briten trotz Austritt Sondergenehmigungen geben. Das beflügelt mit Sicherheit andere Länder für einen Austritt.

      Ich bin gespannt, was Schottland und Nordirland machen. Die Schotten wollen drin bleiben und in Nordirland werden schon Rufe nach einer Wiedervereinigung von Irland laut und man will gemeinsam in der EU bleiben. Sollte es Bewegungen in diese Richtung geben, wird es für England ganz bitter.

    • jdo sagt:

      BBC News haben sie vorhin gesagt, dass die "Leave"-Seite überrascht über den Absturz des Britischen Pfunds ist ... was haben die denn erwartet?

  5. Struppi sagt:

    Naja, wenn jetzt nicht die Welt untergeht, dann waren alle Vorhersagungen (bzw. die Propaganda) der Brexitgegner falsch. Es muss also jetzt alles was irgendwie negativ sein könnte als die Wahrheit und die Wirkung verkündet werden.

    Die Briten sparen auf jeden Fall jedes Jahr 5 Mrd. Euro und müssen nicht hunderte (oder sind es tausende) von hoch- bzw. höchstbezahlten EU Beamten bezahlen.

    Wir haben aber schon bei der Griechenlandgeschichte gesehen, mit welcher Macht die aktuelle Propaganda zuschlägt und demokratische Entscheidungen nahezu unmöglich macht.

    Insofern würde ich nicht alle Hoffnung aufgeben. Die finden schon einen Weg diese Abstimmung zu ignorieren. Das ist ein Teil der EU, das Wahlvolk ist unwichtig.

  6. tux. sagt:

    Irland ist NICHT wegen der EU geteilt, da jetzt einen Zusammenhang herzuspekulieren erscheint mir absurd. Die EU gab es 1916 noch nicht.

    • jdo sagt:

      Das stammt nicht von mir:

      "Sinn Féin's Declan Kearney has called the decision for the UK to leave the European Union a "democratic deficit" and that "Brexit is the cost of partition". He told BBC News NI's Mark Devenport that "English votes are going to drag the will of the people of the north of Ireland to remain within the EU, out of the EU""

  7. Struppi sagt:

    Wenn ich jetzt das genöhle der Parteien höre wundert es mich nicht. Die EU ist der ideale Ort um Politiker, die im Land nicht (mehr) brauchbar sind, auf lukrative Posten abzuschieben. Das ist eine Art Selbstversorgung für die Parteien. Zumal man sich mal anschauen muss mit wieviel Mitarbeiter die ausgestattet sind, d.h. jeder Abgeordnete versorgt noch einen weiteren Schwarm von Bürokräften.

    Das Fehler in der Politik die rechten Hetzer stark macht, ist leider auch eine Folge der EU Politik der Vergangenheit. Jede Idee, die einen anderen Kurs als die der der Finanzindustrie gehen wollte, wurde als Links und schlecht für die Wirtschaft diskreditiert.

    Die Linke hat aber seit Jahren davor gewarnt, dass die Menschen mehr Gerechtigkeit wollen und Tsipras wollte in GR einen anderen Weg gehen - wir kennen die Folgen. Die AFD hat es gefreut.

  8. Bernd sagt:

    Du kommst afaik nicht aus der EU, kannst also gar nicht einschätzen wie das hier aussieht. Ich selbst kann auch nur für Deutschland sprechen, aber die Stimmung ist sicherlich nicht bei wenigen desaströs über diese EU. Unsere Bundesregierung macht ausschließlich Politik im Interesse der EU / USA, wir haben hier regelmäßig neue Steuerrekordeinnahmen und trotzdem reicht das Geld nicht und die Infrastruktur verrottet zusehends, um die viel zu hohen Steuern zu senken ist auch (angeblich) kein Spielraum.
    Man muss sich mal reinziehen der Solidaritätszuschlag, der für die ehemalige DDR erhoben wird (Aufbau Ost) und eigentlich schon lange auslaufen sollte, fließt mittlerweile NETTO eins zu eins auf Nimmerwiedersehen nach Brüssel (das sind immerhin mittlerweile über 15 Milliarden Euro pro Jahr, Tendenz steigend)
    Zinsen für Guthaben gibt es nicht mehr, man wird schleichend enteignet, Lebensversicherung oder Rente? Geht ebenfalls den Bach runter und immer mehr Leute landen in der Altersarmut.

    Die linke Presse / Politik hetzt dabei gegen jeden und alles der gegen mehr EU (man nennt es gerne mehr Europa) ist oder sich gegen die unbegrenzte Flutung des eigenes Landes mit Armutsflüchtlingen ausspricht. Da wird man bestenfalls als Ewiggestriger, Pack (seitens der Politik), rechtsradikal oder gleich als Nazi beschimpft.
    Dabei lässt die Merkel die deutschen Grenzen nur deswegen offen, weil sie ansonsten Schaden für die EU befürchtete, wenn sich die "Flüchtlinge" irgendwo anders stauen. Dafür haben wir jetzt mehr Ausländer-Kriminalität, die von der Presse nach wie vor schöngeredet oder verschwiegen wird(man spricht von Antanzen statt Überfall oder sexuelle Handlung statt Vergewaltigung), auch die versuchten oder richtigen Vergewaltigungen haben stark zugenommen, selbst Tötungsdelikte von "Flüchtlingen" werden so gut es geht vertuscht und landen in keiner überregionalen Zeitung.

    Derweil schwatzen unsere Politiker wie toll die EU ist und wir mehr davon brauchen, alle die das nicht wollen sind wie schon erwähnt Pack, rechtsradikal, Nazi. Unschöne Gesetze werden über die EU in nationales Recht gepresst, der größte Gau bisher TTIP and CETA, noch schlimmer als die angedachte Privatisierung von Wasser vor ein paar Jahren. Das alles und so vieles mehr nur zum Schaden der Bevölkerung.
    Das kotzt einfach immer mehr Leute an, wie das Land in den Abgrund gefahren wird und daher begrüße ich alles, was diese angehende EUdSSR verhindert. Kein Zentralstaat, keine Diktatur, sondern lediglich eine Freihandelszone und fertig.

    • jdo sagt:

      Nur mal so, wie ehrlich die anderen sind: Die Leave-Populisten sind mit einem Bus in UK herum gefahren und haben geworben, dass man mit dem nach Brüssel zu überweisendem Geld wöchentlich 350 Millionen GBP in den NHS (National Health Service) einzahlen könnte. Nach dem Brexit sagte Nigel Farage in einem der erste Interviews, dass das wahrscheinlich nicht passieren würde und so nicht gesagt hätte werden sollen. Genau wegen dieser AUssage haben aber etliche Leute "Leave" gewählt.

      http://www.independent.co.uk/news/uk/politics/eu-referendum-result-nigel-farage-nhs-pledge-disowns-350-million-pounds-a7099906.html

      Das soll natürlich nicht heißen, dass die anderen ihre Versprechen halten ...

    • Simon sagt:

      Kann deine Meinungen kein bisschen nachvollziehen und spiegelt auch nicht meine Wahrnehmung wieder.

      Klärung des Begriffs Solizuschlag: https://www.tagesschau.de/inland/solidaritaetszuschlag118.html wird nämlich von dir falsch verwendet.

      Bzgl Infrastruktur guck doch einfach mal in den bundesetat im Zeitablauf. Dann siehst du die letztjährigen Erhöhungen.

      Die Flüchtlingsdarstellung ist offen rassistisch und bedarf denk ich keines ernsthaften Kommentars. Wenn du aber noch etwas beitragen willst pack dochmal eine Quelle dazu und nicht nur fremdenfeindlichkeit.

      Deine politische Heimat wird auf jeden Fall mehr deutlich.

  9. Bernd sagt:

    Ich habe von der Geschichte auch gelesen, wirklich unglücklich aber er meinte, dass er damit nichts zu tun hätte. Trotzdem unglücklich.
    Allerdings hier noch ein Link was die Brexit-Gegner für Argumente haben:

    Brexit-Referendum: Bankrotterklärung für die EU: Brexit-Gegner haben außer Angst keine Argumente
    http://www.focus.de/finanzen/experten/weik_und_friedrich/brexit-mit-einer-angstkampagne-sollen-die-briten-in-der-eu-gehalten-werden_id_5661613.html

    Bei den ganzen Wortmeldungen wie es nun weitergehen soll mit der EU, kann man jetzt schon herauslesen, dass alles beim Alten bleibt und man nun ein Europa der zwei Geschwindigkeiten anstrebt. Dort wo es Widerstand gibt belässt man es vorerst wie es ist und wo der Widerstand nicht so stark ist, da will man weiter die EUdSSR durchdrücken.
    Mit anderen Worten die lernen es nicht mehr und die Widerstände werden weiter zunehmen.

    Wenn du pro EU bist (war ich ja auch mal oder sagen wir lieber neutral) aber nicht direkt vor Ort miterlebst wie sich in den letzten Jahren hier alles zum Negativen gewandelt hat, dann kann man das wohl auch nicht verstehen. Aber die Bürger werden alleingelassen, der Staat kapituliert vor der zunehmenden Kriminalität, der Bürger soll sich selber schützen, die Polizei wird hingegen immer mehr kaputt gespart.
    Steigende bandenmäßige Einbrüche überall, die über die offenen Grenzen kommen. Frauen wird offen geraten nur noch in Begleitung nachts rauszugehen, erste Schwimmbäder führen Frauentage ein, damit sie nicht belästigt oder gar vergewaltigt werden im Schwimmbad.
    Die Leute bemerken immer mehr diesen Verlust an Sicherheit und Wohlstand, werden aber von der Politik alleine gelassen, die sogar nach noch mehr EU schreit und Gegner dieser Entwicklung als Nationalisten, Ewiggestrige... Nazis verunglimpft.
    Mit anderen Worten diese EU produziert immer mehr Verlierer als Gewinner und es ist nur eine Frage der Zeit bis irgendwo "falsch" gewählt wird oder es zum Aufstand kommt. Frankreich ist da das beste Beispiel, nicht wenige sprechen bereits von bürgerkriegsähnlichen Zuständen, auch in Österreich soll es derbe brodeln und in Griechenland sowieso.

    • jdo sagt:

      Das ist nicht unglücklich, sondern eine klare Lüge. Er hat die Kampagne unterstützt, die dieses Argument verbreitet hat. Er weicht im Interview deutlich aus und die Gastgeberin muss sich echt zusammen nehmen.

      Wenn schon immer von Lügen der Presse und so weiter gesprochen wird, dann muss man auf diese bitte auch bei den "sehr konservativen Parteien" mit dem Finger zeigen. Sonst wird ja wieder mit zweierlei Maß gemessen.

      Gesagt hat er es vielleicht nicht, aber sie haben es in großen Buchstaben auf einen Bus geschrieben!

      Der nächste Witz ist, dass ganz klar mit weniger "Immigration" geworben wurde und deswegen viele für den Brexit gestimmt haben. Das war wohl auch nicht so gemeint ...

      Meine große Sorge ist, dass im Zeitalter der sozialen Medien die Rattenfänger noch leichteres Spiel haben. Die Leute gröhlen lieber irgendwelche Parolen nach (liken / retweeten), weil man dann nicht selbst das Gehirn einschalten muss. Nachher wundert man sich dann, wenn Dinge ganz anders gemeint waren ... das macht mir Angst - ganz echt.

  10. Bernd sagt:

    @Simon
    Dass du meine Meinung kein bisschen nachvollziehen kannst ist bedauerlich. Allerdings verstehe ich nicht was du mir mit dem Link sagen willst? Da steht, dass der Soli ab 2019 nicht mehr explizit für den Osten benutzt werden soll, ja und? Haben wir jetzt schon 2019? Zudem gings mir nur um die erzielte Einnahmenhöhe, die sich nahezu mit dem deckt, was wir netto an Brüssel überweisen.

    Und was die Infrastruktur angeht, da lebt Deutschland von der Substanz. Ich kopiere da jetzt extra mal einen der unzähligen Links zu dem Thema hier rein:
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-04/infrastruktur-deutschland-torsten-albig

    Und was meine Einstellung zu den "Flüchtlingen" angeht (ha danke, dass du auch gleich das bestätigst was ich schrieb, dass anderweitige Meinungen sofort als rassistisch pp. gebrandmarkt werden), da kann ich dir sehr gerne Links liefern, falls du nicht selber suchen kannst oder willst. Du musst mir nur sagen zu welchem Thema genau, denn ich suche dir garantiert nicht zu allen Sachen Zeitungsberichte raus, die man mit Google & Co. jederzeit selber finden kann.

    Allerdings trotzdem hier ein Link zu einem heutigen Artikel von Generalmajor Gerd Schultze-Rhonhof, sehr lang aber trotzdem interessant zu lesen.
    http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/bilanz-jahrzehntelanger-fehlpolitik-brexit-abrechnung-von-generalmajor-schultze-rhonhof-a1339589.html

  11. Bernd sagt:

    @jdo
    Ich will die Kampagne nicht in Schutz nehmen, erstens ist UKIP nicht in Regierungsverantwortung und kann auch gar nicht dafür sorgen, dass das eingesparte Geld (für 2014 wären das 4,7 Mrd. Euro netto) sonstwie verwendet wird und zweitens ist es wirklich dämlich gewesen mit falschen Zahlen zu argumentieren.
    Zum anderen Thema Einwanderung: Ebenfalls haben dort nur Parteien mit Regierungsverantwortung die Möglichkeiten was zu ändern und nicht UKIP. Sämtliche Versprechungen anderer Parteien sind quasi wertlos.
    http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/europa/70580/nettozahler-und-nettoempfaenger

    PS.
    Irgendwie klappt das mit dem Kommentieren hier unter Chrome nicht und es werden nur Kommentare unten drangehangen.

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