Canon EOS 80D angekündigt – kann kein 4K

18 Februar 2016 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Canon hat die Canon EOS 80D angekündigt. Die Kamera ist sehr üppig ausgestattet. Die Canon EOS 80D ist keine Vollformat oder Full-Frame-Kamera, sondern bringt einen sogenannten Crop-Sensor mit sich. Bei Canon ist der Umrechnungsfaktor 1,6. Also Brennweiten, Blenden und so weiter müssen damit multipliziert werden, um auf den eigentlich Wert zu kommen. Aus einem 100mm Makro wird dann eine Brennweite mit 160mm. Das ist nicht immer ein Nachteil. Unter Wasser mag ich diesen Vorteil mit meiner Canon EOS 7D (ebenfalls Crop), da ich den Objekten nicht so auf die Pelle rücken muss und die Gefahr geringer ist, diese zu verscheuchen. Doch zurück zu Canon EOS 80D.

Canon EOS 80D

Canon EOS 80D

Werfen wir mal einen Blick auf die Spezifikationen:

Die Specs der Canon EOS 80D

  • 24.2 MPixel APS-C CMOS Sensor – APS-C ist der Hinweis auf den Crop-Sensor
  • DIGIC 6 Image Processor
  • 3.0″ 1.04m-Dot Vari-Angle Touchscreen
  • Full HD 1080p Video Recording at 60 fps – Das dürfte einige Käufer abschrecken, dass die Canon EOS 80D kein 4K beherrscht
  • 45-Point All Cross-Type AF System – Meine Canon EOS 7D hat 19 dieser Autofokuspunkte und manchmal wünsche ich mir mehr. 45 AF-Punkte gibt es auch bei Canons Profisystemen wie zum Beispiel der 5D Mark III und so weiter.
  • Dual Pixel CMOS AF
  • Erweitertes ISO bis zu 25600 – das ist ohne weitere Tests einfach ein Wert. Da wird man erst einmal auf Ergebnisse warten müssen, wie stark die Kamera bei diesem hohen ISO-Wert rauscht.
  • Bis zu 7 FPS
  • Eingebautes Wi-Fi mit NFC – auf solche Gadgets kann ich persönlich ehrlich gesagt verzichten und ich stelle WLAN auch bei meiner Sony RX100 III ab. Saugt nur am Akku.
  • RGB+IR 7560-Pixel Metering Sensor
Canon EOS 80D

Canon EOS 80D

Canon EOS 80D

Canon EOS 80D

Die Canon EOS 80D hat eingebaute HDR-Funktionen. Das ist bequem, aber oftmals erzielt der Fotograf bessere Ergebnisse, wenn er die HDRs manuell erstellt. Bei der 5D Mark III hat der Anwender die Option, sowohl die Einzelbilder als auch das fertige HDR (oder durch HDR geschobenes LDR) zu speichern. Ob das bei der Canon EOS 80D ebenfalls so ist, weiß ich nicht – man darf wohl davon ausgehen.

Weiterhin ist eine Anti-Flicker-Funktion vorhanden, wie man sie auch von der Canon EOS 7D Mark II kennt. Weiterhin ist anscheinend ein Zeitraffer– oder Timelapse-Modus enthalten. Bei der 7D muss ich mir da mit DSLR-Controller helfen und Sony verlangt für diesen Modus zirka zehn Euro.

In den USA kann man sie bereits vorbestellen, zum Beispiel bei B&H. Als Auslieferungsdatum steht dort der 27. März 2016. Ab wann man die DSLR in Deutschland bestellen kann, weiß ich leider nicht. Als Preis sind 1199 US-Dollar angegeben und das wird das Gerät der Erfahrung nach mindestens auch in Euro kosten.

Die Frage nach einer neuen Kamera stellt sich bei mir derzeit nicht, da ich mit meinen Systemen sehr zufrieden bin und auch sehr gute Ergebnisse damit erzeuge. Selbst 360°-Aufnahmen mit HDR gelingen gut – also mir taugen die Resultate. Aber in der Preisklasse der Canon EOS 80D weiß ich nicht, ob ich nicht etwas mehr ausgeben würde und mir dafür die Canon EOS 6D Vollformat zulege. Könnte die Canon EOS 80D 4K, dann wäre das etwas anderes.

Wie bei allen elektronischen Geräten lassen sich potenzielle Käufer leider immer zu sehr von den Spezifikationen täuschen. Die Canon EOS 80D ist bestimmt keine schlechte Kamera, das will ich gar nicht behaupten. Aber Specs sind halt nicht alles und das Foto macht immer noch der Mensch und nicht die Kamera. Mit weniger Megapixel lassen sich auch hervorragende Fotos schießen.

Mit einer Canon EOS 7D geschossen (Gili / Indonesien)

Mit einer Canon EOS 7D geschossen (Gili / Indonesien)

Ich rate Leuten mit einem kleineren Budget immer, etwas weniger für den Body auszugeben und dafür ein besseres Objektiv zu kaufen. Das Objektiv macht im Endeffekt die Musik und nicht die Kamera.

Für mich sind neue Kameras immer ein doppeltes Problem, denn ich möchte sie eigentlich auch unter Wasser einsetzen. Deswegen habe ich mich entschieden, künftig fast nur noch Kompakt-Kameras wie meine Sony RX100 III mit unter Wasser zu nehmen. Erstens sind die UW-Gehäuse nicht ganz so teuer und zweitens kann ich unter Wasser Objektive wechseln. Einzig bei Makro vermisse ich meine 7D – aber dafür habe ich ein Gehäuse und kann sie ebenfalls versenken, wenn ich Lust dazu habe.

Mit einer Sony RX100 III aufgenommen (Rotes Meer / Ägypten)

Mit einer Sony RX100 III aufgenommen (Rotes Meer / Ägypten)

Teile meiner Ausrüstung

 

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2 Kommentare zu “Canon EOS 80D angekündigt – kann kein 4K”

  1. Sebastian sagt:

    Hi,

    leider ist dein Hinweis mit dem Umrechnungsfaktor auf Brennweite, Blende usw. nicht ganz korrekt. Der Crop-Faktor bezieht sich auf den x-fach verkleinerten Bildwinkel des Sensors.

    Wikipedia erklärt es ganz gut: https://de.wikipedia.org/wiki/Formatfaktor

    Gruß
    Sebastian

    • jdo sagt:

      Bei einem Crop-Faktor von 1,6 verhält sich ein 100mm wie ein 160er ...

      Oder anders gesagt, will ich einen Bildausschnitt wie 160mm und Blende 4,5 (kleinbildäquivalent) mit einem APS-C 1,6 erreichen, brauche ich dafür ein 160mm/1,6=100mm und 4,5/1,6=2,8 Blende.

      Oder ganz banal gesagt - bei Tele kann Crop Vorteile haben, bei Superweitwinkel ist es eher ein Nachteil ...

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