Fast fertige Clownfische, die Monstermuräne und eine Scherengarnele

21 Oktober 2015 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Heuer ist es ungewöhnlich lange warm und man kann weiterhin gut mit einem 3mm Anzug tauchen, ohne dass es einen friert. Somit nutzen wir das gerade noch etwas aus, bevor der Winter kommt und statten den Clownfischen und anderen Meeresbewohnern einen Besuch ab. Das Wasser ist zwar immer noch relativ warm, aber der starke Wind lässt einen vor allen Dingen dann frösteln, wenn man aus dem Wasser kommt.

Wie so oft sind wir von Poseidon Divers einfach zur Bannerfish Bay gelaufen und haben uns da ins Meer geworfen. Es ist wirklich egal, wie oft man dort taucht, es gibt immer etwas zu sehen.

Der arme Rotfeuerfisch

Gleich beim Einstieg ist uns eine Rotfeuerfisch aufgefallen, der mitten im Wasser schwamm. Das ist für diese Tageszeit eher ungewöhnlich. Während des Tages liegen die meist herum und in der Dämmerung jagen sie dann.

Dieser Rotfeuerfisch war noch etwas kleiner und ein anderer, größerer war aus irgendeinem Grund sauer auf ihn. Immer wenn er wieder Richtung Boden schwamm, hat ihn der große wieder verjagt. Mir war es nicht unrecht, denn so kann man schöne Fotos machen.

Rotfeuerfisch

Rotfeuerfisch

Laich von Clownfischen (Anemonenfische)

Seit Nemo sind die Clownfische Rockstars unter den Meeresbewohnern. Auch wenn die Clownfische im Roten Meer (hier in Dahab / Ägypten) etwas anders als Nemo aussehen, sind sie dennoch Anemonenfische. Sie leben in einer Symbiose mit der Anemone und die beiden schützen sich gegenseitig.

Dann und wann findet man sehr nah bei der Anemone den Laich von Clownfischen und die Tierchen kümmern sich sogar darum und halten das Nest sauber. Heute hatten wir gleich zwei solche Nester gesehen. Eines muss noch recht frisch sein und beim anderen kann man bereit kleine Fische erkennen. Das erste Bild zeigt die Fischeier, bei denen man noch nicht viel erkennen kann.

Laich von Clownfischen

Laich von Clownfischen

Das ist nun der Laich, bei denen man bereits die Fische sehen kann. Bei solchen Aufnahmen zeigen sich dann die Grenzen der Sony RX100 III. Mit sogenannten Nahlinsen kann man zwar etwas vergrößern, aber für Super-Makro ist das nicht geeignet. In solchen Momenten wünschte ich mir dann doch meine Canon EOS 7D und das 100mm Makro – vielleicht noch mit einem +5 Diopter. Hätte ich die dabei gehabt, dann wären allerdings einige andere Aufnahmen nicht möglich gewesen, da ich bei der Sony die Objektive unter Wasser tauschen kann.

Fast fertige Clownfische

Fast fertige Clownfische – ich wäre gerne dabei, wenn die schlüpfen

In den Anemonen findet man neben Clownfischen manchmal auch kleine Garnelen. Die sind normalerweise schlecht zu fotografieren, da sie sich zurückziehen. Dieser Geselle war heute allerdings recht mutig und hat sich vor der schützenden Anemone aufgehalten.

Anemonen-Garnele

Garnele vor einer Anemone

Nicht weit weg davon befand sich eine Scherengarnele (Banded Boxer Shrimp). Genau wie Putzergarnelen säubern die andere Meeresbewohner von Parasiten und so weiter. Dass sich eine so komplett offen zeigt, sieht man eher selten.

Scherengarnele (Banded Boxer Shrimp)

Scherengarnele (Banded Boxer Shrimp)

Die Monstermuräne

OK, ganz fair ist das nicht, denn Muränen sind eigentlich total harmlos. Sie sehen vielleicht gefährlich aus, greifen in der Regel aber nicht an. Selbst wenn das Foto so aussieht, hat mich die Muräne weder bedroht noch angegriffen. Sie hat einfach geatmet und dabei reißen sie manchmal das Maul eben so auf. Sieht wie gesagt schrecklich gefährlich aus, ist aber ganz normal.

Muräne mit aufgerissenem Maul

Muräne mit aufgerissenem Maul

Muräne etwas normaler

Muräne etwas normaler

Kalmare

Im Moment befinden sich sehr viele Kalmare in der Bannerfish Bay. Heute dürften es geschätzte 40 gewesen sein. Die wie UFOs aussehende Meeresbewohner sind nicht sehr einfach zu fotografieren, denn sie halten einen ziemlichen Sicherheitsabstand. Mit Geduld oder einer gewissen Sturheit und etwas Glück bekommt man dann doch ganz gute Aufnahmen.

Kalmar

Kalmar

Gestreifte Korallenwelse

Diese Fische sind gefährlicher als die Muräne oben, obwohl man das auf den ersten Blick nicht ganz glauben mag. Das sieht immer aus wie eine Wolke und die FIsche haben einen Giftstachel, der sehr schmerzhaft sein kann. Diese Fische sind mit Vorsicht zu genießen, auch wenn sie proaktiv nicht angreifen würden.

Gestreifte Korallenwelse

Gestreifte Korallenwelse

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