FFmpeg kommt vielleicht wieder nach Debian und Ubuntu

29 Juli 2014 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Derzeit gibt es eine Diskussion, ob man FFmpeg wieder in Debian und somit ultimativ auch in Ubuntu wieder per Standard anbieten soll, also parallel zu libav. Generell scheint man eher für FFmpeg zu sein, beschleicht einen das Gefühl, wenn man die Diskussion durchliest.

FFmpeg – libav?

Libav ist ein Fork von FFmpeg und viele erhofften sich genau die gleichen Funktionen darin. Auch der Ersteller des Threads schreibt das so, muss aber nun feststellen, dass er falsch gelegen hat. FFmpeg bietet mehr Funktionen als libav und der Eröffner der Diskussion bezeichnet es als Superset.

Der Fork ist nicht besonders schön abgelaufen. Da sind einige Fetzen zwischen Michael Niedermayer und anderen Debian-/Ubuntu-Entwicklern geflogen. Wegen dieses Streits verwenden eigentlich nur Debian GNU/Linux und Derivate libav und die restlichen Linux-Distributionen FFmpeg.

Da libav in Debian aufgenommen wurde und FFmpeg ersetzte, wurde das natürlich auf Ubuntu übertragen. Ganz glücklich bin ich mit libav auch nicht, muss ich sagen. Teilweise wandle ich Dinge auf der Kommandozeile (zum Beispiel Timelapse) und mit libav bin ich da immer wieder in komische Situationen gelaufen oder es sind plötzlich Dinge passiert, die früher mit FFmpeg nicht passiert sind. Zum Glück gibt es ein statisches Paket von FFmpeg, womit zumindest die meisten meiner Probleme behoben sind.

Zeitraffer: erstes Bild(1/320 Sekunden, F8)

Bei Zeitraffer und Linux verwende ich mencoder -> libavcodec / FFmpeg

Diverse Software-Pakete empfehlen oder setzen FFmpeg voraus und nicht libav. Einige Beispiele sind:

In dieser Antwort auf einen Bug-Report findet man noch weitere Argumente: http://bugs.debian.org/721317#18

Der Ersteller des Thread macht klar, dass er keinen Flamewar starten möchte. Er würde es aber gerne sehen, wenn der Anwender die Wahl zwischen FFmpeg und libav hätte.

In der Diskussion ist zu lesen, dass einige diese Doppel-Lösung gar nicht gerne sehen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass der Hang zu FFmpeg wesentlich stärker ist. Ein Entwickler schreibt, dass man libav nun viel zu lange den Anwendern angetan hat und es an der Zeit ist, diese zu erlösen.

Käme FFmpeg wieder nach Debian, hätte das auch direkte Folgen für Ubuntu. Es meldet sich ein Ubuntu-Entwickler, der sagt, wer FFmpeg in Ubuntu haben möchte, sollte Debian beitreten und das Paket pflegen.

Michael Niedermayer hat sich sogar bereit erklärt, mit künftigen Security-Problemen in Bezug auf FFmpeg und Debian zu helfen.

Dann gibt es da noch eine Aussage, dass man eine Abstimmung ins Leben rufen möchte. Hätte ich eine Stimme, würde sie FFmpeg gehören.

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