Manjaro 0.8.9 ist verfügbar – KDE-Version mit Turbulence und spezielle Netbook-Variante mit Intel-Atom-optimiertem Kernel

24 Februar 2014 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Die Entwickler des auf Arch Linux basierenden Manjaro haben Version 0.8.9 zur Verfügung gestellt. Neben der Xfce-Variante gibt es eine aktualisierte KDE-Edition mit einem neuen Tool, das sich Turbulence nennt.

In der Xfce-Version wurden mehr Pakete von Xfce 4.11 angefügt. Via Whiskermenu lässt sich nun zwischen Anwendern nahtlos umschalten. Weiterhin gibt es zwei Variationen des Xfce-Manajaro. Eine beinhaltet viele nützliche Applikationen, damit der Anwender sofort loslegen kann. Dann gibt es noch eine minimale Version. Diese enthält lediglich notwendige Pakete und Du kannst Dir das System ganz nach Gusto selbst einrichten – gut, kannst Du bei der anderen auch, aber mit der minimalen Version musst Du nicht erst Dingen deinstallieren. Die minimale Ausgabe passt außerdem auf eine CD.

Manjaro 0.8.9: Xfce-Version (Quelle: manjaro.org)

Manjaro 0.8.9: Xfce-Version (Quelle: manjaro.org)

Die KDE-Edition bringt KDE 4.12 mit sich. Sie wurde erschaffen, um Windows-Anwendern eine neue Heimat bei Manjaro zu geben. Artwork und Symbole wurden implementiert, um sich dem Look&Feel der anderen Versionen anzupassen. Mit KDE Connect kannst Du einfach Dateien freigeben und mit anderen teilen. Turbulence ist ein Tool, mit dem sich direkt nach der Installation Dinge am Desktop ändern lassen, die man sowieso oftmals ändert – wie zum Beispiel Wallpaper oder was man als Home-Verzeichnis verwenden möchte.

Manjaro 0.8.9: KDE-Version (Quelle: manjaro.org)

Manjaro 0.8.9: KDE-Version (Quelle: manjaro.org)

Die Openbox-Edition wurde neu designet. Auch hier ist Turbulence enthalten, um den Desktop einfach gestalten zu können. Auch diese Variante passt auf eine CD und eignet sich laut eigenen Angaben perfekt für ältere Computer.

In Sachen Community-Editionen ist zu vermerken, dass es eine neue Netbook-Version gibt. Diese ist speziell für kleine Bildschirme erschaffen und bringt eine leichtgewichtige Xfce-Implementation mit sich. Xfwm4 und DockBarX wurden entsprechend angepasst. Weiterhin steht ein Kernel zur Verfügung, der speziell für Intel Atom optimiert wurde. Ebenso liefert man eine spezielle Flash-Plugin-Version aus, damit auch diese Anwender Flash-Playback (Vollbild) mit 360p genießen können. Da wird sich meine ZBOX aber freuen … 🙂

Eine LXDE-Version ist auch vorhanden. Bei den restlichen Community-Versionen ist alles gewohnt stabil: Cinnamon, GNOME und MATE bringen frisches Artwork und Optimierungen beim Theme mit sich.

In der Partitionier-Maske gibt es nun Verschlüsselung für LUKS und LVM. Weiterhin wurde die Unterstützung für UEFI verbessert. Alles in Allem wurde der Installer verbessert.

Mit Pamac 0.9.7 kannst Du AUR-Unterstützung in einem Anwender-freundlichen Einstellungs-Menü deaktivieren. Weiterhin lässt sich dort die Update-Frequenz konfigurieren. Eine „History“-Schaltfläche gibt Aufschluss zu den Änderungen. Pamac unterstützt weiterhin Build und die Installation von Tarballs direkt aus AUR.

Beim Einstellungs-Manager MHWD lässt sich nun via GUI kontrollieren. Nun kannst Du entsprechend Grafikkarten erkennen und die entsprechenden Treiber installieren.

Du kannst Manjaro 0.8.9 aus dem Download-Bereich der Projektseite herunterladen.

Am Rande erwähnt, aber thematisch passend …

Nach einem Monat Test-Zeit wurde das Haupt-Paket des Linux-Kernel in Arch Linux auf Version 3.13.4 aktualisiert. Das ist ungewöhnlich spät für Arch Linux, da sonst alles immer sofort bereit steht.

Die Entwickler haben sich nun zum Schritt Kernel 3.13 entschlossen, allerdings auch eine Warnung (und Workaround) hinterher geschoben. Auf einigen Motherboards würde der i8042 Controller nicht erkannt. Das treffe in erster Linie ältere Mainboards, aber auch einige neue könnte das Schicksal ereilen. Es komme selten vor, aber einige Menschen stünden mit Sicherheit ohne funktionierende Tastatur da.

Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren




Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

2 Kommentare zu “Manjaro 0.8.9 ist verfügbar – KDE-Version mit Turbulence und spezielle Netbook-Variante mit Intel-Atom-optimiertem Kernel”

  1. Isa sagt:

    Die Software-Verwaltung von Manjaro heißt Pamac (nicht Pacmac, auch wenn Du das in jedem Review wieder so schreibst). Die Community-Editions gibt es, abgesehen von der Netbook-Edition, alle nur in alten Versionen. Demzufolge ist da auch kein "frisches Artwork und Optimierungen" bei. SCNR

    • jdo sagt:

      Oh, das ist mir bisher nie aufgefallen ... da kam wohl das Pacman durch und das Gelesene wurde durch den kleinen Geist noch verstärkt. Ich werde es mir merken, danke für den Hinweis.

      "The Cinnamon, Gnome, and Mate editions feature some fresh artwork and theming, as well as all of the usual package updates." ... das steht in der offiziellen Ankündigung. Wenn die falsch ist ...

Antworten