Screenshots mit scrot – funktioniert hervorragend mit Raspberry Pi

16 Januar 2014 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

scrot Teaser 150x150Unter Ubuntu, Linux Mint, Fedora, openSUSE, Debian und so weiter ist es einfach, Screenshots zu erstellen. Es gibt gewisse Screenshot-Tools für diesen Zweck. Bei Kubuntu muss ich zum Beispiel nur die Drucken-Taste verwenden und es öffnet sich KSnapshot – ein unglaublich gutes Screenshot-Tool. Unter Linux Mint verwende ich Shutter, das auch ausgezeichnet ist.

Das geht natürlich, wenn man entsprechend Dampf hinter den Rechnern hat. Ein Raspberry Pi gehört bekanntlich nicht zu den Supercomputern und grafische Anwendungen bringen den Winzling schon sehr ins Schwitzen. Das macht aber nichts, da es ein Kommandozeilen-Screenshot-Tool gibt, das hervorragend funktioniert: scrot

scrot ist einfach installiert. Unter Raspbian (Linux Mint, Ubuntu, Debian) öffnest Du einfach ein Terminal und gibst folgenden Befehl ein:

sudo apt-get install scrot

Mit dem Aufruf von scrot kannst Du nun bereits einen Screenshot erstellen. Per Standard wird das Bild als PNG gespeichert und der Dateiname ist ein Zeitstempel. Du darfst natürlich auch einen eigenen Dateinamen angeben: scrot test.png (.jpg würde entsprechend ein JPG erstellen)

scrot

scrot

Durch den Schalter -d kannst Du eine Verzögerung in Sekunden hinterlegen und mit -c wird ein Countdown angezeigt. Zehn Sekunden Verzögerung mit Countdown würde also so aussehen: scrot -d 10 -c

scrot mit Countdown

scrot mit Countdown

Es gibt noch einige weitere Schalter für scrot. Mit -e kannst Du das Bild zum Beispiel einer Applikation übergeben:

scrot -d 10 '%Y-%m-%d-%H:%M:%S.png' -e 'mv $f ~/Bilder/' (Screenshot mit 10 Sekunden Verzögerung aufnehmen und danach im Home-Ordner nach Bilder verschieben)

-t Zahl würde gleich ein Thumbnail erstellen und Zahl entspricht einem Prozentsatz der Original-Bildes.

Weiterhin gibt es diverse Parameter, die scrot erkennt. $w und $h wären für Breite und Höhe zuständig. Du findest all diese Parameter in der entsprechenden Manpage: man scrot

Scripting und Automatisierung

Da es sich bei scrot um ein Kommandozeilen-Tool handelt, eignet sich die Software natürlich hervorragend für Scripte. Auch mit Einzeilern lässt sich schon jede Menge realisieren. Nehmen wir an, Du möchtest 20 Bilder in einem Abstand von zehn Sekunden erstellen und die Bilder sollen schön mit einem Zeitstempel bezeichnet sein (Jahr bis Sekunde).

for i in {1..20}; do scrot -d 10 '%Y-%m-%d-%H:%M:%S.png'; done

scrot in einer for-Schleife

scrot in einer for-Schleife

Mithilfe einer while-Schleife könntest Du sogar unendlich (theoretisch) Bilder schießen:

while true; do scrot -d 5 '%Y-%m-%d-%H:%M:%S.png'; done

Das Ganze lässt sich unendlich weiterspinnen. Die Befehle kannst Du wie gesagt in Scripten verwenden, Cronjobs sind denkbar, eine direkte Übergabe an ImageMagick und so weiter. Wie am Anfang schon erwähnt ist scrot unglaublich gut für das Raspberry Pi geeignet. Das minimalistische Screenshot-Tool frisst eigentlich gar keine Ressourcen und erledigt seinen Job wunderbar. scrot findest Du in eigentlich allen Repositories der bekannten Linux-Distributionen.

Nette Pi-Konstellation



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