Hugin erstellt das Panorama – mit GIMP verbessert man dieses nachhaltig und spendiert mehr Volumen

14 Januar 2014 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Gimp Logo 150x150Ich hatte bereits zwei Open-Source-Tools vorgestellt, mit denen sich Fotos verbessern, verschönern oder ändern lassen.

Das eine ist die Heal Selection (früher Resynthesizer genannt), mit denen man Objekte aus dem Bild zaubern kann. Das Tool ist in GIMP enthalten und Du findest es unter Filter → Verbessern → Heal Selection. Man bezeichnet das auch als „Content aware filling“. Was in diesem Bereich ausgefüllt wird, ist sich also der Umgebung bewusst. Ich habe das hier recht genau beschrieben.

Hugin ist bekannt und seit Version 2013 ist es noch einfacher, Panoramas zu erstellen. Man nimmt eine Rehe von Bilder auf und klebt (Stitching) diese aneinander. Die Software rechnet dabei gemeinsame Punkte aus. Darauf basieren werden die Bilder aneinander geklebt. Das funktioniert wunderbar und ich habe das in aller Länge hier erklärt (da gibt es die von mir verwendeten Bilder auch als Download, falls Du selbst experimentieren möchtest).

Nun gibt es aber das Problem, dass man das Panorama oft beschneiden muss. Ansonsten gibt es schwarze Flächen, wie Du im folgenden Screenshot siehst.

Hugin: Panorama beschneiden

Hugin: Panorama beschneiden

Ich hätte das Bild allerdings gerne höher, damit es einfach mehr Volumen bekommt. An dieser Stelle ist das „Content aware filling“ / Resynthesizer / Heal Selection oder wie immer man es auch nennen möchte hilfreich. Damit kann ich nicht nur Dingen verschwinden lassen, sondern auch Flächen entsprechend füllen.

In einem Schnellschuss habe ich das Bild entsprechend bearbeitet. Da sind noch ein paar Flecken drin, da ich die Bereiche teilweise zu groß gewählt habe. Die kann man mit etwas mehr Zeitaufwand allerdings auch ganz leicht loswerden. Hier ein paar Screenshots von Start bis Ende.

Panorama in GIMP: Start

Panorama in GIMP: Start

Panorama in GIMP: *Werkel*

Panorama in GIMP: *Werkel*

Panorama in GIMP: *Werkel*

Panorama in GIMP: *Werkel*

Panorama in GIMP: *Werkel*

Panorama in GIMP: *Werkel*

Panorama in GIMP: Fertig

Panorama in GIMP: Fertig

Das Resultat lässt sich sehen (ok, bis auf die angesprochenen Flecken). Hier der Vergleich. Oben das Panorama, wie Hugin mir den Schnitt vorgeschlagen hat. Unten das „verbesserte“ Panorama. Ich habe dort nicht mehr als fünf Minuten investiert.

Hugin 2013: Projection - Architectural (13)FOV: 65 x 59Ev: 14.73

Hugin 2013: Projection – Architectural (13)FOV: 65 x 59Ev: 14.73

Panorama mit GIMP nachbearbeitet

Panorama mit GIMP nachbearbeitet

Mit den Einstellungen der Heal Selection musst Du teilweise etwas spielen. Bei mir war es eine Kombination aus nur seitlichen Inhalten oder oben/unten. Bei manchen Bereichen kann man die Prozedur auch doppelt laufen lassen und entsprechend die Einstellungen ändern. Spiel einfach ein wenig damit und Du bekommst schnell ein Gefühl dafür.

Wie so oft bei Open-Source gilt: Gewusst wie, ist keine teure Software notwendig. Es ist alles da, leider oftmals etwas versteckt.

Natürlich muss man auch anmerken, dass man sich mit mehr Arbeit im Vorfeld – also beim schießen der Fotos – die Nachbearbeitung erleichtert. Hätte ich das Panorama zweireihig aufgenommen (eine Sequenz oben, eine unten), müsste ich vielleicht gar nicht Nachbearbeiten und das Panorama hätte sowieso genug Fülle oder Volumen. Dann ist es auch so, dass Bilder immer Geschmackssache sind. Sollte dennoch etwas schief laufen, kann man viel mit GIMP richten.

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