Fairnopoly mit neuer Crowdfunding-Runde

8 Januar 2014 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Fairnopoly Logo 150x150Die Entwickler von Fairnopoly möchten eine konsequent faire Alternative zu den großen Online-Marktplätzen aufbauen. Seit dem 24. September 2013 ist der Marktplatz unter www.fairnopoly.de online. Durch eine weitere Crowdfunding-Kampagne möchte man nun den Marktplatz so weiterentwickeln, dass er bis Ende 2014 einer breiten Masse zur Verfügung steht.

Fairnopoly ist eine Genossenschaft, bei der jedes Mitglied nicht nur eine Stimme hat, sondern auch an den Gewinnen beteiligt ist. Ab 50 Euro kannst Du Mitglied werden und 10.000 Euro ist die Obergrenze. Somit möchte man die Abhängigkeit von Großinvestoren ausschließen. Die Gewinne verteilen sich wie folgt: Ein Viertel geht an die Mitglieder, ein Viertel an alle, die sich für Fairnopolys Gründung einsetzen. Ein weiteres Viertel wird gespendet – die Nutzer*innen des Marktplatzes entscheiden, wohin. Das letzte Viertel wird für die Weiterentwicklung der Fairnopoly-Idee eingesetzt.

Mit den erhaltenen Mitteln wurde die Entwicklung des Marktplatzes vorangebracht. Das geschieht unter einer Open-Source Lizenz. Um den Marktplatz mit interessanten Artikeln zu bestücken, konnte man bis Anfang November bereits zirka 2000 private Nutzer*innen und fast 400 gewerbliche Händler*innen für Fairnopoly gewinnen. Darunter sind wichtige Anbieter*innen wie die GEPA, die größte europäische Importeuerin für fair gehandelte Produkte, aber auch viele kleine Anbieter*innen. Handeln kann man mit allen Artikeln, die nicht gegen das Gesetz verstoßen.

Fairnopoly steht aber auch unter Beschuss. Vom US-amerikanschen Spielehersteller Hasbro Inc. wurde man aufgefordert, den Namen Fairnopoly nicht mehr zu verwenden und die Domäne bei der DENIC löschen zu lassen. Man verletze damit  die Markenrechte zum Spiel „Monopoly“. Fairnopoly wehrt sich natürlich dagegen – gut so.

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3 Kommentare zu “Fairnopoly mit neuer Crowdfunding-Runde”

  1. freiheit sagt:

    Bin schon gespannt auf den neuen Namen, Fairnopoly inkl. dem aktuellen Layout hat schon stark angelehnt an das Spiel. Ich kann mir kaum vorstellen das sie damit vor Gericht durchkommen.

  2. dm sagt:

    Kommen damit vor Gericht nicht durch?
    Warum? Es handelt sich letztlich "nur" um eine Aneinanderreihung verschiedener Silben.
    Wie auch immer. Diese Adresse hab ich mir vorgemerkt.

    • Understater sagt:

      Ich bin bestimmt kein Freund von Abmahnungen und all dem Gezaenk um Rechte und Marken, aber der Name verbunden mit dem Logo provoziert den Inhaber der Rechte an der Marke Monopoly ja geradezu. Das finde ich dann nicht besonders schlau.
      Ich kann auch die Idee dieses Namens nicht nachvollziehen. Monopoly ist das kapitalistischste Spiel was ich kenne. Auch wenn es moeglicherweise mal die Intention des Spiels war, den Kapitalismus emotional negativ zu belegen (was ich eher nicht glaube), weckt der Name Fairnopoly vermutlich die falschen Assoziationen.
      Ich werde das trotzdem mal im Auge behalten, und vielleicht auch mal 50 EUR "verspielen".

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