Erschwinglicher 3D-Drucker: Kann Metall „drucken“ und ist Open-Source – unter 1000 Euro

10 Dezember 2013 12 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

3D-Metall-Drucker Teaser 150x150Forscher haben eine günstigen 3D-Metall-Drucker entwickelt. Die Liste der dafür benötigten Materialien beläuft sich dabei auf 1,192.93 US-Dollar (ungefähr 870 Euro).

Dem Team steht der außerordentliche Professor Joshua Pearce (Michigan Technological University) vor und unter seiner Leitung wurde sowohl Firmware als auch die Pläne für den 3D-Metall-Drucker entwickelt. Das alles steht hier frei zur Verfügung.

Wenn man bedenkt, dass kommerzielle Angebote in die Hunderttausende an Euro gehen können, ist das ein gewaltiger Schritt vorwärts – oder rückwärts, wenn man bedenkt, dass die Amis nun Waffen drucken können, die auch noch haltbar sind. Aber gehen wir weiterhin von der guten Seite aus.

Mit dem Open-Source-Modell sollen kleinere Firmen günstige Prototypen bauen können. Ebenso soll der Drucker bei der Forschung helfen, da Forscher nun eigene Teile günstig drucken können. Auch in Ländern, in denen man schwer an irgendwelche Ersatzteile kommt, wäre dieser Drucker ein echter Segen.

3D-Metall-Drucker in Aktion (Quelle: appropedia.org)

3D-Metall-Drucker in Aktion (Quelle: appropedia.org)

Die Forscher sind guter Dinge, dass der 3D-Metall-Drucker auch die selbe Aufmerksamkeit und Innovations-Stufen durchläuft, wie das bei de Plastik-3D-Druckern der Fall war – nach Open-Source ins Spiel kam.

Der Professor ist sich sicher, dass binnen eines Monats jemand einen 3D-Metall-Drucker herstellt, der besser als der eigene Prototyp ist.

Allerdings muss man für einen Betrieb Schutzkleidung tragen und für eine Benutzung auf dem Schreibtisch ist er noch nicht geeignet.

Schaltplan (Quelle: appropedia.org)

Schaltplan (Quelle: appropedia.org)

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12 Kommentare zu “Erschwinglicher 3D-Drucker: Kann Metall „drucken“ und ist Open-Source – unter 1000 Euro”

  1. Georg sagt:

    Diese Geräte könnten für die Open Source-Bewegung sogar ein Nachteil sein, zumindest kurzfristig. Wenn die Modelle für den Heimanwenderbereich auch komplexere Geräte bauen können, werden die Hersteller ihre Geräte immer weiter verkomplizieren und unreparierbar machen. Ein verklebter Bildschirm ist da noch nix dagegen...

    Langfristig bieten diese Drucker unglaubliche Möglichkeiten: Es wird nur noch produziert, was tatsächlich gebraucht wird. Wenn ich eine bestimmte Anpassung brauche, bin ich nicht davon abhängig, was der Markt mir anbietet. Und kein Kind muss Zwangsarbeit leisten, zumindest in der Produktion weniger komplexer Dinge (natürlich auch sonst nicht, aber da kann man es wenigstens abschaffen).

    Hoffentlich gibt es irgendwann ein entsprechend abgesichertes, fertig gebautes Modell für zu Hause zu kaufen.

  2. Matthias sagt:

    Funzt das dann auch mit Blender und den freien CADs?

  3. freiheit sagt:

    @Matthias: Models can be created and modified with any 3-D editor, such as Blender or OpenSCAD or a CAD application like FreeCAD.

  4. freiheit sagt:

    "wenn man bedenkt, dass die Amis nun Waffen drucken können" ... ach, die Drucker drucken also nur Waffen wenn man Ami ist? *scnr*

    Das mit den Waffen ist übertriebene Angst. Ob Waffen gegen Menschen eingesetzt werden ist eine Frage des Gestaltung der Gesellschaft. Nicht nur in Amiland sind Waffen frei verfügbar. Übrigens: New York hat eine niederige(!) Mordrate als Berlin oder Hannover.

    Würdest du jemanden erschießen nur weil du eine Waffe hast? Nein? Warum wird das immer den Anderen unterstellt?

    • jdo sagt:

      Ach ein bisschen die Klischee-Dose aufmachen schadet gar nicht. Meine persönliche Lieblings-Anekdote ist immer noch: Als die Russen in "Georgia" einmarschiert sind, haben sich ein paar Hinterwäldler in "Georgia" bis an die Zähne bewaffnet und sind durch die Wälder gestreift, um das Land zu verteidigen. Großartig ... 😀

    • Brutus sagt:

      "dass die Amis nun Waffen drucken können" o.O

      Ja nur "Amis" haben die Fähigkeit mit diesem Gerät Waffen zu drucken. Schön wär's, lol. In den Händen von deutschen Nazis / Verfassungsschutz-Angestellten ergibt sich wohl leider eine wesentlich realistischere Bedrohungslage.

      Habe den Satz zwei mal gelesen... der ist aber genau so bekloppt, wie ich befürchtet habe. Schön, dass es zumindest auch jemand anders aufgefallen ist.

      Ansonsten finde ich sowohl den Artikel und ganz besonders die Entwicklung klasse!

      Okay, man kann (und sollte) bei jeder Technologie auch die negativen Seiten analysieren. Auf jeden Fall. Die Möglichkeit das Leute mit 3D Druckern (Schuss-)Waffen herstellen können ist aber imo kein soo problematischer Nebeneffekt.

      Im Grunde sind das auch noch Gegenstände. Messer sind ja auch nicht verboten. Kommt halt darauf an, was die Leute damit machen. Und es gibt nun mal keine technischen Lösungen von sozialen Problemen.

      • jdo sagt:

        Ich werde mir selbst auferlegen, jeglichen Sarkasmus künftig zu vermeiden ... Humor in Deutschland! So was ... wo kommen wir da noch hin ...

        Ich geh jetzt in den Keller - eine Runde Lachen ...

        • Brutus sagt:

          Hatte vergessen: wir sind ja im Internet unterwegs. Immer wenn irgendwer was falsches / dummes / rassistisches usw. schreibt ist das ja NUR HUMOR! Und jeder der das kritisiert hat keinen und ist ganz böse.

          Und dabei hatte ich mir doch Mühe gegeben, das ganze irgendwie konstruktiv und nicht als Dis zu verpacken. Und auch noch ein bisschen mehr auf das Thema einzugehen. Statt einfach nur "du dummer rassist! mimimi antiamerikanismus 1!11" darunter zu schreiben.

          Ich werde mir selbst auferlegen, jegliche Kritik künftig zu vermeiden … Antiamerikanismus in Deutschland! So was… gehört doch zum guten Ton…

          Ich geh jetzt in den Keller - ein paar Bier holen...

          • jdo sagt:

            Es war einfach eine Anspielung darauf, dass ein Ami mit dem Plasitk-3D-Drucker ne Knarre gedruckt hat. Das ging weltweit durch die Presse.

            Ich hab Freunde aus Amiland und sogar die machen sich über die "Rednecks" lustig und schütteln den Kopf, was manche ihrer Landsleute so veranstalten.

            Als Rassist bin ich auch noch nie betitelt worden. Kann ich das auch von der Todo-Liste abhaken ... 🙂

            Aber bei den paar Bier wäre ich dabei. Mach noch schnell was fertig und dann geht es in die Kneipe - Champions League gucken.

            Prost!

  5. Brutus sagt:

    Naja abhaken kannst du das eigentlich noch nicht: Denn ich habe ja extra und absichtlich NICHT "du dummer rassist! mimimi..." geschrieben, sondern halt was anderes - meiner Meinung nach natürlich viel treffender, schlauer und differenzierter 😉

    Und zur Klarstellung: Ich finde es doof jemanden wegen eines Witzes pauschal und ganz ernsthaft als Rassist zu verurteilen (daher auch das "mimimi" und die vielen verunglückten Ausrufezeichen - ich dachte das macht die Ironie klar).

    Cheers!

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