Digitale Dunkelkammer Darktable 1.4 mit LUA-Engine veröffentlicht

27 Dezember 2013 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Darktable Teaser 150x150Noch ein Open-Source-Weihnachtsgeschenk: Die digitale Dunkelkammer Darktable 1.4 ist da und bringt einige nette Neuerungen und Änderungen mit sich, wie das Changelog enthüllt.

Die wohl bemerkenswerteste Neuerung ist die Integration einer LUA-Scripting-Engine. Diese Scripte lassen sich ausführen, wenn bestimmte Ereignisse eintreffen. Du findest eine kleine Einführung ist das System auf dieser Seite. Wenn Du Darktable öffnest, wird eine Datei luarc im Konfigurations-Verzeichnis aufgerufen. Bei mir ist dieses Verzeichnis unter ~/.config/darktable/. Du musst die Datei erst anlegen und legst dort die Datei luarc an. Dann kannst Du losscripten. Ich habe das kurz nach der Anleitung der Entwickler ausprobiert und es funktioniert. Im Moment gibt es noch nicht viele LUA-Scripte für Darktable. Das soll sich aber mit den kommenden Ausgabe-Zyklen bessern.

Darktable 1.4 mit LUA-Unterstützung

Darktable 1.4 mit LUA-Unterstützung

Weiterhin beinhaltet Darktable nun einige verschiedene Arten an gezeichneten Masken: Pinsel, Kreis, Ellipse, Pfad und Verlauf. Ein Export in das WebP-Format ist außerdem möglich.

Darktable: Masken

Darktable: Masken

Laut eigenen Angaben haben die Entwickler an der Performance-Schraube gedreht. Das soll sich vor allen Dingen beim Leuchttisch bemerkbar machen, wenn Du eine große Bildsammlung hast.

Eine weitere interessante Neuerung ist das Erkennen von Bereichen, die im Fokus sind. Diese lassen sich dann im Leuchttisch anzeigen. Zunächst einmal musst Du dafür Fokusbereiche markieren anklicken. Danach markierst Du ein Bild im Leuchttisch und drückst auf die Taste z für eine Vollbildansicht. Dann wird Dir entsprechend der Fokus im Bild angezeigt. Bei mir funktioniert das nur mit RAW-Bildern und mit einigen (zugegeben wenigen) Entscheidungen der Software bin ich nicht einverstanden. Aber dafür haben wir Augen. Auf jeden Fall hilft die Funktion, wenn man schnell bei ähnlichen Bilder entscheiden muss, welches besser im Fokus in den wichtigen Bereichen ist.

Fokusbereiche markieren aktivieren

Fokusbereiche markieren aktivieren

Fokusbereiche markieren

Fokusbereiche markieren

Fokusbereiche markieren

Fokusbereiche markieren

Weiterhin gibt es lokal zwischengespeicherte Kopien von Bildern. Zudem gibt es einige neue Module. Dazu gehört auch Kontrast Helligkeit Sättigung und Farbbalance.

Das Histogramm lässt sich nun auch in Wellenform darstellen.

Histogramm in Wellenform

Histogramm in Wellenform

Du kannst ab sofort einstellen, dass nur ein Modul zur gleichen Zeit ausgeklappt ist. Klickst Du ein neues an, minimiert sich das vorher benutzte. Das ist ganz nett, um die Übersichtlichkeit zu behalten.

Darktable 1.4 benötigt mindestens Gtk+ 2.24 und Glib 2.30. Das Anwender-Handbuch wurde ebenfalls aktualisiert.

Du findest den Quellcode bei sourceforge.net. Installations-Hinweise für viele Distributionen findest Du hier. Dort gibt es auch einen Download-Link für das Mac-OS-X-Paket. Für Windows ist Darktable nicht verfügbar.

Für Ubuntu, Linux Mint und andere Derivate gibt es sogar zwei PPA. Eines beglückt Dich nur mit Darktable und im anderen ist auch exiv2 enthalten. Ich habe es so unter Linux Mint 16 installiert:

  • sudo apt-add-repository ppa:pmjdebruijn/darktable-release-plus
  • sudo apt-get update
  • sudo apt-get install darktable exiv2


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Ein Kommentar zu “Digitale Dunkelkammer Darktable 1.4 mit LUA-Engine veröffentlicht”

  1. Cool Hand sagt:

    Werd ich mir mal anschauen. Ist bei Arch/Manjaro in den Repos.

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