Seit fast einem Jahr: Anonymous hat eine unbekannte Anzahl an Rechnern von US-Behörden und der Army infiltriert

16 November 2013 5 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Anonymous 150x150Tja, die eigene Medizin muss schon reichlich beschissen schmecken. Da spionieren die US-Geheimdienste die ganze Welt aus, merken aber seit fast einem Jahr nicht, dass etliche US-Behörden und die Army selbst Angriff eines Cyberangriffs ist. Das berichtet zumindest Reuters, die sich wiederum auf Aussagen des FBIs berufen.

So wie es aussieht haben sich die Hacker, ich verzichte in diesem Fall bewusst auf Cyberkriminelle oder böswillige Hacker – dafür ist die Schadenfreude einfach zu groß, durch eine Lücke in Adobe ColdFusion Zugriff auf die entsprechende Systeme verschafft. Durch diverse Backdoors konnten sie immer wieder den Weg zurück finden. Man geht davon aus, dass Anonymous hinter dem Einbruch steht.

Angeblich sind mindestens folgende Bereiche der US-Regierung betroffen: US. Army, Department of Energy, Department of Health and Human Services. Es ist nicht auszuschließen, dass noch weitere Behörden betroffen sind.

Derzeit sammel man Details, um den Umfang des Hacker-Angriffs herauszufinden. Man geht davon aus, dass Anonymous immer noch Zugriff auf diverse Systeme hat. Allerdings hält man sich mit genauen Details vornehm zurück.

Man weiß wenigstens, dass von fast 104.000 Mitarbeitern, Auftragsnehmern, Familienmitgliedern und anderen Informationen gestohlen wurden. Das bezieht sich aber derzeit nur auf das Department of Energy. 2000 Bank-Details sollen auch ausgeschnüffelt worden sein. Man sieht Diebe am Horizont.

Weiterhin sollen die Angriffe mit dem Fall Lauri Love zusammenhängen. Dem Briten wurde nachgewiesen, sich in diverse Behörden-Systeme gehackt zu haben.

Einige der gestohlenen Daten wurden von einer Gruppe innerhalb des Anonymous-Kollektivs “Operation Last Resort” bereits veröffentlicht.

Angeblich ist die Operation Teil eines Rachefeldzugs, weil die US-Regierung übermäßig scharf auf Hacker-Angriffe reagierten. Unter anderem ist der Name Aaron Swartz gefallen, wo sogar Linus Torvalds der Staatsanwältin die Schuld für seinen Selbstmord gegeben hat.

Allerdings ist der volle Umfang des Angriffs noch nicht veröffentlicht. Das FBI sagte, dass man derzeit nicht genau wisse, wie viele Systeme betroffen sind. Allerdings ist es ein weit verbreitetes Problem, das adressiert werden sollte. (sollte? Die scheinen ja mächtig entspannt zu sein. Macht vermutlich der NSA das Leben leichter.)



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5 Kommentare zu “Seit fast einem Jahr: Anonymous hat eine unbekannte Anzahl an Rechnern von US-Behörden und der Army infiltriert”

  1. Matthias sagt:

    Oberhammergeil :D

  2. Didi sagt:

    Ich hoffe, man tritt den Amis den Stiefel bis zum Anschlag und darüber hinaus in den Hintern. Sie haben es mehr als verdient.

  3. Georg sagt:

    Tja, das kommt davon, wenn man einen Krieg anfängt, ohne den Gegner wirklich einschätzen zu können. Schade nur, dass die USA nun sicherlich mit "Aufrüstung" reagiert..."seht ihr, darum brauchen wir die NSA!". Aber was kann eine Gruppe Angestellter gegen eine Gruppe von Menschen anrichten, die a) für ihre Ideale kämpft und b) schlicht und ergreifend in der Mehrzahl ist? Die USA haben aus Afghanistan nicht gelernt. Es ist wie bei MS: Das gleiche, falsche Konzept wird nicht besser, in dem man es möglichst oft durchprobiert.

  4. Ettore Atalan sagt:

    Hoffentlich sind unter den Hackern auch ein paar Cracker die richtig was kaputt machen – genauso wie die US-Geheimdienste mit Stuxnet im Iran.

  5. Hege sagt:

    Oh Leute ist das cool! Jetzt wo sie entdeckt wurden könnten die doch noch mal so richtig die Sau rauslassen und schaun was sich jetzt noch so alles in die Luft jagen lässt.

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