Linux-Kernel 3.12 ist da und Gedanken an 4.x

4 November 2013 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Tux Logo 150x150Linux-Vater Linus Torvalds hat Kernel 3.12 zur Verfügung gestellt. Torvalds hatte sich wegen seiner Reisepläne noch überlegt, ob er einen achten Veröffentlichungs-Kandidaten ausgeben soll. Allerdings hat er laut eigenen Angaben keinen Grund dafür gesehen und die finale Version vom Stapel gelassen. Es gab zwar auch einige Fixes zu bearbeiten, aber nichts davon hätte eine weitere Verzögerung von Linux-Kernel 3.12 gerechtfertigt.

Das Merge-Fenster für 3.13 ist noch nicht offen. Wo auch immer Torvalds hinreist, wird seine Internet-Verbindung nicht ausreichend schnell sein, um irgendetwas zu mergen. Allerdings kann man bereits Pull-Requests schicken. Das Merge-Fenster für Linux-Kernel 3.13 beginnt also nächste Woche und dauert wie immer zwei Wochen.

Weiterhin hat Torvalds Gedanken an Kernel 4.x. Er kann zwar mit Zahlen 3.<kleine Zehner> leben, aber so ausarten wie bei 2.x soll es nicht. Deswegen spielt er mit dem Gedanken irgendwann von 3.x auf 4.x umzusteigen. Allerdings noch nicht sofort. Bei 3.19 denkt er an einen Sprung auf 4.0.

Während der LinuxCon wurde gefragt, ob man eine Version mit nur Stabilitäts- und Bug-Fixes ausgeben kann. Torvalds findet die Idee interessant. Er selbst ist aber lieber hinter neuen Funktionen her. Allerdings stellt er die Frage in den Raum, ob jemand interessiert wäre, das zu übernehmen. Version 4.0 wäre zum Beispiel so ein Kandidat. Diese Version würde in etwa einem Jahr erscheinen und eigne sich als Kandidat.

Interessant ist Kernel 3.12 wegen Verbesserungen bei den Grafikkarte-Treibern. Beim Radeon-Open-Source-Treiber wurde DPM (Dynamic Power Management) verbessert. Allerdings wird es wohl erst in Kernel 3.13 per Standard aktiviert sein. Weiterhin gibt es Verbesserungen bezüglich NVIDIA-Optimus-Grafikkarten. Der Kernel (Nouveau-Treiber) kann die zweite GPU dynamisch ab- und anschalten.

Sie sind noch nicht online, aber die ausführlichste Beschreibung zu all den Neuerungen und Änderungen hinsichtlich des Linux-Kernels gibt es in der Regel bei kernelnewbies.org.



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