Chaos Computer Club nimmt Stellung zum Routerzwang …

6 November 2013 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Chaos Computer Club - CCC - Logo 150x150… und ist nicht begeistert. Ich bin mal so frech und kopiere die Stellungnahme, weil es jeden Internet-Nutzer irgendwie irgendwo betrifft und der CCC wie eigentlich immer Recht hat – der Stellungnahme gibt es Nichts hinzuzufügen. Das Original ist hier.

In einer Stellungnahme an die Bundesnetzagentur wendet sich der Chaos Computer Club (CCC) gegen Zwangsrouter und fordert offene, nicht-proprietäre Hardware für Privatnutzer und Unternehmen. Wenn eine große Anzahl von Anwendern den gleichen Typ Endgerät benutzt, entstehen zudem Sicherheitsrisiken, die jede Monokultur mit sich bringt.

Bereits seit länger Zeit liefern viele Internet-Zugangsanbieter an ihre Kunden vorkonfigurierte Router aus, die sich durch den Nutzer nachträglich nicht mehr selber einrichten lassen. Da die Kunden, die für die Nutzung des Anschlusses notwendigen Zugangsdaten nicht mehr erhalten, sind sie gezwungen, die ausgelieferte Hardware einzusetzen.

Die Zugangsanbieter begründen dies damit, daß der Aufwand für Kundenbetreuung geringer sei und zudem bessere Bedingungen bei Zulieferern möglich wären.

Für die Nutzer hat diese Praxis zahlreiche Nachteile. So ist der Funktionsumfang der Geräte festgelegt, es kann zu Inkompatibilitäten mit anderen Endgeräten kommen, und die entstehende Monokultur erleichtert großflächige Angriffe auf die Netzwerkinfrastruktur. Nicht zuletzt werden die Zwangsrouter bei einem Providerwechsel nutzlos und zu umweltbelastendem Abfall.

Die Bundesnetzagentur hat zu diesem Thema eine Anhörung angesetzt und fordert alle betroffenen Gruppen zu einer schriftlichen Stellungnahme auf. Wir fühlen uns betroffen: Der Chaos Computer Club beteiligt sich mit einer eigenen Stellungnahme und fordert, die Hoheit über die Endgeräte beim Benutzer zu belassen.

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Ein Kommentar zu “Chaos Computer Club nimmt Stellung zum Routerzwang …”

  1. Georg sagt:

    Von der Privatsphäre abgesehen: Hier behindert ein Kartell an ISPs den freien Router-Markt. Eine Regierung, deren wichtigste Partei kurz zuvor noch mit der FDP regiert hat, sollte dem eigentlich mehr als kritisch gegenüberstehen. Aber da sieht man, wie flexibel so ein "klares inhaltliches Profil" eigentlich ist. AVM sollte mal mit dem Umzug nach Rumänien drohen...damit sie dann ebenfalls günstigere Konditionen für die ISPs anbieten können. Was die Regierung dann sagt?
    Routerzwang ist leider für viele Nutzer so unproblematisch, dass diese wohl darauf pfeifen werden, solche Anbieter zu meiden. Schade.

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