KDE trifft Debian Wheezy: Kwheezy 1.3 ist verfügbar

28 Oktober 2013 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Kwheezy Teaser 150x150Kwheezy basiert wie der Name bereits vermuten lässt auf Debian GNU/Linux 7.0 “Wheezy”, bringt allerdings KDE als Desktop-Umgebung mit sich. In dieser Ausgabe hat sich der Entwickler laut eigenen Angaben auf den Installations-Prozess und das danach konzentriert. Ansonsten gibt es auch noch etwas Frühjahrsputz im Herbst.

Kwheezy 1.3 wurde auf Debian 7.2 aktualisiert. Im Installations-Assistenten gibt es nun Unterstützung für GPT-Partitionieren. Weiterhin wurden einige Applikationen entfernt, die der Entwickler redundant fand – wegen ähnlicher Funktionalitäten. Welche genau das sind, verrät er nicht. Ich weiß es auch nicht, da ich mir diese Distribution zum ersten Mal ansehe.

Das Administrator-Konto ist nun mit UID/GID 999 hinterlegt. Somit ist der erste reguläre Anwender 1000. Damit will man sich einfach an andere Distributionen angleichen. Die Tastatur-Auswahl hat eine Textbox erhalten, wo Du die neue Konfiguration ausprobieren kannst.

Wer bereits Kwheezy 1.2 im Einsatz hat, kann mithilfe von Apper oder apt-get auf 1.3 aktualisieren. Also installieren wir das Ding mal und graben ein wenig tiefer.

Kwheezy 1.3: Bootscreen

Kwheezy 1.3: Bootscreen

Keyboard-Selector

Nach dem Start der Live-Version kannst Du mithilfe eines Assistenten die Tastatur einstellen. Das ist sehr angenehm, da man nicht im System rumkruschen muss, um Z und Y (und andere) an der richtigen Stelle zu haben.

Kwheezy 1.3: Keyboard-Selector

Kwheezy 1.3: Keyboard-Selector

Kwheezy 1.3: Desktop

Kwheezy 1.3: Desktop

KDE-Version

In der Zwischenzeit sind wir ja bei KDE 4.11. Allerdings ist man bei Debian gewohnt, bei den Software-Versionen etwas hinten dran zu sein. Dafür gilt Debian als eines der stabilsten Systeme überhaupt. Mit KDE 4.8.4 ist man gut bedient, allerdings gibt es keine Updates mehr für die 4.8.x-Serie.

Kwheezy 1.3: KDE-Version

Kwheezy 1.3: KDE-Version

Enthaltene Software

Was der Entwickler gemeint hat mit “Redundanzen beseitigen”, ist mir gerade nicht ganz klar. Es befinden sich Tonnen an Applikationen in der Distribution, die ähnliche Dinge tun. Calligra und LibreOffice, KMail (Kontact) und Thunderbird.

Persönlich bin ich eher ein Freund von “gib mir weniger, wähle das aber gut”. Nachinstallieren kann man immer. Aufräumen ist wesentlich lästiger und Neuankömmlinge erschlägt man mit förmlich mit der Qual der Wahl.

Kwheezy 1.3: Office

Kwheezy 1.3: Office

Die Distribution bringt einige kleine Helferlein mit sich, die dem Anwender unter die Arme greifen. Zum Beispiel kann man mit einem Tool den Treiber für die Grafikkarte umstellen.

KWheezy 1.3: Tools

KWheezy 1.3: Tools

Ansonsten ist alles dabei, was irgendwie Rang und Namen hat. VLC, Audacity, Inkscape, GIMP und so weiter. Das gilt auch für alle möglichen Plugins und so weiter. Also in Sachen Multimedia sollte die Distribution mit fast Allem funktionieren.

Und?

Kwheezy macht einen soliden Eindruck. Mir persönlich sind allerdings viel zu viele Applikationen vorinstalliert und einige davon machen eben ziemlich das Selbe. Persönlich installiere ich aus Neugierde gerne neueste Versionen, auch wenn diese wahrscheinlicher mit Fehlern belastet sind. Von daher wird Kwheezy nicht meine erste Wahl. Aber nett gemacht ist die Distribution schon.

Wenn Dich die Kombination KDE küsst Debian “Wheezy” interessiert, kannst Du das aktuelle Abbild aus dem Download-Bereich (fast 4 GByte) der Projektseite herunterladen.

Voraussetzungen

Als Minimalanforderungen schreiben die Entwickler

  • CPU: Intel Pentium oder höher, AMD K5 oder höher
  • RAM (Arbeitsspeicher): 512 MByte (32bit) , 1 GByte (64bit)
  • HDD (für eine Installation): 18 GByte

Empfohlen wird allerdings:

  • CPU: Intel Core 2 Duo oder höher, AMD K10 (Phenom) oder höher
  • RAM:  1 GByte (32bit), 2 GByte (64bit)
  • HDD: 30 GByte
  • Grafikkarte: 64 MByte with OpenGL 3.0 oder höher
(via)

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Ein Kommentar zu “KDE trifft Debian Wheezy: Kwheezy 1.3 ist verfügbar”

  1. Georg sagt:

    Es gibt doch eine Debian-ISO mit KDE...was macht Kwheezy anders, außer für manche Funktionen mehrere Programme auf die Platte zu knallen?

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