Ubuntu Apps bald mit eigenem Paket-Installer?

9 Mai 2013 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ubuntu Logo 150x150In der Ubuntu-Entwickler-Liste macht man sich Gedanken über einen eigenen Paket-Installer – für die Apps. Das soll das Erstellen und die Installation von Apps erleichtern, ohne irgendetwas am System kaputt machen zu können. Weiterhin will man Entwickler die Möglichkeit geben, Ihre Software schneller für Ubuntu ausgeben zu können.

Allerdings will man die Pakete nicht ändern, die bereits Teil des Ubuntu-Archivs sind. Diese hätten teilweise sehr komplexe Abhängigkeiten und man würde weiterhin an dpkg und apt festhalten – für dies Pakete aus dem Archiv eben. Der geplante App-Installer ist laut eigenen Angaben nur ein Zusatz für das derzeitige Paket-System. Die Apps sollen sich also in das Basis-System integrieren. Für das Ubuntu Phone und Tablet sei das der Run-Time-Teil der Ubuntu SDK. Man stellt auch klar, dass dieses Paket-Format genug Unterstützung bekommt, dass es sich auf anderen Plattformen einsetzen lässt.

Es soll unter den Apps keine Abhängigkeiten geben. Weiterhin soll jede App in ein separates Verezeichnis installiert werden. Bezüglich des Installations-Overheads brauche man sich keine Sorgen zu machen. Die Installation einer einfachen Datei dauere auf einem neueren x86-Notebook 0,15 Sekunden und auf dem Nexus 7 0,6 Sekunden. Das gilt für den Prototypen in Python. Sollte man später auf C umstellen, könnte das Dinge beschleunigen.

Die Installation der Apps dürfen auch Anwender durchführen, die keine root-Rechte haben. Man will aber Sicherheits-Maßnahmen einbauen, dass die Apps ihren eigenen Code nicht während der Laufzeit ändern können.

Der Installer ist derzeit knapp unter 300 Zeilen Python und liefert nach eigenen Angaben ausreichend Isolation und Geschwindigkeit. Einen Prototypen gibt es vielleicht auf dem UDS nächste Woche und man will dafür einen eigene Sitzung einberufen.

Die Frage, warum man nicht existierende Modelle adaptiere wird so beantwortet:

Vielleicht wird man das tun, man ist sich nocht nicht ganz sicher. Android APK-Format sei eigentlich nur eine ZIP-Datei mit einem Manifest und ein paar weiteren Anweisungen. Die meisten anderen mobilen Apps seien ähnlich aufgebaut. Dinge wie Listaller seien eventuell eine Option, aber man sorge sich hier über die volle Auflösung von Abhängigkeiten. Bei den GNOME App Bundles sei das unterschiedliche Sandboxing-Modell problematisch. Auch 0install habe man sich angesehen und das sei ebenfalls ein Kandidat. Allerdings müsse man hier einige Probleme bezüglich der Systemintegration lösen.

Man stellt noch einmal klar, dass die Priorität dieses Systems für Ubuntu Phone und Tablet entwickelt würde. Somit sei die Sorge von Fragmentierung weniger gegeben.

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